Staatlich geprüfter Gestalter/Staatlich geprüfte Gestalterin Fachrichtung Keramik/Bachelor Professional in Gestaltung
Über den Beruf
Staatlich geprüfte Gestalter/innen Fachrichtung Keramik entwerfen und realisieren Tischgeschirr, Fliesen, Kachelöfen oder Skulpturen. Aus ersten Skizzen entwickeln sie detaillierte Entwürfe, wählen passende Tonmassen und Glasuren und fertigen daraus Unikate oder Prototypen für die Serienfertigung. Sie modellieren, drehen, gießen, glasieren und überwachen Brenn- und Trocknungsprozesse. In größeren Betrieben planen sie komplette Produktionsabläufe, koordinieren Personal und Maschineneinsatz und halten Qualitäts- sowie Kostenrahmen im Blick. Marktbeobachtung gehört ebenso dazu wie das Gestalten von Dekoren und Farbkonzepten für neue Kollektionen. Sie präsentieren ihre Arbeiten in Galerien, auf Messen oder Online-Plattformen, beraten Kunden, erstellen Angebote und verhandeln mit Lieferanten. Keramikgestalter/innen bringen ihre Entwürfe vom Zeichenbrett in den Brennofen und schließlich in die Hände der Kundschaft.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen2
- I.d.R. Abschluss in einem einschlägigen anerkannten Ausbildungsberuf
- Zusätzlich Berufspraxis
Stellenangebote
Aktuelle Stellenangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Keramikgestalter/in?
Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt zwischen 47.508 € und 56.064 € pro Jahr. Region, Betriebsgröße und ob du Führungsverantwortung übernimmst, beeinflussen dein tatsächliches Einkommen.
Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Keramikgestalter/in?
Die Weiterbildung zur/zum Staatlich geprüften Gestalter/in Fachrichtung Keramik dauert in Vollzeit etwa 2 Jahre, in Teilzeit bis zu 5 Jahre. Manche Fachschulen bieten Block- oder Abendunterricht an, sodass du sie parallel zum Job absolvieren kannst.
Ist der Beruf als Keramikgestalter/in körperlich anstrengend?
Der Beruf verlangt eine robuste Gesundheit und geschickte, kräftige Hände und Arme. Beim Modellieren schwerer Tonmassen, Glasieren und Arbeiten an heißen Brennöfen brauchst du außerdem widerstandsfähige Haut und gutes Farbsehvermögen.
Welche digitalen Skills braucht man als Keramikgestalter/in?
Keramikgestalter/innen arbeiten mit Color Readern, um Glasurfarben präzise zu bestimmen, und verwalten Entwürfe in Dokumentenmanagementsystemen. Routine in diesen Tools hilft dir, Farben exakt nachzubilden und deine Gestaltungsvorlagen übersichtlich zu organisieren.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Keramikgestalter/in?
Die Arbeitsbedingungen wechseln zwischen Atelier, Werkhalle, Verkaufsraum und Büro. Du modellierst Ton von Hand, bedienst Brennöfen bei hoher Hitze, berätst Kundschaft und erstellst am Bildschirm CAD-Zeichnungen oder Kalkulationen.
Womit arbeitet man als Keramikgestalter/in?
Zum Equipment gehören Ton, Glasuren, Keramikbrennöfen, Trocknungsanlagen, Misch- und Formgebungsmaschinen sowie CAD-Software. Zusätzlich nutzt du Feuchtemesser, Zeichenmaterialien für Skizzen und die übliche Büroausstattung mit PC und Telefon.
Kann man sich als Keramikgestalter/in selbständig machen?
Ja, das ist ein gängiger Weg. Viele Absolvent/innen eröffnen ein Designatelier oder einen Handwerksbetrieb und verkaufen ihre Kollektionen direkt, auf Messen oder über Galerien.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Keramikgestalter/in?
Du kannst dich in Glas- und Keramikverarbeitung, Produktgestaltung oder Kunstmalerei spezialisieren. Kurse in CAD, Grafik oder betriebswirtschaftlicher Kalkulation erweitern dein Know-how und erleichtern die Kostenplanung.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Keramikgestalter/in?
Aufstiegschancen entstehen vor allem über Leitungsfunktionen in Werkstatt oder Designabteilung. Mit Erfahrung kannst du Werkstatt-, Team- oder Fachbereichsleiter/in werden, Auszubildende anleiten oder die Produktentwicklung steuern. Ein anschließendes Bachelor- oder Masterstudium in Keramik- und Glastechnik oder Produkt- und Industriedesign öffnet dir zudem Türen zu Forschung oder Design-Management.
