Industriekeramiker/Industriekeramikerin Modelltechnik
Auch bekannt als: Industriekeramiker/in · Keramiker/in - Schwerpunkt Industriekeramik · Industrial ceramist (m/f) - model engineering
Über den Beruf
Industriekeramiker/innen Modelltechnik entwerfen und fertigen Urmodelle und Gießformen für Serienprodukte wie Geschirr, Fliesen oder Hochspannungsisolatoren. Mit CAD-Programmen erstellen sie Zeichnungen, berechnen Schwindmaße und passen Wandstärken an. In der Werkstatt mischen sie Gips, ziehen, drehen und gravieren Rohlinge oder gießen und laminieren Kunststoffe. Metallteile sägen, bohren und schleifen sie auf Maß. Anschließend bauen sie anhand der Modelle mehrteilige Produktionsformen, prüfen Passgenauigkeit mit Messgeräten und beheben Abweichungen. 3-D-Druck und Laserscanning beschleunigen Prototypen und Qualitätschecks. Zum Schluss trocknen, kennzeichnen und lagern sie Modelle, warten Werkzeug und dokumentieren Ergebnisse nach Normvorgaben. Erst ein maßhaltiges Modell sorgt dafür, dass in der Serienfertigung tausende Keramikteile identisch aus der Form fallen.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Ausbildungsplätze
Aktuelle Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Industriekeramiker/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.436 € brutto im Monat. Mit Erfahrung und je nach Region kannst du zwischen 2.909 € und 3.887 € verdienen.
Wie lange dauert die Ausbildung zur Industriekeramiker/in Modelltechnik?
Die duale Ausbildung dauert regulär 3 Jahre. Während dieser Zeit wechselst du zwischen Betrieb und Berufsschule, sodass Praxis und Theorie eng verzahnt sind.
Welche Schulfächer sind wichtig für Industriekeramiker/innen?
Kunst/Werken/Technik, Physik/Chemie und Mathematik erleichtern dir den Einstieg, weil du damit Entwürfe umsetzen, Werkstoffeigenschaften verstehen und Mischungsverhältnisse berechnen kannst.
Ist der Beruf als Industriekeramiker/in körperlich anstrengend?
Eine gute Funktionstüchtigkeit von Armen und Händen sowie räumliches Sehvermögen sind wichtig, weil du Modelle präzise formen und bearbeiten musst. Deine Haut sollte robust sein, da du regelmäßig mit Gips, Kunstharzen oder Kunststoff in Berührung kommst.
Wie sind die Berufsaussichten als Industriekeramiker/in?
Die Berufsaussichten als Industriekeramiker/in sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen steigert. Bis 2040 sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern, weil Arbeitgeber länger nach Personal suchen müssen. Viele Altersabgänge kommen hinzu, wodurch weitere Stellen frei werden. Allerdings schrumpft die Beschäftigung bis 2040, was das Wachstum etwas dämpft.
Welche digitalen Skills braucht man als Industriekeramiker/in?
Digitale Fertigungsverfahren werden immer wichtiger. Du solltest 3-D-Druck einsetzen können, um Modelle additiv herzustellen, und 3-D-Laserscanning beherrschen, um bestehende Formen präzise zu digitalisieren.
Womit arbeitet man als Industriekeramiker/in?
Du nutzt Werk- und Hilfsstoffe wie Gips, Modellierton, Kunststoffe oder Metall sowie Geräte wie Graviergeräte, elektrische Drehscheiben, Ziehvorrichtungen, Brenn- und Trocknungsanlagen und zunehmend Anlagen für die additive Fertigung. CAD-Software und Entwurfszeichnungen gehören ebenfalls zu deinem Alltag.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Industriekeramiker/in?
Fachspezifische Kurse in Glas- und Keramikverarbeitung oder Produktgestaltung helfen dir, neue Techniken zu erlernen und dein kreatives Repertoire zu erweitern. Solche Lehrgänge verbessern auch deine Chancen auf spezialisierte Aufgaben im Betrieb.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Industriekeramiker/in?
Du kannst die Prüfung zum/zur Industriemeister/in Keramik ablegen und damit Fertigungs- oder Teamleitungen übernehmen. Weitere Wege sind der Techniker/in für Keramiktechnik oder der Gestalter/in Keramik (jeweils Bachelor Professional). Ein anschließendes Bachelor- oder Masterstudium in Keramik- und Glastechnik oder in Produkt- und Industriedesign eröffnet dir Positionen in Entwicklung, Konstruktion und Design.
