Ingenieur/Ingenieurin für Fahrzeugtechnik – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Ingenieur/Ingenieurin für Fahrzeugtechnik

Auch bekannt als: Fahrzeugingenieur/in · Diplom-Ingenieur/Diplom-Ingenieurin (Uni) Fachrichtung KraftfahrzeugtechnikAutomotive engineer (m/f)Vehicle engineer (m/f) ·

BerufsfeldTechnik & Elektro
Arbeitsortein Büro- und Besprechungsräumen · in Werk- und Produktionshallen · in Testlabors und Prüfständen · auf Versuchsstrecken · beim Kunden · im Homeoffice bzw. mobil
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Über den Beruf

Fahrzeugingenieur/innen entwickeln Pkw, Lkw und Schienenfahrzeuge von der ersten Skizze bis zur Serie. Mit CAD konstruieren sie Fahrwerk, Antrieb, Karosserie und Elektronik, berechnen Belastungen und optimieren Sicherheit, Gewicht und Kosten. Sie stimmen sich mit Design, Marketing und Zulieferern ab, wählen Materialien und planen digital vernetzte Produktionslinien. Auf Prüfständen und Teststrecken analysieren sie Messdaten, simulieren Crash- und Fahrverhalten und verbessern die Konstruktion, bis alle Normen erfüllt sind. In der Montage überwachen sie Roboter, additive Fertigung oder Cobots, decken Schwachstellen per Toleranzmanagement auf und etablieren Qualitätsstandards. Im Kundendienst bewerten sie Schadensberichte, beraten Werkstätten und veranlassen bei Bedarf Rückrufaktionen. Erst wenn Fahrwerk, Antrieb und Elektronik jede Testreihe bestanden haben, geben Fahrzeugingenieur/innen das Modell für die Serie frei.

Ausbildung & Zugang

Zugang zum Beruf

Für den Einstieg wird i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium im Bereich Fahrzeugtechnik verlangt. Für Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben ist meist ein Masterstudium erforderlich. In Wissenschaft und Forschung werden häufig Promotion oder Habilitation vorausgesetzt; die Promotion baut i.d.R. auf einem Hochschulabschluss wie Master oder Staatsexamen auf und umfasst Dissertation sowie mündliche Prüfung, die Habilitation verlangt u.a. Promotion, Habilitationsschrift, mündliche Prüfung und mehrere wissenschaftliche Veröffentlichungen.

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Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Fahrzeugingenieur/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 7.273 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 5.929 € und {{entgeltQ75}} €.

Ist der Beruf als Fahrzeugingenieur/in körperlich anstrengend?

Der Job erfordert vor allem funktionstüchtige Arme und Hände sowie gutes Farb- und räumliches Sehvermögen. Du sitzt zwar viel am Rechner, musst aber auch Baugruppen prüfen oder Bauteile begutachten – Präzision ist wichtiger als Muskelkraft.

Wie sind die Berufsaussichten als Fahrzeugingenieur/in?

Die Berufsaussichten als Fahrzeugingenieur/in sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch, offene Stellen sind schwer zu besetzen – gut für Bewerber/innen. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch zusätzliche Positionen frei werden. Allerdings schrumpft die Gesamtbeschäftigung im Beruf bis 2040, was den Markt langfristig etwas eintrüben kann.

Welche digitalen Skills braucht man als Fahrzeugingenieur/in?

Gefragt sind Kenntnisse in 3-D-Druck, 3-D-Simulation und 3-D-Laserscanning, um Prototypen schnell zu testen. Du solltest außerdem Apps zur Prozessüberwachung, Augmented-Reality-Lösungen und Auto-ID-Systeme bedienen können sowie Aktorik und sogar 4-D-Druck im Blick haben.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Fahrzeugingenieur/in?

Die Arbeit wechselt zwischen Bildschirm-Tätigkeiten im Büro, Testläufen in Laboren und Einsätzen in Produktionshallen. Verantwortung für Teams, Kundenkontakt und Dienstreisen – auch ins Ausland – gehören oft dazu. Unregelmäßige Zeiten oder Schichtdienste können anfallen, wenn du Fertigungslinien überwachst oder Störungen behebst.

Womit arbeitet man als Fahrzeugingenieur/in?

Du hast mit kompletten Fahrzeugen und Baugruppen wie Getrieben, Elektro- oder Dieselmotoren zu tun und nutzt digital vernetzte Fertigungsstraßen, additive Fertigungssysteme und Cobots. Software für CAD-Konstruktionen, CAM-Programmierung und rechnergestützte Qualitätssicherung ist alltägliches Handwerkzeug.

Kann man sich als Fahrzeugingenieur/in selbständig machen?

Ja, viele Fahrzeugingenieur/innen gründen ein eigenes Ingenieurbüro für Entwicklungs- oder Beratungsdienstleistungen, arbeiten freiberuflich als Sachverständige oder bieten Gutachter-Tätigkeiten an. Mit Eintragung in die Handwerksrolle ist sogar ein eigener Karosserie- oder Landmaschinenbaubetrieb möglich.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Fahrzeugingenieur/in?

Fachspezifische Kurse in Kraftfahrzeugtechnik, Produktions- oder Fertigungstechnik, Projektmanagement oder CAD vertiefen dein Know-how. Spezialisierungen in Schienenfahrzeug- oder Zweiradtechnik, Mechatronik oder Mikrotechnik können dir neue Einsatzfelder erschließen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Fahrzeugingenieur/in?

Für den Karrieresprung kommen Zusatzqualifikationen wie Schweißfachingenieur/in oder REFA-Ingenieur/in (Industrial Engineering) in Frage. Mit einem Master in Fahrzeugtechnik, Fahrzeuginformatik oder Elektromobilität kannst du Leitungspositionen übernehmen. Wer wissenschaftlich arbeiten will, strebt eine Promotion an; für eine Professur folgt darauf oft eine Habilitation.

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