Konsortialreferent/Konsortialreferentin
Über den Beruf
Konsortialreferenten und Konsortialreferentinnen strukturieren Großkredite, an denen sich mehrere Banken beteiligen. Sie entwickeln Finanzierungskonzepte für Großprojekte, prüfen die wirtschaftliche Lage der Kundschaft und kalkulieren Risiken sowie Ertragspotenziale für das eigene Institut. Auf Basis ihrer Analysen sprechen sie potenzielle Konsortialpartner an, verhandeln Kreditbeträge, Laufzeiten und Sicherheiten und halten die Ergebnisse in detaillierten Konsortialverträgen fest. Während der Laufzeit überwachen sie Zahlungs- und Berichtspflichten, gleichen Daten mit Marktanalysen ab und informieren die Geschäftsleitung über Abweichungen. Häufig übernehmen sie die Konsortialführung und koordinieren die Zusammenarbeit der beteiligten Häuser. Interne Aufgaben wie Kosten- und Ertragsrechnungen, rechtliche Prüfungen und administrative Abläufe ergänzen den Alltag. Am Ende steht der genehmigte Kredit, mit dem Industrieanlagen, Flughäfen oder Windparks realisiert werden können.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Für den Zugang wird oft eine betriebswirtschaftliche Weiterbildung im Bereich Bank- und Finanzdienstleistungen oder ein passendes Studium vorausgesetzt.
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Konsortialreferent/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 6.566 € brutto im Monat. Mit wachsender Erfahrung, Unternehmensgröße und Standort kannst du Beträge deutlich oberhalb von 5.154 € erreichen.
Wie sind die Berufsaussichten als Konsortialreferent/in?
Die Berufsaussichten als Konsortialreferent/in sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist aktuell hoch, offene Stellen sind daher schwer zu besetzen – ein Pluspunkt für Bewerber/innen. Viele Altersabgänge stehen bevor, wodurch weitere Positionen frei werden. Langfristig schrumpft die Gesamtbeschäftigung allerdings und Arbeitgeber finden voraussichtlich schneller Personal, sodass die Konkurrenz bis 2040 zunehmen kann.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Konsortialreferent/in?
Der Job spielt sich überwiegend in Büroräumen oder im Homeoffice am Bildschirm ab, doch regelmäßige Kundentermine sorgen für Abwechslung. Hohe Verantwortung für Sachwerte und das Einhalten komplexer gesetzlicher Vorgaben prägen den Arbeitsalltag, ebenso wie Verhandlungen unter den Augen von Kundschaft und Konsortialpartnern.
Womit arbeitet man als Konsortialreferent/in?
Zum Handwerkszeug gehören PC, Internetzugang und Telefon genauso wie umfangreiche Unterlagen – etwa Kredit- und Konsortialverträge, Risikoanalysen oder Finanzierungspläne. Diese Dokumente bearbeitest du digital und analog, um Konditionen zu prüfen und Verträge auf den Weg zu bringen.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Konsortialreferent/in?
Fachseminare zu Finanzierungsformen, Leasing, Factoring oder Wertpapierhandel helfen dir, neueste Markttrends abzudecken. Vertiefungen in Anlage- und Vermögensberatung, Bank- oder Versicherungsrecht sowie Marktforschung erweitern dein Know-how und machen dich für größere Mandate attraktiv.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Konsortialreferent/in?
Ein berufsbegleitendes Masterstudium in Bank- und Finanzdienstleistungen oder Wirtschaftsrecht eröffnet dir den Zugang zu komplexeren Projekten und höheren Gehaltsstufen. Mit einer anschließenden Promotion kannst du in Forschung oder Hochschullehre wechseln. Innerhalb der Bank sind zudem Leitungspositionen wie Team- oder Abteilungsleitung im Corporate-Finance-Bereich möglich.
