Naturwerksteinmechaniker/Naturwerksteinmechanikerin Fachrichtung Steinmetztechnik
Auch bekannt als: Steinmetz/in · Steinmetztechniker/in · Stone mason (m/f) working in natural stone - specialising in stonemasonry technology
Über den Beruf
Naturwerksteinmechaniker/innen der Fachrichtung Steinmetztechnik verarbeiten Marmor, Granit oder Sandstein zu Fassadenplatten, Treppenstufen und Grabmälern. Sie wählen geeignete Blöcke nach Farbe, Maserung und Festigkeit aus, spalten oder sägen sie mit CNC-gesteuerten Anlagen und bringen sie mit Schleif- und Poliermaschinen auf Maß. Für Profile, Rundungen und Reliefs nutzen sie Schablonen sowie Handwerkzeuge wie Meißel und Riffeleisen. Anschließend schützen sie Oberflächen durch Imprägnieren oder Einblechen. Vor Ort montieren sie massive Bauteile, verkleiden Fassaden, verlegen Natursteinbeläge und passen Elemente millimetergenau an. Beschädigte Steine bessern sie aus, reinigen und restaurieren historische Objekte. Die Tätigkeit verlangt handwerkliches Feingefühl, sicheres Bedienen moderner Maschinentechnik und ein gutes Auge für Gestaltung.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Ausbildungsplätze
Aktuelle Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Naturwerksteinmechaniker/in?
Naturwerksteinmechaniker/innen verdienen typischerweise 3.295 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 2.872 € und 3.779 €. Tarifverträge oder Zuschläge für Baustelleneinsätze können das Einkommen zusätzlich beeinflussen.
Wie lange dauert die Ausbildung als Naturwerksteinmechaniker/in?
Die duale Ausbildung dauert regulär 3 Jahre. Sie findet im Wechsel zwischen Betrieb und Berufsschule statt.
Welche Schulfächer sind wichtig für Naturwerksteinmechaniker/innen?
Mathematik, Kunst und Werken/Technik sind die Schlüsselfächer. Mathe hilft dir beim Berechnen von Flächen und Versätzen, während Kunst und Werken/Technik dein gestalterisches und handwerkliches Geschick fördern.
Ist der Beruf als Naturwerksteinmechaniker/in körperlich anstrengend?
Ja – das Bearbeiten und Montieren schwerer Steine belastet Rücken, Arme und Beine. Du hebst große Werkstücke, arbeitest häufig in gebückter Haltung und brauchst Ausdauer für langes Schleifen oder Polieren. Schwindelfreiheit ist ebenfalls wichtig, weil Fassadenarbeiten oft in größerer Höhe stattfinden.
Wie sind die Berufsaussichten als Naturwerksteinmechaniker/in?
Die Berufsaussichten als Naturwerksteinmechaniker/in sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch, offene Stellen sind schwer zu besetzen – das spielt Bewerbern in die Karten. Bis 2040 sinkt zudem die Konkurrenz unter Bewerbern, weil viele Altersabgänge erwartet werden. Allerdings wird die Beschäftigung bis 2040 leicht schrumpfen, was den Markt etwas dämpfen kann.
Welche digitalen Skills braucht man als Naturwerksteinmechaniker/in?
Du solltest CNC- und CAM-Software sicher bedienen können, um Schneid- und Fräsmaschinen einzurichten. Echtzeitdatensysteme, Maschinendatenerfassung und Apps zur Prozessüberwachung unterstützen dich bei Wartung und Qualitätskontrolle. Immer häufiger arbeitest du zudem mit Industrierobotern, Cobots oder Augmented-Reality-Brillen.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Naturwerksteinmechaniker/in?
Du wechselst zwischen Werkstatt, Produktionshalle und Baustelle und bedienst sowohl handgeführte als auch automatisierte Steinbearbeitungsmaschinen. Schutzhelm, Brille und Sicherheitsschuhe sind Pflicht, weil Staub, Lärm und Vibrationen auftreten. Arbeiten im Freien, bei Hitze, Kälte oder auf Gerüsten in großer Höhe gehören ebenfalls dazu.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Naturwerksteinmechaniker/innen?
Fachspezifische Lehrgänge in Natur- und Kunststeinverarbeitung, Maschinen- und Anlagenüberwachung oder Farblehre vertiefen dein Know-how. Kurse in Bild- und Schriftgestaltung erweitern dein gestalterisches Repertoire.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Naturwerksteinmechaniker/in?
Für Führungsaufgaben bietet sich die Prüfung zum/zur Industriemeister/in Fachrichtung Naturwerkstein oder der Abschluss als Techniker/in Fachrichtung Steintechnik (Bachelor Professional in Technik) an. Ein anschließendes Bachelorstudium, zum Beispiel in Architektur oder Restaurierung, kann den Weg in Planung, Denkmalpflege oder selbständige Projektleitung ebnen.
