Holzbildhauer/Holzbildhauerin – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Holzbildhauer/Holzbildhauerin

Auch bekannt als: Bildhauer/in · Wood sculptor (m/f)

BerufsfeldDesign & Gestaltung
Arbeitsortein Werkstätten · im Freien · in Lagerräumen · in Ausstellungs- und Verkaufsräumen
Dauer3 Jahre
Ausbildungsplätze5

Über den Beruf

Holzbildhauer/innen entwerfen und schnitzen Skulpturen, Reliefs und filigrane Ornamente aus unterschiedlichsten Hölzern. Am Beginn eines Auftrags besprechen sie Größe, Stil und Standort mit den Auftraggebenden, fertigen Skizzen an und modellieren Vorlagen aus Ton, Gips oder im 3-D-Druck. Steht das Konzept, wählen sie eine passende Holzart, berechnen den Materialbedarf und übertragen Maße auf den Rohling. Mit Schnitzeisen, Klüpfel, Motorsäge oder CNC-Fräse arbeiten sie das Werkstück Schritt für Schritt heraus, drechseln Details und stellen Verbindungen, Bohrungen sowie Einlegearbeiten her. Anschließend glätten sie die Oberfläche durch Raspeln, Feilen und Schleifen und veredeln sie je nach Wunsch durch Bemalen, Lasieren, Patinieren, Wachsen oder Ölen. Abschließend sorgen sie für die fachgerechte Verankerung der fertigen Arbeit am vorgesehenen Ort.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAnerkannter Ausbildungsberuf
AusbildungsartDuale Ausbildung in Industrie und Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung) bzw.
Dauer3 Jahre
Zugangsvoraussetzungen3
  • Bei dualer Ausbildung keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben
  • Bei schulischer Ausbildung i.d.R. mind. Hauptschulabschluss
  • Zum Teil Eignungstest

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Holzbildhauer/in?

Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt typischerweise zwischen 24.300 € und 26.244 € pro Jahr. Dein tatsächliches Einkommen schwankt aber je nach Region, Betriebsgröße und ob du vor allem Auftragsarbeiten, Restaurierungen oder freie Kunstprojekte übernimmst.

Wie lange dauert die Ausbildung als Holzbildhauer/in?

Die duale bzw. schulische Ausbildung ist auf drei Jahre ausgelegt. Sie kombiniert Praxis im Handwerksbetrieb oder der Fachschule mit Unterricht in Fächern wie Gestaltungstechnik und Werkstoffkunde.

Welche Schulfächer sind wichtig für Holzbildhauer/innen?

Nützlich sind vor allem Kunst, Werken/Technik und Mathematik. Kreative Fächer trainieren deinen Blick für Formen, während Technik- und Mathekenntnisse beim Anfertigen von Plänen und beim Berechnen des Materialbedarfs helfen.

Ist der Beruf als Holzbildhauer/in körperlich anstrengend?

Ja, die Arbeit erfordert Ausdauer und kräftige Arme sowie Hände, weil du Holzblöcke zuschneidest und Oberflächen lange per Hand nachbearbeitest. Gute Koordination, Farbsehvermögen und eine widerstandsfähige Haut sind ebenfalls wichtig, etwa beim Umgang mit Motorsägen, Schnitzeisen und Chemikalien für die Oberflächenbehandlung.

Wie sind die Berufsaussichten als Holzbildhauer/in?

Die Berufsaussichten als Holzbildhauer/in sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch Stellen frei werden. Allerdings ist der Fachkräftemangel gering, offene Stellen sind daher oft schnell besetzt – das erhöht die Konkurrenz unter Bewerber/innen.

Welche digitalen Skills braucht man als Holzbildhauer/in?

Digitale Kompetenzen gewinnen an Bedeutung: Du solltest 3-D-Drucker für Modellprototypen bedienen können und mit 3-D-Laserscannern exakte Maße erfassen. Außerdem hilft dir der Zugriff auf Vorlagen aus Digital-Asset-Management-Systemen und der Umgang mit Produktkonfiguratoren, um individuelle Kundenentwürfe direkt umzusetzen.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Holzbildhauer/in?

Der Berufsalltag spielt sich meist in Werkstätten und Ateliers ab, wo Holzstaub, Lackgerüche und Maschinenlärm anfallen. Schutzbrille, Schnitzschutzhose und Gehörschutz gehören daher zur Standardausrüstung, und Präzisionsarbeit an kleinen Details wechselt sich mit kraftintensivem Sägen und Schleifen ab.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Holzbildhauer/in?

Du kannst dich fachlich vertiefen, etwa in Holzkunde, Holzschutz, Restaurierung oder Bild- und Schriftgestaltung. Kurse in Mal- und Zeichentechniken oder Produktgestaltung erweitern dein künstlerisches Repertoire und erleichtern den Schritt in spezialisierte Bereiche wie Denkmalpflege oder Möbeldesign.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Holzbildhauer/in?

Der gängigste Karriereschritt ist die Meisterprüfung, nach der du einen eigenen Betrieb führen oder Lehrlinge ausbilden kannst. Auch eine Weiterbildung zur staatlich geprüften Techniker/in Fachrichtung Holztechnik qualifiziert dich für Planungs- und Führungsaufgaben. Mit einem Bachelor- oder Masterstudium in Holztechnik, Bildender Kunst oder Restaurierung eröffnen sich zusätzliche Perspektiven in Museen, Designbüros oder der Denkmalpflege.

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