Mensch-Maschine-Interaktion, Interfacedesign (Master)
Auch bekannt als: Interfacedesigner/in · UI-Designer/in · User interface designer (m/f)
Über den Beruf
Interfacedesigner/innen gestalten Bedienoberflächen für Software, Maschinensteuerungen und digitale Geräte. Sie analysieren technische, ergonomische und ästhetische Anforderungen, prüfen rechtliche sowie wirtschaftliche Rahmenbedingungen und entwickeln daraus Konzepte für Displays, Menüs oder Touchpanels. In Usability-Tests untersuchen sie, wie leicht sich ein Prototyp bedienen lässt, werten die Ergebnisse aus und passen Layout, Navigation oder Schriftgrößen an. Anschließend erstellen sie Styleguides, damit Programmierer/innen und Grafikteams das Design konsistent umsetzen. Häufig übertragen sie auch Elemente der Corporate Identity auf Apps, Webportale oder Augmented-Reality-Anwendungen. Bestehende Systeme – vom Flugzeugcockpit bis zum Fahrkartenautomaten – untersuchen sie auf Schwachstellen und erarbeiten Optimierungsvorschläge. Bei besonders komplexen Mensch-Maschine-Systemen wie Chirurgierobotern beraten sie Unternehmen und koordinieren interdisziplinäre Projektteams.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen5
- Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist in Mensch-Maschine-Interaktion oder Interfacedesign
- Bei weiterbildenden Studiengängen mind. 1 Jahr Berufspraxis
- Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
- Je nach Hochschule Auswahl nach Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium
- Ggf. Englischkenntnisse
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Interfacedesigner/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.770 € brutto im Monat. Mit Erfahrung kannst du zwischen 3.059 € und 4.919 € verdienen.
Ist der Beruf als Interfacedesigner/in körperlich anstrengend?
Der Job ist vor allem Bildschirm- und Schreibtischarbeit und damit körperlich wenig belastend. Du solltest allerdings über ein gutes Farbsehvermögen verfügen und deine Hände frei einsetzen können, etwa um Skizzen anzufertigen oder am Grafiktablet zu arbeiten.
Wie sind die Berufsaussichten als Interfacedesigner/in?
Die Berufsaussichten als Interfacedesigner/in sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040, was zusätzlichen Bedarf schafft. Gleichzeitig besteht nur ein geringer Fachkräftemangel – offene Stellen werden also relativ schnell besetzt und die Konkurrenz unter Bewerber/innen ist spürbar. Zudem gibt es weniger Altersabgänge als in vielen anderen Berufen, wodurch weniger Stellen nachrücken.
Welche digitalen Skills braucht man als Interfacedesigner/in?
Gefragt sind Kenntnisse in der Entwicklung von Touch- und App-Interfaces, z.B. für die Produktionsüberwachung oder Consent-Management-Plattformen. Auch Augmented-Reality-Anwendungen – etwa Datenbrillen oder AR-Filter in Social-Media-Apps – gehören inzwischen zum Aufgabenfeld. Wer zusätzlich Erfahrung mit Content-Automation oder chirurgischer Navigation sammelt, punktet bei High-Tech-Arbeitgebern.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Interfacedesigner/in?
Du arbeitest überwiegend in Büro- oder Homeoffice-Umgebungen und stimmst dich eng im Team mit Entwickler/innen, Marketing und Kundschaft ab. Projektspitzen, Deadlines und Kundenmeetings können zu unregelmäßigen Arbeitszeiten führen, dafür bleibt der Job meist ortsflexibel.
Womit arbeitet man als Interfacedesigner/in?
Zu deinem Werkzeug gehören leistungsstarke Rechner mit hochauflösenden Monitoren, Grafik- und Prototyping-Software sowie 2D-/3D-Tools für Entwürfe. Du erstellst Präsentationen, Styleguides oder Webgrafiken und greifst dabei auf Fachliteratur, Online-Datenbanken und gängige Bürohardware wie Beamer oder Telefon zurück.
Kann man sich als Interfacedesigner/in selbständig machen?
Ja, viele Interfacedesigner/innen gründen eigene Design- oder Digitalagenturen oder arbeiten freiberuflich als Software- und UI-Spezialist/innen. Selbstständige können Projektaufträge von Start-ups bis zu Industrieunternehmen übernehmen und ihr Honorar frei verhandeln.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Interfacedesigner/in?
Du kannst dich in Bereichen wie App-Entwicklung, Web-Programmierung, Computergrafik oder IT-Projektmanagement fortbilden. Auch Kurse zu Mediengestaltung oder Multimedia-Produktion halten dein Know-how auf dem neuesten Stand.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Interfacedesigner/in?
Mit einer Promotion in Mensch-Maschine-Interaktion, Softwaretechnik oder Informatik eröffnest du dir Wege in Forschung, Entwicklungsleitung oder eine Professur. Wer die akademische Laufbahn weitergehen will, kann nach der Promotion eine Habilitation anstreben und so den Sprung in eine Hochschulleitung oder ein eigenes Forschungsgebiet schaffen.
