Kriminologie (Master)
Auch bekannt als: Kriminologe/Kriminologin · Criminologist (m/f)
Über den Beruf
Kriminologen und Kriminologinnen erforschen Ursachen und Erscheinungsformen von Kriminalität und entwickeln Präventionsstrategien. Dafür sichten sie Kriminalitätsstatistiken, Strafakten und wissenschaftliche Studien, führen Interviews mit Täter- und Opfergruppen und werten die Daten mit empirischen sowie automatisierten Analyseverfahren aus. Häufig leiten sie dazu auch Feldstudien in Justizvollzugsanstalten oder Kommunen. Sie entwickeln Kriminalitätstheorien, prüfen die Wirksamkeit von Strafen oder Resozialisierungsprogrammen und beraten Polizei, Gerichte oder Ministerien bei neuen Sicherheits- und Überwachungskonzepten. Ergebnisse fassen sie in Forschungsberichten zusammen, veröffentlichen sie in Fach- oder Publikumsmedien und präsentieren sie auf Tagungen. An Hochschulen halten sie Vorlesungen, betreuen Studierende und nehmen Prüfungen ab. Ihre Erkenntnisse schaffen die Basis für evidenzbasierte Kriminalpolitik.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen5
- Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, häufig in Psychologie oder einer inhaltlich naheliegenden Disziplin, z.B. Rechtswissenschaft
- Bei weiterbildenden Studiengängen mind. 1 Jahr Berufspraxis
- Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
- Je nach Hochschule Auswahl nach Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium
- Ggf. Englischkenntnisse
Passende Studiengänge4
Studienangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Kriminologe/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.631 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 4.491 € und 6.834 €.
Wie sind die Berufsaussichten als Kriminologe/in?
Die Berufsaussichten als Kriminologe/in sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Bis 2040 wird es für Arbeitgeber schwieriger, Fachkräfte zu finden; die Konkurrenz unter Bewerbern sinkt langfristig. Aktuell ist der Fachkräftemangel jedoch gering, offene Stellen werden meist schnell besetzt. Zudem gibt es weniger Altersabgänge als in vielen anderen Berufen.
Welche digitalen Skills braucht man als Kriminologe/in?
Gute digitale Kompetenzen sind Pflicht. Du arbeitest mit Datenanalyse-Tools, Dokumentenmanagement-Systemen und Formularplattformen, nutzt 3-D-Laserscanning für Tatortaufnahmen und setzt Audio-Mining ein, um Interviews automatisch auszuwerten. In der Lehre kommen Blended-Learning-Konzepte, MOOCs und frei verfügbare Open Educational Resources zum Einsatz.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Kriminologe/in?
Die Tätigkeit kombiniert Bildschirmarbeit im Büro mit Terminen in Besprechungsräumen, Unterrichtsveranstaltungen und gelegentlicher Arbeit an Tatorten. Du trägst Verantwortung für Personen, berätst Behörden oder Justiz und stehst regelmäßig im Kunden- und Interviewkontakt.
Womit arbeitet man als Kriminologe/in?
Zum Alltag gehören Kriminalitätsstatistiken, Strafakten, Interviewleitfäden und sozialwissenschaftliche Erhebungen. Technisch nutzt du PC, Internetzugang, Telefon, Beamer und spezialisierte kriminologische Datenbanken, um Ergebnisse zu sichern, auszuwerten und zu präsentieren.
Kann man sich als Kriminologe/in selbständig machen?
Ja, Kriminologinnen und Kriminologen können sich zum Beispiel als kriminologische Sachverständige freiberuflich selbständig machen.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Kriminologe/in?
Du kannst dich fachlich in Soziologie, Psychologie oder Statistik vertiefen, spezielle Statistikprogramme erlernen oder Seminare zu Forschung und Entwicklung belegen. Solche Kurse halten dich methodisch auf dem neuesten Stand und erweitern dein Profil für Forschung, Beratung oder Lehre.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Kriminologe/in?
Ein Promotionsstudium in Kriminologie oder Psychologie öffnet Türen zu Leitungsfunktionen in Forschungseinrichtungen und Ministerien. Wer eine Professur anstrebt, benötigt meist zusätzlich eine Habilitation, um Lehre und große Forschungsprojekte eigenverantwortlich zu führen.
