Pflegefachmann/Pflegefachfrau (Ausbildung)
Auch bekannt als: Pflegefachmann/-frau · Gesundheits- und Krankenpfleger/in ·
Über den Beruf
Pflegefachmänner und Pflegefachfrauen pflegen und betreuen Menschen jeden Alters, ermitteln den individuellen Pflegebedarf und erstellen darauf abgestimmte Maßnahmenpläne. Sie helfen bei Körperpflege, Ernährung und Mobilisation, lagern Bettlägerige fachgerecht und beugen Druckgeschwüren vor. In der Behandlungspflege messen sie Vitalwerte, versorgen Wunden, legen Verbände an, setzen Infusionen oder entnehmen Blut. Ärztliche Anordnungen führen sie eigenständig aus, bereiten Patientinnen und Patienten auf Operationen vor und assistieren bei diagnostischen Eingriffen. Mit digitalen Pflegedokumentationen halten sie Beobachtungen, Medikationspläne und Verlaufsdaten lückenfrei fest und stimmen sich auf Visiten eng mit dem Ärzteteam ab. Darüber hinaus beraten sie Angehörige zu Pflegetechniken, leiten zu gesundheitsförderndem Verhalten an und begleiten Schwerstkranke sowie Sterbende. Durch kontinuierliche Qualitätskontrollen sichern sie eine fachgerechte Versorgung und tragen so entscheidend zum Wohlergehen der ihnen anvertrauten Menschen bei.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen6
- I.d.R. mittlerer Bildungsabschluss, sonstige zehnjährige allgemeine Schulbildung oder Hauptschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung, z.B. in der Gesundheits- und Krankenpflegehilfe oder Altenpflegehilfe
- Ärztliches Attest über gesundheitliche Eignung
- Ggf. Führungszeugnis
- Ggf. Vorpraktikum
- Nachweis über Masernschutz für die praktische Ausbildung in Gemeinschaftseinrichtungen und medizinischen Einrichtungen
- Ggf. weitere Schutzimpfungen oder Immunitätsnachweise, z.B. gegen Hepatitis A und B
Ausbildungsplätze
Aktuelle Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Pflegefachmann/Pflegefachfrau?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.329 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.870 € und 4.849 €. Mit Tarifbindung oder Zusatzqualifikationen wie Stationsleitung kann dein Einkommen weiter steigen.
Wie viel verdient man in der Ausbildung als Pflegefachmann/Pflegefachfrau?
Die durchschnittliche Ausbildungsvergütung beträgt 1.342 € brutto im Monat. Im ersten Jahr verdienst du etwa 1.293 €, im zweiten 1.343 € und im dritten rund 1.389 €.
Wie lange dauert die Ausbildung als Pflegefachmann/Pflegefachfrau?
Die Ausbildung zum/zur Pflegefachmann/-frau dauert in Vollzeit drei Jahre. In Teilzeit kann sie sich auf bis zu fünf Jahre verlängern.
Welche Schulfächer sind wichtig für Pflegefachleute?
Wichtige Schulfächer für angehende Pflegefachleute sind Ethik, Biologie, Chemie, Deutsch und Mathematik. Vorkenntnisse in diesen Bereichen helfen dir, medizinische Sachverhalte zu verstehen, Dosierungen korrekt zu berechnen und Pflegeschritte verständlich zu erklären.
Ist der Beruf als Pflegefachmann/Pflegefachfrau körperlich anstrengend?
Der Beruf ist körperlich fordernd. Pflegefachleute heben und lagern Patientinnen, arbeiten viel im Stehen und müssen auch nachts einsatzbereit sein, daher brauchst du eine belastbare Wirbelsäule, kräftige Arme und Ausdauer.
Wie sind die Berufsaussichten als Pflegefachmann/Pflegefachfrau?
Die Berufsaussichten als Pflegefachmann/-frau sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was Bewerber/innen in eine starke Position bringt. Gleichzeitig sinkt die Konkurrenz, weil Arbeitgeber länger nach Personal suchen. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch weitere Stellen frei werden.
Welche digitalen Skills braucht man als Pflegefachmann/Pflegefachfrau?
Digitale Kompetenzen werden in der modernen Pflege immer wichtiger. Pflegefachleute arbeiten mit elektronischer Pflegedokumentation und Krankenhausinformationssystemen und nutzen Telecare-Anwendungen sowie Tools wie NIDA. Du solltest außerdem Assistenztechnologien von Exoskeletten bis zu Therapie- und Pflegerobotern sicher bedienen können.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Pflegefachmann/Pflegefachfrau?
Die Arbeitsbedingungen gelten als anspruchsvoll, aber abwechslungsreich. Schichtdienst mit Früh-, Spät- und Nachtschichten sowie Wochenend- und Bereitschaftsdiensten ist die Regel. Du trägst Schutzkleidung, arbeitest im engen Patientenkontakt unter Infektions- und Zeitdruck und nutzt dabei moderne Geräte wie Beatmungs- und Absaugtechnik.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Pflegefachmann/Pflegefachfrau?
Nach der Ausbildung stehen vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten offen. Du kannst dich zur Fachpflegekraft in Bereichen wie Geriatrie, Psychiatrie oder Intensivpflege fortbilden, Zusatzqualifikationen in Gesprächsführung, Pflegeberatung oder Gesundheits- und Case-Management erwerben und dein Wissen in Pflegedokumentation sowie ‑planung vertiefen.
