Industriekeramiker/Industriekeramikerin Dekorationstechnik – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Industriekeramiker/Industriekeramikerin Dekorationstechnik

Auch bekannt als: Industriekeramiker/in · Industrial ceramist (m/f) - decorative engineering

BerufsfeldDesign & Gestaltung
Arbeitsortein Produktionshallen · in Werkstätten · in Spritzkabinen · in Ätzräumen · in Lagerräumen
Dauer3 Jahre
Ausbildungsplätze5

Über den Beruf

Industriekeramiker/innen Dekorationstechnik veredeln Porzellan, Geschirr und keramische Figuren mit handgemalten oder gedruckten Dekors. Sie planen Arbeitsabläufe, wählen Vorlagen oder entwerfen neue Muster, mischen Pigmente und Edelmetallpräparate, reinigen die Rohlinge und bringen Grundierungen sowie Glasuren auf. Mit Pinsel, Zeichenfeder, Spritzpistole oder Siebdruckmaschine setzen sie Ränder, Linien, Blumen oder Schriften um. Für reliefartige Effekte verwenden sie Hochemailfarben. Anschließend trocknen und brennen sie die Stücke, prüfen Farbtreue und Haftung mit Lupen und digitalen Farblesegeräten, bessern Fehler aus und dokumentieren Ergebnisse. Auch das Herstellen von Schablonen, die Wartung von Brennöfen und Drucksieben gehört dazu. Präzision und sicheres Farbgefühl verleihen jedem Werkstück sein charakteristisches Dekor.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAnerkannter Ausbildungsberuf
AusbildungsartDuale Ausbildung in der Industrie (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
Dauer3 Jahre
Zugangsvoraussetzungen1
  • Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Industriekeramiker/in?

Das tarifliche Bruttojahresgehalt für Industriekeramiker/innen liegt zwischen 33.924 € und 37.620 € pro Jahr. Nicht tarifgebundene Betriebe können darüber hinaus geringere oder höhere Beträge zahlen, abhängig von Region, Betriebsgröße und Berufserfahrung. Bei Schichtarbeit sind oft Zulagen drin.

Wie lange dauert die Ausbildung zur Industriekeramiker/in?

Die Ausbildung zum/zur Industriekeramiker/in Dekorationstechnik dauert drei Jahre. Sie findet dual in Betrieb und Berufsschule statt.

Welche Schulfächer sind wichtig für Industriekeramiker/innen?

Wichtige Schulfächer sind Kunst/Werken, Chemie/Physik und Mathematik. Damit bringst du kreative, technische und rechnerische Grundlagen für Farbgestaltung, Brennverfahren und Mischungsverhältnisse mit.

Ist der Beruf als Industriekeramiker/in körperlich anstrengend?

Der Beruf fordert eine robuste Gesundheit, weil du häufig in der Nähe heißer Brennöfen arbeitest und mit Lösungsmitteldämpfen in Kontakt kommst. Deine Arme, Hände und deine Haut sollten widerstandsfähig sein, um präzise Pinselarbeit sowie den Umgang mit Reinigungsmitteln zu verkraften. Ein gutes Farbsehvermögen und belastbare Atemwege runden die Voraussetzungen ab.

Welche digitalen Skills braucht man als Industriekeramiker/in?

Digitale Werkzeuge gehören immer stärker zum Arbeitsalltag. Du solltest Color-Reader zur Farbkontrolle bedienen können und dich mit smarten Glas- und Keramiktechnologien vertraut machen.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Industriekeramiker/in?

Industriekeramiker/innen wechseln zwischen feiner Handarbeit und dem Einsatz von Maschinen wie Siebdruckanlagen, Brennöfen oder Spritzpistolen. Schutzkleidung ist Pflicht, weil Hitze, Staub, Dämpfe und Chemikalien auftreten. Zudem wird oft im Schichtbetrieb gearbeitet.

Womit arbeitet man als Industriekeramiker/in?

Als Materialien kommen Schmelzfarben, Farbbeizen, Glasuren sowie Edelmetallpräparate wie Glanz- und Poliergold zum Einsatz. CAD-basierte Vorlagen oder additive Fertigungstechniken unterstützen zudem den Prototypenbau.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Industriekeramiker/innen?

Nach der Ausbildung kannst du dein Wissen in Kursen zur Glas- und Keramikverarbeitung, Drucktechnik oder zu Mal- und Zeichentechniken vertiefen. Auch Themen wie Farblehre, Grafik oder Bild- und Schriftgestaltung werden angeboten. Solche Kurse helfen dir, neue Dekortechniken zu beherrschen oder in die Qualitätssicherung zu wechseln.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Industriekeramiker/in?

Karriereschritte führen häufig über Abschlüsse wie Industriemeister/in Keramik oder Techniker/in Keramiktechnik (Bachelor Professional in Technik). Eine kreative Alternative ist die Weiterbildung zur Gestalter/in Keramik (Bachelor Professional in Gestaltung). Mit einem Bachelor- oder Masterstudium in Keramik- und Glastechnik oder in Produkt- und Industriedesign kannst du zudem Entwicklungs- oder Leitungsaufgaben übernehmen.

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