Investmentfondskaufmann/Investmentfondskauffrau – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Investmentfondskaufmann/Investmentfondskauffrau

Auch bekannt als: Finanzdienstleistungskaufmann/-frau · Investment fund specialist (m/f)

BerufsfeldWirtschaft & Finanzen
Arbeitsortein Büroräumen/Großraumbüros · in Besprechungszimmern · im Homeoffice bzw. mobil
Dauer3 Jahre
Ausbildungsplätze2

Über den Beruf

Investmentfondskaufleute analysieren internationale Geld-, Kapital- und Wertpapiermärkte und unterstützen Fondsmanager/innen beim Aufbau sowie bei der laufenden Steuerung von Investmentfonds. Sie prüfen Unternehmenszahlen, bewerten Wechselkursrisiken oder Immobilienstandorte und entwickeln daraus Anlagestrategien. Anschließend buchen sie Kauf- und Verkaufsaufträge, berechnen tägliche Inventarwerte, Anteilspreise und anfallende Steuern. Kund/innen beraten sie persönlich oder digital, planen maßgeschneiderte Angebote und betreuen Depots über die gesamte Laufzeit. Für Aufsichtsbehörden und interne Stellen fertigen sie Reports, während sie parallel Vertriebskanäle pflegen und Marketingaktionen koordinieren. Moderne Werkzeuge wie Dokumentenmanagementsysteme, Robo-Advisor oder Algorithmic-Trading-Software unterstützen sie dabei, große Datenmengen schnell auszuwerten und Prozesse zu automatisieren.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAnerkannter Ausbildungsberuf
AusbildungsartDuale Ausbildung im Kreditgewerbe (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
Dauer3 Jahre
Zugangsvoraussetzungen1
  • Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Investmentfondskaufmann/-frau?

Investmentfondskaufleute verdienen typischerweise 4.894 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.645 € und 6.523 €. Größere Finanzhäuser und tarifgebundene Betriebe zahlen oft eher am oberen Rand der Spanne.

Wie lange dauert die Ausbildung als Investmentfondskaufmann/-frau?

Die duale Ausbildung ist auf drei Jahre angelegt. Bei passenden betrieblichen Abläufen kann sie in Einzelfällen verkürzt oder in Teilzeit absolviert werden, das entscheidet aber die IHK gemeinsam mit deinem Ausbildungsbetrieb.

Welche Schulfächer sind wichtig für Investmentfondskaufleute?

Mathematik, Wirtschaft, Deutsch und Englisch gehören zu den Kernfächern. Du brauchst Mathe für Preisberechnungen, Wirtschaftskenntnisse für Bilanzanalysen, Deutsch für Berichte und Englisch, um internationale Marktinformationen auszuwerten.

Wie sind die Berufsaussichten als Investmentfondskaufmann/-frau?

Die Berufsaussichten als Investmentfondskaufmann/-frau sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist aktuell hoch – offene Stellen sind also schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Zusätzlich werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch weitere Positionen frei werden. Langfristig schrumpft die Beschäftigung bis 2040 und Arbeitgeber finden schneller Personal, sodass die Konkurrenz unter Bewerbenden zunehmen dürfte.

Welche digitalen Skills braucht man als Investmentfondskaufmann/-frau?

Digitale Kompetenz ist Pflicht: Du arbeitest mit Dokumentenmanagementsystemen, automatisierst Fondverträge über Vertragsgeneratoren und nutzt Smart Contracts für rechtssichere Abschlüsse. Robo-Advisors und Algorithmen zur Kreditwürdigkeitsprüfung liefern dir datenbasierte Entscheidungshilfen, die du verstehen und gezielt einsetzen musst.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Investmentfondskaufmann/-frau?

Die Arbeit ist stark bildschirmlastig und spielt sich meist in Büro- oder Großraumbüros ab. Unregelmäßige Arbeitszeiten können vorkommen, wenn du internationale Märkte verfolgst, und du wechselst häufig zwischen Sachbearbeitung, Analyse und Kundengesprächen. Dabei trägst du Verantwortung für hohe Geldbeträge und arbeitest eng im Team.

Womit arbeitet man als Investmentfondskaufmann/-frau?

Zum Alltag gehören Finanzinstrumente wie Aktien-, Renten- und Immobilienfonds sowie Marktanalysen und Wertpapierstammdaten. Technisch nutzt du PC, Internet, Telefon und Videokonferenztools, ergänzt um spezielle Analyse- und Buchhaltungssoftware. Gesetzestexte wie das Wertpapierhandelsgesetz liegen oft digital griffbereit.

Kann man sich als Investmentfondskaufmann/-frau selbständig machen?

Ja, eine Selbständigkeit ist möglich, etwa als Investmentberater/in, Finanzdienstleistungsberater/in oder Börsenmakler/in. Viele Entscheiden sich für Franchise-Modelle großer Finanzdienstleister oder gründen mit Unterstützung von Verbänden wie dem BVI ihren eigenen Beratungsservice.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Investmentfondskaufmann/-frau?

Du kannst dich über IHK-Prüfungen zum/zur Bankfachwirt/in oder Betriebswirt/in für Finanzen und Investment weiterqualifizieren und damit Führungsaufgaben übernehmen. Ein anschließendes Bachelorstudium in Bank- und Finanzdienstleistungen eröffnet zusätzliche Karrierewege, etwa in das Fondsmanagement oder in leitende Controlling-Positionen.

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