Geprüfter Bankfachwirt/Geprüfte Bankfachwirtin – Arbeitsumfeld
Weiterbildung

Geprüfter Bankfachwirt/Geprüfte Bankfachwirtin

Auch bekannt als: Bankfachwirt/in · Banking specialist (m/f)

BerufsfeldWirtschaft & Finanzen
Arbeitsortein Büroräumen · in Schalterhallen · beim Kunden (in Privatwohnungen oder in Besprechungsräumen von Betrieben) · im Homeoffice bzw. mobil
Dauer6 Monate bis 2,5 Jahre
Offene Stellen343

Über den Beruf

Bankfachwirte und Bankfachwirtinnen steuern Kreditgeschäfte, beraten Firmen- sowie vermögende Privatkunden und überwachen Risiken. Sie prüfen Bilanzen, bewerten Sicherheiten und fertigen Kreditvorlagen an. Für Anlage- und Finanzierungsentscheidungen entwickeln sie passgenaue Konzepte, wobei sie Steuern, Liquidität und Kapitalmärkte einbeziehen. Mithilfe von Business-Process- und Dokumentenmanagementsystemen digitalisieren sie Abläufe, nutzen algorithmische Ratings und Fraud-Detection-Tools und betreuen auch Geschäfte, die über Vergleichsportale oder API-Banking abgeschlossen wurden. Im Treasury handeln sie Devisen, Edelmetalle und Wertpapiere, managen die Bankenliquidität und begleiten Import- sowie Exportfinanzierungen. Intern erstellen sie Controllingberichte, unterstützen Revisionen und achten auf Geldwäsche- sowie Kapitalmarktrecht. In leitender Funktion planen sie Personal, schulen Teams und verbessern Workflows. Durch diese Mischung aus Beratung, Risikomanagement und Prozesssteuerung sichern sie die Ertragskraft ihres Instituts.

Ausbildung & Zugang

BerufstypWeiterbildungsberuf: Fachwirt/in
AusbildungsartWeiterbildungsprüfung nach bundesweit einheitlicher Regelung.
Dauer6 Monate bis 2,5 Jahre
Zugangsvoraussetzungen4
  • I.d.R. Abschluss als Bankkaufmann/-frau oder Sparkassenkaufmann/-frau
  • Oder Abschluss in einem anderen anerkannten kaufmännischen oder verwaltenden Ausbildungsberuf
  • Zusätzlich entsprechende einschlägige Berufspraxis
  • Alternativ mind. 6 Jahre Berufspraxis mit wesentlichen Bezügen zu Aufgaben der Kreditwirtschaft

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Bankfachwirt/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 6.343 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 5.142 € und {{entgeltQ75}} €. Mit Leitungsverantwortung oder in großen Finanzzentren kann dein Einkommen noch höher ausfallen.

Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Bankfachwirt/in?

Die Weiterbildung dauert je nach Lehrgangsform zwischen 6 Monaten und rund 2,5 Jahren. Wählst du einen Vollzeit-Crashkurs, bist du deutlich schneller fertig als in einer berufsbegleitenden Teilzeit- oder Fernlernvariante.

Wie sind die Berufsaussichten als Bankfachwirt/in?

Die Berufsaussichten als Bankfachwirt/in sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist aktuell hoch — offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, sodass zusätzliche Positionen frei werden. Bis 2040 schrumpft die Beschäftigung jedoch und Arbeitgeber finden voraussichtlich leichter Personal, wodurch die Konkurrenz unter Bewerber/innen langfristig zunimmt.

Welche digitalen Skills braucht man als Bankfachwirt/in?

Bankfachwirte/innen müssen komplexe IT-Systeme souverän bedienen. Du greifst auf Daten im digitalen Grundbuch zu, steuerst Controlling- und Personalprozesse über ERP-Software und verwaltest für Kund/innen bei Bedarf auch Kryptowährungen.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Bankfachwirt/in?

Der Job spielt sich überwiegend in Büroräumen oder Schalterhallen ab und beinhaltet viel Bildschirmarbeit. Du übernimmst Verantwortung für Mitarbeiter/innen und hohe Sachwerte, hast intensiven Kundenkontakt und musst dabei häufig schnell fundierte Entscheidungen treffen.

Womit arbeitet man als Bankfachwirt/in?

Zum täglichen Handwerkszeug gehören PC, Internet, Telefon und Videokonferenz-Tools. Außerdem nutzt du Kredit- und Anlageunterlagen, Kundendaten sowie Rechtsvorschriften, um Entscheidungen abzusichern; in Filialen kommen auch Geldzählgeräte oder Kassensysteme zum Einsatz.

Kann man sich als Bankfachwirt/in selbständig machen?

Eine Selbständigkeit ist durchaus möglich. Häufig wählen Bankfachwirte/innen den Weg als Finanzdienstleistungsberater/in oder Börsenhändler/in; mit Erfahrung kannst du dich auch als Versicherungsagent/in, Baufinanzierungsberater/in oder Immobilienmakler/in positionieren.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Bankfachwirte/innen?

Fachseminare zu Anlage- und Vermögensberatung, Wertpapierhandel oder Immobilienwirtschaft halten dein Know-how frisch. Ergänzend kannst du dich in Bank- oder Versicherungsrecht, Controlling oder interner Revision spezialisieren und so neue Aufgabenfelder erschließen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Bankfachwirt/in?

Ein klassischer Schritt ist die Aufstiegsweiterbildung zum/zur Bankbetriebswirt/in. Alternativ kannst du den Betriebswirt (Fachschule) – Bank oder den Betriebswirt/in (BBiG) bzw. Master Professional in Business Management absolvieren. Dein Fachwirt-Abschluss öffnet dir zudem den Zugang zu einem Bachelorstudium im Bereich Bank oder Finanzdienstleistungen, das weitere Karrierewege eröffnet.

343 Stellenangebote ansehen