Industrieelektriker/Industrieelektrikerin - Betriebstechnik – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Industrieelektriker/Industrieelektrikerin - Betriebstechnik

Auch bekannt als: Betriebselektriker/in · Industrial electrician (m/f) - specialising in industrial engineering

BerufsfeldTechnik & Elektro
Arbeitsortein Werkstätten · in Werkhallen · beim Kunden
Dauer2 Jahre
Ausbildungsplätze411

Über den Beruf

Industrieelektriker/innen der Fachrichtung Betriebstechnik montieren elektrische Betriebsmittel, verlegen Leitungen und schließen Motoren, Sensoren sowie Schaltgeräte an. Sie richten Steuerungen für automatisierte Anlagen ein, konfigurieren Aktoren und prüfen die Programme direkt an der Maschine. Treten Störungen auf, lesen sie Schaltpläne oder englische Herstellerangaben, messen Ströme und Spannungen und tauschen defekte Baugruppen aus. Regelmäßig kontrollieren sie Schutz- und Meldesysteme, führen Sicherheitsprüfungen nach Vorschrift durch und dokumentieren alle Messwerte für die Qualitätssicherung. In vernetzten Produktionslinien binden sie Roboter oder Embedded-Systeme in bestehende Netzwerke ein und analysieren Echtzeitdaten, um Wartungstermine vorauszuplanen. Bei Neuinstallationen koordinieren sie Hebezeuge, überwachen die Arbeit externer Monteure und weisen das Bedienpersonal in die Anlage ein.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAnerkannter Ausbildungsberuf
AusbildungsartDuale Ausbildung in der Industrie (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
Dauer2 Jahre
Zugangsvoraussetzungen1
  • Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Industrieelektriker/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.627 € brutto im Monat; je nach Erfahrung und Region kannst du zwischen 3.863 € und 5.350 € verdienen. Schicht- oder Rufbereitschaftszulagen können das Einkommen zusätzlich aufbessern.

Wie lange dauert die Ausbildung als Industrieelektriker/in?

Die duale Ausbildung dauert regulär 2 Jahre. Bei sehr guten Leistungen lässt sie sich verkürzen, bei Lernrückständen auch verlängern – das entscheidet die zuständige Kammer.

Welche Schulfächer sind wichtig für Industrieelektriker/innen?

Besonders hilfreich sind Mathematik, Physik, Werken/Technik und Informatik. Mit Mathe berechnest du Ströme und Widerstände, Physik erklärt dir die Grundlagen der Elektrotechnik, Werken/Technik trainiert dein handwerkliches Geschick und Informatik erleichtert dir den Umgang mit Hard- und Software.

Ist der Beruf als Industrieelektriker/in körperlich anstrengend?

Der Beruf stellt einige körperliche Anforderungen: Du brauchst funktionstüchtige Arme und Hände, Schwindelfreiheit und sicheres Farbsehen. Häufig montierst du Bauteile über Kopf, arbeitest auf Leitern oder in größerer Höhe und musst Kabeladern anhand ihrer Farbcodierung unterscheiden können.

Wie sind die Berufsaussichten als Industrieelektriker/in?

Die Berufsaussichten als Industrieelektriker/in sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Allerdings schrumpft die Beschäftigung bis 2040, sodass der Markt langfristig etwas enger werden kann.

Welche digitalen Skills braucht man als Industrieelektriker/in?

Gefragt sind Fähigkeiten im Umgang mit CAM-Software, Echtzeitdatensystemen und Embedded Systems. Du richtest Steuerungen für Industrieroboter oder Cobots ein, nutzt 3-D-Druck für Bauteile und kannst mithilfe von Augmented-Reality-Tools Wartungen oder Diagnosen unterstützen.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Industrieelektriker/in?

Du arbeitest direkt an Elektromotoren, Transformatoren und Steuerungsanlagen und setzt dabei häufig Handwerkzeuge wie Zangen, Schraubendreher oder Lötkolben ein. Schutzhelm, Sicherheitsschuhe und weitere Schutzausrüstung sind Pflicht. Einsätze können in Werkhallen, draußen bei Nässe oder in größerer Höhe stattfinden, oft im Schicht-, Bereitschafts- oder Rufdienst. Dabei musst du umfangreiche Elektro- und Sicherheitsvorschriften strikt einhalten.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Industrieelektriker/innen?

Du kannst dein Wissen über Lehrgänge in elektrischer Energie- und Anlagentechnik, Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik oder Automatisierungssystemen vertiefen. Schulungen zu Normen, Sicherheits- und Prüfbestimmungen sowie zu Wartung und Instandhaltung halten dich technisch auf dem neuesten Stand und qualifizieren für anspruchsvollere Aufgaben.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es für Industrieelektriker/innen?

Ein nächster Schritt kann die Zusatzqualifikation zum/zur Elektroniker/in mit Schwerpunkt Automatisierungs-, Betriebs- oder Gebäude- und Infrastruktursystemtechnik sein. Anschließend bieten sich der Industriemeister Elektrotechnik oder der staatlich geprüfte Techniker Elektrotechnik (Bachelor Professional in Technik) an, um Führungsverantwortung zu übernehmen. Perspektiven bis in das mittlere Management eröffnet dir außerdem ein Bachelor- oder Masterstudium der Elektrotechnik oder die Qualifikation als Prozessmanager/in Elektrotechnik.

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