Metallbildnermeister/Metallbildnermeisterin/Bachelor Professional im Metallbildner-Handwerk – Arbeitsumfeld
Weiterbildung

Metallbildnermeister/Metallbildnermeisterin/Bachelor Professional im Metallbildner-Handwerk

Auch bekannt als: Meister/in im Metallbildnerhandwerk · Ziseleurmeister/Ziseleurmeisterin . (Weiterbildungsberuf von 1936 bis 1998)

BerufsfeldDesign & Gestaltung
Arbeitsortein Werkstätten oder Werkhallen · auf Baustellen in Gebäuden oder im Freien · in Büroräumen · im Homeoffice bzw. mobil
DauerUnterschiedlich
Offene Stellen1

Über den Beruf

Metallbildnermeister/innen entwerfen Ziergegenstände, Sakralgeräte, Leuchten oder Gießereimodelle und steuern den gesamten Fertigungsprozess. Sie fertigen Skizzen, entwickeln CAD-Zeichnungen, wählen Werkstoffe, legen Drück-, Tiefzieh- oder Gießverfahren fest und prüfen die Qualität. Feine Ornamente ziselieren sie von Hand, veredeln Oberflächen durch Polieren, Patinieren oder Färben und montieren die fertigen Bauteile. Parallel planen sie Arbeitsabläufe, kalkulieren Angebote, führen Preisverhandlungen und beraten Kundschaft zu Gestaltung sowie Kosten. Als Führungskräfte koordinieren sie Fachkräfte, bilden Nachwuchs aus, überwachen Arbeitsschutz und greifen bei Maschinenausfällen selbst ein. Leiten sie einen eigenen Betrieb, entscheiden sie über Investitionen und entwickeln Geschäftsstrategien. Ihr Know-how vereint kreatives Design, präzise Metallbearbeitung und wirtschaftliche Steuerung des Handwerksbetriebs.

Ausbildung & Zugang

BerufstypWeiterbildungsberuf: Bachelor Professional
AusbildungsartMeisterprüfung nach bundesweit einheitlicher Regelung.
DauerUnterschiedlich
Zugangsvoraussetzungen2
  • Gesellen- oder Abschlussprüfung z.B. als Metallbildner/in der Fachrichtungen Gürtler-, Metalldrück- oder Ziseliertechnik oder in einem anderen anerkannten Ausbildungsberuf
  • Alternativ Nachweis beruflicher Kenntnisse und Fertigkeiten durch Validierungsverfahren, wenn kein entsprechender Bildungsabschluss vorliegt

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Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Metallbildnermeister/in?

Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt zwischen 44.412 € und 58.404 € pro Jahr. Faktoren wie Bundesland, Betriebsgröße und dein Verantwortungsbereich können das Einkommen zusätzlich beeinflussen.

Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Metallbildnermeister/in?

Die Meisterweiterbildung ist nicht bundesweit einheitlich geregelt. Je nach Bildungsanbieter, Lernform (Vollzeit, Teilzeit oder Fernlehrgang) und persönlichem Lerntempo kann sie von wenigen Monaten bis hin zu mehreren Semestern variieren.

Ist der Beruf als Metallbildnermeister/in körperlich anstrengend?

Ja, der Beruf erfordert funktionstüchtige, feinmotorisch geschickte Arme und Hände sowie eine widerstandsfähige Haut. Auch gesunde Atemwege sind wichtig, weil du regelmäßig mit Schleifstaub, Lötrauch oder Säuredämpfen arbeitest.

Wie sind die Berufsaussichten als Metallbildnermeister/in?

Die Berufsaussichten als Metallbildnermeister/in sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, sodass zusätzliche Jobs frei werden. Allerdings schrumpft die Beschäftigung bis 2040, wodurch der Markt insgesamt kleiner wird.

Welche digitalen Skills braucht man als Metallbildnermeister/in?

Digitale Fertigungs- und Planungstools sind fester Bestandteil des Berufs. Du solltest 3-D-Druck und 3-D-Laserscanning einsetzen können, Konstruktionsunterlagen in Dokumentenmanagementsystemen verwalten und dich in virtuellen Trainingsumgebungen an CNC-Maschinen zurechtfinden.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Metallbildnermeister/in?

Der Arbeitsalltag wechselt zwischen Werkstatt, Baustelle und Büro. Du trägst Verantwortung für Mitarbeiter/innen und Sachwerte, arbeitest mal an schweren Maschinen, mal in millimetergenauer Handarbeit unter Schutzkleidung und stehst dabei in engem Kundenkontakt.

Womit arbeitet man als Metallbildnermeister/in?

Zum Werkzeugpark gehören Hämmer, Stichel, Zangen, Blechscheren sowie CNC-gesteuerte Dreh- und Fräsmaschinen oder 3-D-Drucker. Verarbeitet werden Metalle wie Kupfer, Messing, Zinn, Stahl, Aluminium oder Silber; organisatorisch arbeitest du mit Dokumentenmanagementsystemen, Kostenvoranschlägen und Fertigungsplänen.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Metallbildnermeister/innen?

Du kannst dich fachlich vertiefen, z.B. in spanender Metallverformung, Galvanik, Oberflächenbehandlung, Restaurierungstechnik oder Produktgestaltung. Solche Kurse halten dein Know-how aktuell und eröffnen dir neue Angebotsfelder im Betrieb.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es für Metallbildnermeister/innen?

Karrieresprünge sind über betriebswirtschaftliche oder spezialisierte Abschlüsse möglich. Beliebte Wege sind die Prüfung zum/zur Betriebswirt/in (HwO), der Titel Internationale/r Meister/in oder eine Qualifizierung zum/zur Restaurator/in im Metallbildnerhandwerk / Master Professional für Restaurierung.

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