Interfacedesigner/Interfacedesignerin – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Interfacedesigner/Interfacedesignerin

Auch bekannt als: UI-Designer/in · User interface designer (m/f)

BerufsfeldDesign & Gestaltung
Arbeitsortein Büro- und Besprechungsräumen · im Homeoffice bzw. mobil
Offene Stellen15

Über den Beruf

Interfacedesigner/innen gestalten Bedienoberflächen für Software, Maschinensteuerungen und digitale Geräte. Sie analysieren technische, ergonomische und ästhetische Anforderungen, prüfen rechtliche sowie wirtschaftliche Rahmenbedingungen und entwickeln daraus Konzepte für Displays, Menüs oder Touchpanels. In Usability-Tests untersuchen sie, wie leicht sich ein Prototyp bedienen lässt, werten die Ergebnisse aus und passen Layout, Navigation oder Schriftgrößen an. Anschließend erstellen sie Styleguides, damit Programmierer/innen und Grafikteams das Design konsistent umsetzen. Häufig übertragen sie auch Elemente der Corporate Identity auf Apps, Webportale oder Augmented-Reality-Anwendungen. Bestehende Systeme – vom Flugzeugcockpit bis zum Fahrkartenautomaten – untersuchen sie auf Schwachstellen und erarbeiten Optimierungsvorschläge. Bei besonders komplexen Mensch-Maschine-Systemen wie Chirurgierobotern beraten sie Unternehmen und koordinieren interdisziplinäre Projektteams.

Ausbildung & Zugang

Zugang zum Beruf

Für den Einstieg wird i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium im Bereich Mensch-Maschine-Interaktion, Interfacedesign erwartet. Für Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben ist meist ein Masterstudium erforderlich. In Wissenschaft und Forschung wird häufig ein Doktorgrad vorausgesetzt, je nach Fachrichtung z.B. Dr. phil.; dafür braucht man i.d.R. einen Hochschulabschluss wie Master oder Staatsexamen sowie ein Promotionsverfahren mit Dissertation und mündlicher Prüfung. Teilweise ist darüber hinaus eine Habilitation nötig, um ein Fach an einer Hochschule in Forschung und Lehre zu vertreten; dafür werden u.a. Promotion, Habilitationsschrift, mündliche Prüfung und mehrere wissenschaftliche Veröffentlichungen verlangt.

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Interfacedesigner/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.770 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Branche und Region kannst du zwischen 3.059 € und 4.919 € verdienen.

Ist der Beruf als Interfacedesigner/in körperlich anstrengend?

Der Job ist überwiegend sitzend und damit körperlich wenig belastend. Du brauchst jedoch gesunde Arme und Hände, um Skizzen oder Mock-ups anzufertigen, sowie ein sicheres Farbsehvermögen, damit Farbschemata auf Bildschirmen stimmig wirken.

Wie sind die Berufsaussichten als Interfacedesigner/in?

Die Berufsaussichten als Interfacedesigner/in sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist gering – offene Stellen werden meist schnell besetzt, sodass die Konkurrenz unter Bewerbenden eher hoch ist. Zudem werden weniger Altersabgänge erwartet als in vielen anderen Berufen, was das Jobangebot etwas begrenzt.

Welche digitalen Skills braucht man als Interfacedesigner/in?

Digitale Kompetenzen sind das Herzstück dieses Berufs. Du entwickelst etwa Touchscreen-Oberflächen für Produktions-Apps, entwirfst AR-Interfaces für Datenbrillen oder gestaltest Bedienflächen für Consent-Management- und Content-Automation-Plattformen. Erfahrung mit Crowdpublishing-Portalen oder chirurgischer Navigation verschafft dir zusätzliche Pluspunkte.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Interfacedesigner/in?

Die Arbeit findet vor allem am Bildschirm in Büro- oder Homeoffice-Umgebungen statt und läuft eng verzahnt im Team ab. Du hast häufig Kundenkontakt und musst mitunter unregelmäßige Arbeitszeiten einplanen, wenn Deadlines näher rücken.

Womit arbeitet man als Interfacedesigner/in?

Zum Werkzeugkoffer gehören leistungsstarke PCs mit 2D- und 3D-Designsoftware, hochauflösende Monitore sowie Layout- und Präsentationstools. Außerdem nutzt du Fachwebsites, Grafiken, CAD-Modelle, Styleguides und präsentierst deine Entwürfe per Beamer oder Laserdrucker.

Kann man sich als Interfacedesigner/in selbständig machen?

Ja, das ist möglich. Viele Interfacedesigner/innen gründen eigene Design- oder Digitalagenturen oder arbeiten freiberuflich als Softwareentwickler/innen.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Interfacedesigner/in?

Regelmäßige Weiterbildung hält dich auf dem neuesten Stand. Beliebt sind Kurse zu Web- und App-Programmierung, Mediengestaltung, Computergrafik, Multimedia-Produktion oder IT-Projektmanagement, mit denen du dein Portfolio erweitern kannst.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Interfacedesigner/in?

Karrieresprünge eröffnen sich vor allem über höhere akademische Abschlüsse. Ein Master in Mensch-Maschine-Interaktion, Interfacedesign, Softwaretechnik oder Informatik qualifiziert dich für Leitungsaufgaben und komplexe Projekte. Wer an einer Hochschule lehren oder forschen will, setzt meist noch eine Promotion und später eventuell eine Habilitation obendrauf.

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