Industriemeister/Industriemeisterin Fachrichtung Keramik – Arbeitsumfeld
Weiterbildung

Industriemeister/Industriemeisterin Fachrichtung Keramik

Auch bekannt als: Meister/Meisterin für Keramik

BerufsfeldHandwerk & Fertigung
Arbeitsortein Produktionshallen und Werkstätten · in Lagerräumen · in Büroräumen · im Homeoffice bzw. mobil
DauerCa. 2 Jahre (Vollzeit)
Offene Stellen11

Über den Beruf

Industriemeister/innen der Fachrichtung Keramik steuern die gesamte Fertigung von Ziegeln, Fliesen oder feuerfesten Bauteilen. Sie planen Arbeitsabläufe, disponieren Rohstoffe und legen Rezepturen fest, damit Ton, Quarz und Glasuren im richtigen Verhältnis gemischt werden. Mischmaschinen, Strangpressen, Brennöfen und Trockner richten sie ein, nehmen sie in Betrieb und optimieren die Parameter für Formgebung, Trocknung und Brand. Währenddessen führen sie Mitarbeitende, erstellen Schichtpläne, beurteilen Auszubildende und organisieren Schulungen. Prüfgeräte und optische Inspektionssysteme nutzen sie, um Maße, Farbtöne und Festigkeit zu kontrollieren; Abweichungen analysieren sie kostenbewusst und leiten Korrekturen ein. Bei neuen Materialien, additiven Fertigungsverfahren oder Automatisierungslösungen arbeiten sie an der Einführung mit und achten konsequent auf Arbeits-, Umwelt- und Brandschutz. So verlassen keramische Produkte die Produktion in gleichbleibender Qualität und zum kalkulierten Preis.

Ausbildung & Zugang

BerufstypWeiterbildungsberuf: Industriemeister/in
AusbildungsartMeisterprüfung nach Rechtsvorschriften der Industrie- und Handelskammern.
DauerCa. 2 Jahre (Vollzeit)
Zugangsvoraussetzungen3
  • Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf, z.B. in der Fachrichtung Keramik
  • Zusätzlich entsprechende Berufspraxis
  • Alternativ mind. 5 Jahre Berufspraxis in der keramischen Industrie

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Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Industriemeister/in Fachrichtung Keramik?

Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt zwischen 49.884 € und 61.656 € pro Jahr. Faktoren wie Standort, Unternehmensgröße und Zusatzverantwortungen können das Einkommen zusätzlich nach oben oder unten verschieben.

Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Industriemeister/in Keramik?

Die Weiterbildung zum/zur Industriemeister/in Fachrichtung Keramik dauert in Vollzeit rund zwei Jahre. Entscheidest du dich für Teilzeit, streckt sich die Lehrgangsdauer entsprechend.

Ist der Beruf als Industriemeister/in Keramik körperlich anstrengend?

Der Beruf bringt körperliche Belastungen mit sich. Hitze an Brennöfen, Feuchtigkeit und Staub erfordern Ausdauer, belastbare Atemwege sowie kräftige Arme und Hände, wenn du Maschinen einrichtest oder Proben entnimmst.

Wie sind die Berufsaussichten als Industriemeister/in Keramik?

Die Berufsaussichten als Industriemeister/in Keramik sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch, offene Stellen sind schwer zu besetzen – ein Plus für Bewerber. Bis 2040 sinkt die Konkurrenz unter Jobsuchenden, weil Arbeitgeber länger nach Personal suchen. Viele Altersabgänge schaffen zusätzliche Vakanzen, auch wenn die Gesamtbeschäftigung in der Branche bis 2040 leicht zurückgeht.

Welche digitalen Skills braucht man als Industriemeister/in Keramik?

Digitale Technik ist Alltag in der Keramikfertigung. Du solltest 3-D-Druck- und CAM-Systeme programmieren können, automatisierte optische Inspektionen einrichten und mit Cobots, AR-Brillen oder Apps die Anlagenüberwachung steuern. Wer diese Tools sicher beherrscht, optimiert Prozesse schneller und steigert die Produktqualität.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Industriemeister/in Keramik?

Die Arbeit wechselt zwischen Produktionshalle, Lager und Büro. Schutzkleidung, Maschinenlärm, Hitze, Staub oder Dämpfe gehören genauso dazu wie planerische Aufgaben am PC und Meetings mit der Betriebsleitung.

Kann man sich als Industriemeister/in Keramik selbständig machen?

Eine Selbständigkeit ist möglich. Industriemeister/innen Keramik können einen bestehenden Keramik-Fertigungs- oder Handelsbetrieb übernehmen oder selbst gründen und ihre Produktion eigenständig steuern.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Industriemeister/in Keramik?

Fachspezifische Lehrgänge in Glas- und Keramikverarbeitung, Werkstoff- oder Verfahrenstechnik vertiefen dein Know-how. Auch Kurse zur Produktions- und Fertigungstechnik halten dich technisch auf dem Laufenden und qualifizieren dich für Spezialaufgaben.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Industriemeister/in Keramik?

Für den nächsten Karriereschritt bietet sich die Prüfung zum/zur Technischen Betriebswirt/in oder Internationalen Meister/in an. Zudem kannst du mit einem Bachelorstudium in Keramik- oder Glastechnik beziehungsweise Werkstoffwissenschaft in Entwicklung, Qualitätsmanagement oder Produktionsleitung aufsteigen.

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