Industrieelektriker/Industrieelektrikerin - Geräte und Systeme – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Industrieelektriker/Industrieelektrikerin - Geräte und Systeme

Auch bekannt als: Industrial electrician (m/f) - specialising in devices and systems

BerufsfeldTechnik & Elektro
Arbeitsortein Werkstätten · in Werkhallen · beim Kunden
Dauer2 Jahre
Ausbildungsplätze108

Über den Beruf

Industrieelektriker/innen der Fachrichtung Geräte und Systeme fertigen Leiterplatten, montieren elektronische Baugruppen und schließen sie an. Sie bestücken Platinen, crimpen Kabel und verbinden Sensoren, Aktoren und Prozessoren zu funktionierenden Geräten. Anhand von Schaltplänen ermitteln sie Leistungsdaten, wählen geeignete Bauteile aus und stimmen Hardware und Software exakt aufeinander ab, etwa wenn sie Betriebssysteme oder Steuerungsprogramme installieren. Anschließend prüfen sie die Schaltungen mit Multimeter und Oszilloskop, analysieren Fehlersignale und beheben Störungen. Auch die Einbindung in Netzwerke, das Konfigurieren von Embedded-Systemen oder die Einrichtung energieeffizienter LP-WAN-Sensorik gehört dazu. In der Qualitätssicherung erstellen sie Messprotokolle, dokumentieren jede Änderung und achten streng auf Sicherheits- und Umweltnormen. Erst wenn alle Tests bestanden sind, geben sie das System zur Serienfertigung oder an den Kunden frei.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAnerkannter Ausbildungsberuf
AusbildungsartDuale Ausbildung in der Industrie (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
Dauer2 Jahre
Zugangsvoraussetzungen1
  • Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Industrieelektriker/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.057 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Branche und Region sind zwischen 3.344 € und 4.981 € möglich.

Wie viel verdient man in der Ausbildung als Industrieelektriker/in?

Im ersten Ausbildungsjahr bekommst du rund 1.173 € brutto im Monat, im zweiten steigt die Vergütung auf etwa 1.283 €. Im Schnitt entspricht das etwa 1.225 € monatlich.

Wie lange dauert die Ausbildung als Industrieelektriker/in?

Die Ausbildung zum/zur Industrieelektriker/in dauert 2 Jahre. Sie kombiniert praktische Arbeit im Betrieb mit Unterricht in der Berufsschule.

Welche Schulfächer sind wichtig für Industrieelektriker/innen?

Wichtige Schulfächer sind Mathematik, Physik, Werken/Technik und Informatik. Gute Rechenwege, physikalisches Verständnis und ein sicherer Umgang mit Hard- und Software erleichtern dir den Einstieg.

Ist der Beruf als Industrieelektriker/in körperlich anstrengend?

Der Beruf erfordert präzise Handarbeit, funktionstüchtige Arme und Hände sowie ein sicheres Farbsehvermögen. Schweres Heben steht selten im Mittelpunkt, dafür musst du Bauteile millimetergenau platzieren und farbcodierte Kabel sicher unterscheiden können.

Wie sind die Berufsaussichten als Industrieelektriker/in?

Die Berufsaussichten als Industrieelektriker/in sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen bleiben lange unbesetzt und erhöhen deine Chancen. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Jobs frei werden. Zwar schrumpft die Beschäftigung bis 2040 etwas, doch die Konkurrenz unter Bewerbern sinkt, weil Unternehmen länger nach Personal suchen.

Welche digitalen Skills braucht man als Industrieelektriker/in?

Digitale Kompetenz ist ein Muss: Du arbeitest mit 3-D-Druck, Augmented-Reality-gestützten Montageanleitungen und Wartungsrobotern. Auch das Konfigurieren von Embedded Systems, die Einbindung von Sensorik in LP-WAN-Netze und die Fehleranalyse über Service-Portale oder Apps sollten dir liegen.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Industrieelektriker/in?

Schutzkleidung wie Helm und Sicherheitsschuhe sind Pflicht, weil du an stromführenden Bauteilen arbeitest und Rauch oder Dämpfen ausgesetzt sein kannst. Rufbereitschaft, wechselnde Einsatzorte und feinmotorische Detailarbeit prägen den Alltag.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Industrieelektriker/in?

Nach der Ausbildung kannst du dich zum/zur Elektroniker/in – Geräte und Systeme weiterqualifizieren oder die Industriemeisterprüfung Elektrotechnik ablegen. Eine Weiterbildung zum/zur staatlich geprüften Techniker/in – Elektrotechnik (Bachelor Professional in Technik) oder zum/zur Prozessmanager/in Elektrotechnik eröffnet dir zusätzliche Verantwortung. Mit Berufserfahrung ist auch ein Bachelor- oder Masterstudium in Elektrotechnik möglich, um in Entwicklung, Planung oder Führung zu wechseln.

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