Kriminologe/Kriminologin – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Kriminologe/Kriminologin

Auch bekannt als: Criminologist (m/f)

BerufsfeldSprachen, Kultur & Gesellschaft
Arbeitsortein Büro- und Besprechungsräumen · an Tatorten · in Behörden- und Gerichtsräumen · in Labors (z.B. bei Untersuchungen und Forschungsvorhaben) · in Hörsälen oder Unterrichtsräumen (bei Lehrtätigkeit) · im Homeoffice bzw. mobil
Offene Stellen3

Über den Beruf

Kriminologen und Kriminologinnen erforschen Ursachen und Erscheinungsformen von Kriminalität und entwickeln Präventionsstrategien. Dafür sichten sie Kriminalitätsstatistiken, Strafakten und wissenschaftliche Studien, führen Interviews mit Täter- und Opfergruppen und werten die Daten mit empirischen sowie automatisierten Analyseverfahren aus. Häufig leiten sie dazu auch Feldstudien in Justizvollzugsanstalten oder Kommunen. Sie entwickeln Kriminalitätstheorien, prüfen die Wirksamkeit von Strafen oder Resozialisierungsprogrammen und beraten Polizei, Gerichte oder Ministerien bei neuen Sicherheits- und Überwachungskonzepten. Ergebnisse fassen sie in Forschungsberichten zusammen, veröffentlichen sie in Fach- oder Publikumsmedien und präsentieren sie auf Tagungen. An Hochschulen halten sie Vorlesungen, betreuen Studierende und nehmen Prüfungen ab. Ihre Erkenntnisse schaffen die Basis für evidenzbasierte Kriminalpolitik.

Ausbildung & Zugang

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Kriminologe/KriminologinAktueller Beruf

Häufige Fragen

Was verdient man als Kriminologe/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.631 € brutto im Monat. Mit Erfahrung kannst du zwischen 4.491 € und 6.834 € verdienen.

Wie sind die Berufsaussichten als Kriminologe/in?

Die Berufsaussichten als Kriminologe/in sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Bis 2040 wird es für Arbeitgeber schwieriger, Fachkräfte zu finden, sodass die Konkurrenz unter Bewerbern langfristig sinkt. Aktuell ist der Fachkräftemangel jedoch gering — offene Stellen werden schnell besetzt, und es gibt weniger Altersabgänge als in vielen anderen Berufen.

Welche digitalen Skills braucht man als Kriminologe/in?

Kriminologen/innen sollten routiniert mit Datenanalyse-Software umgehen können, um große Datenmengen automatisiert auszuwerten. Weitere typische Tools reichen von 3-D-Laserscannern zur digitalen Tatortvermessung über Audio-Mining-Systeme bis zu Dokumentenmanagementsystemen, in denen du Gutachten archivierst. Beim Lehren kommen oft Blended-Learning-Plattformen oder MOOCs zum Einsatz.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Kriminologe/in?

Büro- und Bildschirmarbeit prägen den Alltag, etwa beim Auswerten von Statistiken oder Verfassen von Gutachten. Hinzu kommen regelmäßiger Kundenkontakt mit Behörden, Justizvollzugsanstalten oder Interviewpartnern sowie Verantwortung für Präventionskonzepte, die Menschen direkt betreffen. Wer an Hochschulen arbeitet, steht außerdem in Unterrichts- und Schulungsräumen vor Studierenden.

Womit arbeitet man als Kriminologe/in?

Zum Arbeitswerkzeug gehören Kriminalitätsstatistiken, Strafakten und standardisierte Interviewleitfäden, die du mit PC und kriminologischen Datenbanksystemen auswertest. Auch biografische Daten, Gutachten, Gesetzestexte, Beamer für Präsentationen und weiteres Büroequipment stehen täglich auf dem Schreibtisch.

Kann man sich als Kriminologe/in selbständig machen?

Ja, eine Selbständigkeit ist möglich. Viele Kriminologen/innen arbeiten freiberuflich als kriminologische Sachverständige und erstellen Gutachten oder Risikoanalysen für Gerichte, Behörden oder Unternehmen.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Kriminologe/in?

Um fachlich am Ball zu bleiben, bieten sich Kurse in Soziologie, angewandter Psychologie oder fortgeschrittenen Statistikprogrammen an. Damit vertiefst du Forschungstechniken und Wahrscheinlichkeitsrechnung und kannst neue Themenfelder wie IT-Forensik erschließen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Kriminologe/in?

Mit einem Masterabschluss in Kriminologie oder Psychologie kannst du Projekt- oder Teamleitungen übernehmen. Eine Promotion öffnet Türen zu leitenden Forschungsstellen in Ministerien oder privaten Instituten, und für eine Professur an der Hochschule ist meist eine Habilitation erforderlich.

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