Metallbildner/Metallbildnerin Fachrichtung Ziseliertechnik
Auch bekannt als: Metalldesigner/in · Decorative Metalworker (m/f) - specialising in chased work
Über den Beruf
Metallbildner/innen der Fachrichtung Ziseliertechnik entwerfen Ornamente, Reliefs und Skulpturen aus Metallen wie Kupfer, Bronze oder Zinn. Aus Skizzen oder Kundenzeichnungen entstehen am Computer oder in Wachs Modelle, auf deren Basis Formen gegossen werden. Die Rohlinge veredeln sie von Hand: Mit Hammer, Punzen und Meißel treiben, prägen und ziselieren sie feine Details, fräsen Übergänge glatt und geben der Oberfläche durch Mattieren, Polieren oder Patinieren den gewünschten Ausdruck. Für Hohlkörper formen sie Bleche spanlos, verbinden Einzelteile per Schweißen oder Löten und passen die Nähte optisch an. Häufig fertigen sie ihre Spezialwerkzeuge selbst, prüfen jedes Teil auf Maßhaltigkeit und Oberfläche und restaurieren zudem historische Gefäße, Waffenbeschläge oder Möbelzierat nach originalen Stilrichtungen.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Ausbildungsplätze
Aktuelle Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Metallbildner/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.386 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 2.778 € und 4.042 €.
Wie lange dauert die Ausbildung zum/zur Metallbildner/in?
Die duale Ausbildung dauert 3 Jahre. In dieser Zeit lernst du abwechselnd im Betrieb und in der Berufsschule.
Welche Schulfächer sind wichtig für Metallbildner/innen?
Werken/Technik, Kunst sowie Physik und Chemie sind besonders hilfreich. Damit verstehst du sowohl gestalterische Entwürfe als auch chemische Prozesse wie Beizen oder Patinieren besser.
Ist der Beruf als Metallbildner/in körperlich anstrengend?
Der Beruf fordert belastbare Arme, Hände und eine ruhige Feinmotorik, weil viele Arbeitsschritte mit Hammer, Meißel oder Feile von Hand ausgeführt werden. Du arbeitest zudem im Metallstaub und mit Säuren, daher müssen Haut und Atemwege widerstandsfähig sein und du trägst regelmäßig Schutzkleidung.
Wie sind die Berufsaussichten als Metallbildner/in?
Die Berufsaussichten als Metallbildner/in sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen lassen sich schwer besetzen, was deine Chancen erhöht. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Bis 2040 schrumpft die Gesamtbeschäftigung allerdings, langfristig könnte die Konkurrenz dadurch wieder zunehmen.
Welche digitalen Skills braucht man als Metallbildner/in?
Im Berufsalltag kommen zunehmend digitale Werkzeuge zum Einsatz. Du solltest dich mit 3-D-Druck, 3-D-Laserscanning und Augmented-Reality-Anwendungen auskennen, um Modelle zu erstellen, Werkstücke zu vermessen oder Zeichnungen direkt ins Sichtfeld einzublenden.
Kann man sich als Metallbildner/in selbständig machen?
Eine Selbständigkeit ist in diesem Handwerk gut möglich. Du kannst etwa eine eigene Ziselier- oder Metallbildnerwerkstatt, einen Betrieb für kunstgewerbliche Gebrauchsgegenstände oder eine kleine Metallgießerei eröffnen – Berufserfahrung oder ein Meistertitel erleichtern den Start, sind aber nicht zwingend vorgeschrieben.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Metallbildner/in?
Fachkurse, zum Beispiel in Gießereitechnik, Umformtechnik, Oberflächenbehandlung, CAD oder historischer Materialkunde, vertiefen dein Know-how. Solche Lehrgänge machen dich für Spezialaufträge oder Restaurierungsprojekte besonders interessant.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Metallbildner/in?
Für Führungsaufgaben bietet sich die Prüfung zum/zur Metallbildnermeister/in oder Industriemeister/in Metall an.
