Kranmonteur/Kranmonteurin
Auch bekannt als: Kranschlosser/in
Über den Beruf
Kranmonteure und Kranmonteurinnen fertigen aus Stahlplatten, Profilen und Blechen die Einzelteile eines Krans und verschweißen oder verschrauben sie zu Baugruppen. Dabei richten sie sich nach Kundenvorgaben und technischen Zeichnungen. Anschließend montieren sie komplette Bau-, Industrie- oder Hafenkrane, installieren Antriebe, Hebezeuge, hydraulische Aggregate und elektronische Steuerungen. Bei der Endmontage prüfen sie Bodenverhältnisse, richten Turmsegmente aus und sichern die Anlage gegen Wind. Nach der Inbetriebnahme warten sie die Krananlagen, wechseln Schläuche, schmieren Lager, ersetzen defekte Sensoren und führen Fehlerprotokolle. Bei Störungen analysieren sie Mechanik, Elektronik und Hydraulik mit Messgeräten und beheben die Ursache. Stillgelegte Krane zerlegen sie, machen die Bauteile transportfähig und bauen die Anlage an einem neuen Standort wieder auf.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Für den Einstieg wird oft eine abgeschlossene Ausbildung im Metallbau, in der Baumaschinentechnik oder in der Mechanik vorausgesetzt.
Zugangswege
Stellenangebote
Aktuelle Stellenangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Kranmonteur/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.579 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung und Region kannst du zwischen 3.076 € und 4.229 € verdienen.
Wie sind die Berufsaussichten als Kranmonteur/in?
Die Berufsaussichten als Kranmonteur/in sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch, offene Stellen sind schwer zu besetzen – das verbessert deine Chancen. Viele Altersabgänge stehen an, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Allerdings schrumpft die Beschäftigung bis 2040, langfristig könnte der Arbeitsmarkt also etwas enger werden.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Kranmonteur/in?
Der Arbeitsalltag wechselt zwischen handwerklichen Tätigkeiten in der Werkhalle und Montageeinsätzen auf Baustellen unter freiem Himmel. Du trägst Schutzbrille, Gehörschutz und Absturzsicherung und arbeitest oft in größerer Höhe bei starkem Maschinenlärm. Öl, Fett und Funkenflug gehören dabei ebenso dazu wie das Bedienen von Hebebühnen und Schweißgeräten.
Womit arbeitet man als Kranmonteur/in?
Kranmonteur/innen nutzen Hebebühnen, Schweißgeräte, Luftdruckschrauber sowie Mess- und Kontrollgeräte, um Bauteile passgenau zu montieren. Als Unterlagen dienen technische Zeichnungen, Anlagebeschreibungen und Fehlerprotokolle. Verbrauchsmaterialien wie Dichtungen, Schläuche oder Filter kommen regelmäßig zum Einsatz.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Kranmonteur/in?
Nach der Gesellenzeit kannst du dich in Hydraulik, Pneumatik oder hybrider Steuerungstechnik spezialisieren. Auch Kurse in Schlosserei, Stahl- und Metallbau oder elektrischer Mess-, Steuer- und Regelungstechnik vertiefen dein Know-how. Wer seinen Horizont erweitern will, belegt Seminare zur Wartung und Instandhaltung von Baumaschinen.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Kranmonteur/in?
Mit Berufserfahrung bietet sich die Aufstiegsweiterbildung zum/r Metallbauermeister/in oder zum/r Techniker/in für Metallbautechnik an, wodurch du Montage-Teams leiten oder Fertigungsprozesse planen kannst. Ein Bachelor- oder Masterstudium in Fahrzeugtechnik öffnet dir darüber hinaus den Weg in Konstruktion und Entwicklung, etwa bei Kranherstellern. Beide Wege verbessern deine Chancen auf leitende Positionen und ein höheres Gehalt.
