Kaufmann/Kauffrau für Digitalisierungsmanagement – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Kaufmann/Kauffrau für Digitalisierungsmanagement

Auch bekannt als: Entwickler/in digitales Business · EDV-Kaufmann/-frau · Digitalisation manager (m/f)

BerufsfeldIT & Digitales
Arbeitsortein Büro- und Besprechungsräumen · beim Kunden · in Schulungs- und Unterrichtsräumen · im Homeoffice bzw. mobil
Dauer3 Jahre
Ausbildungsplätze397

Über den Beruf

Kaufleute für Digitalisierungsmanagement analysieren Daten und Geschäftsprozesse, identifizieren Verbesserungspotenziale und entwickeln digitale Lösungen. Sie ermitteln den Bedarf an Hard- und Software, vergleichen Angebote nach Kosten und Leistung und verhandeln Verträge mit Anbietern. Gibt es kein passendes Standardprodukt, koordinieren sie die Entwicklung individueller Anwendungen, begleiten Tests und dokumentieren Ergebnisse. Nach der Beschaffung installieren sie Systeme gemeinsam mit Technikteams, richten Cloud-Dienste oder ERP-Module (Software für Unternehmenssteuerung) ein und schulen Anwender. Auftretende Störungen analysieren sie, beheben Fehler und pflegen Support-Datenbanken. Gleichzeitig setzen sie Richtlinien für IT-Sicherheit und Datenschutz um, überprüfen Verschlüsselungen und führen Audits durch. Mit ihrem Mix aus kaufmännischem Denken und IT-Know-how treiben sie die digitale Weiterentwicklung von Buchhaltung, Einkauf oder Vertrieb voran und sichern so effiziente, datenbasierte Abläufe im Unternehmen.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAnerkannter Ausbildungsberuf
AusbildungsartDuale Ausbildung in Industrie und Handel (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
Dauer3 Jahre
Zugangsvoraussetzungen1
  • Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Kaufmann/Kauffrau für Digitalisierungsmanagement?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.748 € brutto im Monat. Mit Erfahrung und je nach Region sind zwischen 3.671 € und 6.386 € möglich.

Wie viel verdient man in der Ausbildung als Kaufmann/Kauffrau für Digitalisierungsmanagement?

Während deiner Ausbildung steigt die Vergütung von Jahr zu Jahr. Im ersten Lehrjahr kannst du mit etwa 1.241 € rechnen, im zweiten mit 1.293 € und im dritten mit 1.393 €. Im Schnitt macht das rund 1.307 € brutto pro Monat.

Wie lange dauert die Ausbildung als Kaufmann/Kauffrau für Digitalisierungsmanagement?

Die duale Ausbildung dauert regulär 3 Jahre. Bei sehr guten Leistungen lässt sie sich in Absprache mit Betrieb und Berufsschule um bis zu ein halbes Jahr verkürzen.

Welche Schulfächer sind wichtig für Kaufleute für Digitalisierungsmanagement?

Besonders hilfreich sind Mathematik, Informatik, Wirtschaft, Deutsch und Englisch. Gute Mathe- und IT-Kenntnisse erleichtern dir Datenanalysen, während Englisch beim Umgang mit internationaler Fachliteratur und Softwaredokumentationen nützlich ist.

Wie sind die Berufsaussichten als Kaufmann/Kauffrau für Digitalisierungsmanagement?

Die Berufsaussichten als Kaufmann/Kauffrau für Digitalisierungsmanagement sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, das spielt Jobsuchenden in die Karten. Zugleich sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, weil Unternehmen länger nach passenden Kräften suchen. Einziger Wermutstropfen: Es gibt weniger Altersabgänge als in anderen Berufen, sodass etwas weniger Ruhestandsstellen frei werden.

Welche digitalen Skills braucht man als Kaufmann/Kauffrau für Digitalisierungsmanagement?

Gefordert ist ein breites digitales Toolkit. Du solltest Cloud-Computing-Services beurteilen, Augmented-Analytics-Tools zur automatisierten Datenanalyse einsetzen und wissen, wie sich Data-Warehouse- oder Blockchain-Lösungen in Geschäftsprozesse integrieren lassen. Auch Themen wie Chatbots, Data-Driven Marketing und Demand Sensing stehen häufig auf der Agenda.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Kaufmann/Kauffrau für Digitalisierungsmanagement?

Der Arbeitsalltag spielt sich überwiegend am Bildschirm und in Besprechungsräumen ab. Du wechselst dabei ständig zwischen Analysen, Konzeptarbeit und Kundengesprächen – mal im Büro, mal beim Kunden, gelegentlich auch im Homeoffice. Wer lange Computerphasen mag und den direkten Kontakt zu Anwender/innen schätzt, fühlt sich hier wohl.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Kaufleute für Digitalisierungsmanagement?

Nach der Ausbildung kannst du dein Know-how gezielt ausbauen. Gefragt sind Lehrgänge in IT-Projektmanagement, System- und Netzwerkadministration, Software-Testmanagement sowie IT-Sicherheit und Datenschutz. Solche Spezialisierungen ebnen dir den Weg zu Positionen wie Projektleitung oder Security-Consulting.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Kaufmann/Kauffrau für Digitalisierungsmanagement?

Für den Aufstieg bieten sich vor allem berufsbegleitende Fortbildungen an. Mit einer Prüfung zum/zur Techniker/in für Informatik – etwa mit Schwerpunkt IT-Sicherheit, Netzwerktechnologie oder Künstliche Intelligenz – kannst du Fach- oder Projektleitungsaufgaben übernehmen. Alternativ qualifiziert dich der Abschluss Betriebswirt/in (Fachschule) – Informationsverarbeitung für betriebswirtschaftliche Leitungsfunktionen.

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