Industriekeramiker/Industriekeramikerin Verfahrenstechnik – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Industriekeramiker/Industriekeramikerin Verfahrenstechnik

Auch bekannt als: Feuerfestfacharbeiter/Feuerfestfacharbeiterin . (Ausbildungsberuf bis 1985) · Industriekeramiker/inKeramiker/in - Schwerpunkt IndustriekeramikIndustrial ceramist (m/f) - process engineering ·

BerufsfeldHandwerk & Fertigung
Arbeitsortein Produktionshallen · in Lagerräumen · in Werkstätten
Dauer3 Jahre
Ausbildungsplätze29

Über den Beruf

Industriekeramiker/innen Verfahrenstechnik mischen Ton, Kaolin oder Aluminiumoxid zu exakt dosierten Arbeitsmassen, richten Formgebungsmaschinen ein und formen daraus Tassen, Fliesen oder verschleißfeste Präzisionsbauteile. Sie stellen Gipsformen und Glasuren her, gießen, pressen oder drucken die Keramik und garnieren Rohlinge von Hand. Anschließend überwachen sie das Trocknen und Brennen, regulieren Temperaturkurven und kontrollieren Sinterprozesse für technische Keramik. Nach dem Brand glasieren, dekorieren und sortieren sie die Produkte, schleifen Kanten nach und prüfen Maße, Dichte und Oberflächengüte. Digitale Systeme helfen dabei, Maschinenzustände in Echtzeit auszuwerten oder Roboter in die Glasurstrecke einzubinden. Erkenntnisse aus den Messdaten nutzen Industriekeramiker/innen, um Rezepturen zu verfeinern und Abläufe effizienter zu gestalten. Sie warten Pressen, Brennöfen und CAM-gesteuerte Zerspanungsanlagen, damit jede Charge die geforderte Qualität erreicht.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAnerkannter Ausbildungsberuf
AusbildungsartDuale Ausbildung in der Industrie (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
Dauer3 Jahre
Zugangsvoraussetzungen1
  • Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Industriekeramiker/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.542 € brutto im Monat. Mit wachsender Berufserfahrung, zusätzlicher Verantwortung oder einem Tarifvertrag kannst du zwischen 3.044 € und 4.127 € verdienen.

Wie lange dauert die Ausbildung zur/zum Industriekeramiker/in?

Die duale Ausbildung umfasst 3 Jahre. Sie findet abwechselnd im Betrieb und in der Berufsschule statt.

Welche Schulfächer sind wichtig für Industriekeramiker/innen?

Gute Noten in Kunst/Werken/Technik helfen dir beim Formen und Dekorieren. Chemie und Physik brauchst du, um Glasuren oder Engoben zu verstehen, und Mathematik erleichtert dir das Berechnen von Mischungsverhältnissen.

Ist der Beruf als Industriekeramiker/in körperlich anstrengend?

Der Beruf erfordert eine funktionstüchtige Arm- und Handmuskulatur, etwa beim Glasieren oder Dekorieren von Rohlingen. Weil beim Anrühren von Keramikmassen Staub entsteht, sollten deine Atemwege gesund sein.

Wie sind die Berufsaussichten als Industriekeramiker/in?

Die Berufsaussichten als Industriekeramiker/in sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Die Konkurrenz unter Bewerbern sinkt bis 2040, Arbeitgeber suchen länger nach Personal. Allerdings schrumpft die Beschäftigung bis 2040, sodass insgesamt weniger Arbeitsplätze entstehen.

Welche digitalen Skills braucht man als Industriekeramiker/in?

Gefragt sind Kenntnisse im 3-D-Druck und im Umgang mit CAM-Systemen, um keramische Präzisionsbauteile automatisiert zu fertigen. Du solltest Fertigungsdaten in Echtzeit auswerten können, Industrieroboter einrichten und Apps oder AR-Lösungen zur Wartung von Anlagen nutzen.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Industriekeramiker/in?

Neben präziser Handarbeit kommen automatisierte Anlagen zum Einsatz, und Schichtarbeit ist in vielen Betrieben üblich.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Industriekeramiker/innen?

Du kannst dich fachlich in Glas- und Keramikverarbeitung oder in Verfahrenstechnik weiterbilden, um modernere Fertigungstechniken zu beherrschen. Solche Kurse vertiefen dein Know-how, erhöhen deine Flexibilität im Betrieb und verbessern deine Chancen auf verantwortungsvollere Aufgaben.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Industriekeramiker/in?

Aufstiegsmöglichkeiten ergeben sich vor allem über eine Meister- oder Technikerqualifikation. Mit einer Weiterbildung zum/zur Industriemeister/in Keramik oder zum/zur Techniker/in Keramiktechnik/Bachelor Professional in Technik kannst du Produktions- oder Schichtleitungen übernehmen. Ein Bachelor- oder Masterstudium in Keramik- und Glastechnik, Verfahrenstechnik oder Produktionstechnik eröffnet dir darüber hinaus Karrieren in Prozessentwicklung oder Qualitätsmanagement.

29 Ausbildungsplätze ansehen