Geoinformatiker/Geoinformatikerin – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Geoinformatiker/Geoinformatikerin

Auch bekannt als: Geodaten Analyst/in · Geographical information systems (GIS) officer (m/f)

BerufsfeldIT & Digitales
Arbeitsortein Büroräumen · in Rechenzentren · in Besprechungs- und Schulungsräumen · in IT-Labors · im Homeoffice bzw. mobil
Offene Stellen136

Über den Beruf

Geoinformatiker/innen sammeln geowissenschaftliche Messdaten per Satellit, Drohne oder Geländeaufnahmen, bereiten sie in Datenbanken auf und integrieren sie in Geoinformationssysteme. Sie programmieren Algorithmen, die Verkehrsflüsse, Bodenbewegungen oder Hochwasserszenarien simulieren, und stellen Ergebnisse in digitalen Karten oder interaktiven 3-D-Modellen dar. Für Verwaltungen oder Unternehmen entwerfen sie Anwendungen, die den besten Standort für Infrastrukturbauten finden oder Einsatzrouten für Rettungskräfte berechnen. Dazu bauen sie Geodateninfrastrukturen auf, pflegen Geoportale und sorgen dafür, dass Nutzer weltweit auf aktuelle Datensätze zugreifen können. Im Projektalltag testen sie Software, dokumentieren Workflows und erhöhen die IT-Sicherheit ihrer Systeme. Schulungen für Anwender oder Vorlesungen im Hochschulbereich gehören ebenfalls dazu. So werden aus reinen Positionsdaten praxisnahe Entscheidungshilfen für Stadtplanung, Umweltschutz und Katastrophenmanagement.

Ausbildung & Zugang

Zugang zum Beruf

Für den Einstieg wird i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium der Geoinformatik verlangt. Für Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben ist meist ein Masterstudium erforderlich. In Wissenschaft und Forschung wird häufig eine Promotion, z.B. Dr. phil. (Geisteswissenschaften), vorausgesetzt; für eine Professur an einer Hochschule kann zudem eine Habilitation nötig sein.

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Geoinformatiker/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.043 € brutto im Monat. Mit wachsender Erfahrung und je nach Branche verdienst du meist zwischen 4.190 € und 6.016 €.

Wie sind die Berufsaussichten als Geoinformatiker/in?

Die Berufsaussichten als Geoinformatiker/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch, sodass offene Stellen schwer zu besetzen sind – das spielt Bewerbern in die Karten. Gleichzeitig sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040. Allerdings gibt es weniger Altersabgänge als in vielen anderen Berufen, wodurch sich der Effekt etwas abmildert.

Welche digitalen Skills braucht man als Geoinformatiker/in?

Gefragt sind vor allem tiefe GIS-Kenntnisse, um große Geodatensätze effizient zu verwalten. Du solltest außerdem mit 3-D-Simulation, Data-Mining und Methoden des maschinellen Lernens umgehen können. Erfahrung mit Drohnentechnik, Gefahren-Management-Systemen und KI-gestütztem Wissensmanagement macht dich bei Arbeitgebern besonders begehrt.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Geoinformatiker/in?

Die Arbeit ist stark von Bildschirmtätigkeit geprägt, etwa beim Programmieren oder Auswerten von Daten. Häufig befindest du dich in Büros, Rechenzentren oder Schulungsräumen, leitest Anwenderschulungen und betreust Teams. Dabei trägst du Verantwortung für Sachwerte wie Forschungsbudgets und manchmal auch für Mitarbeitende.

Womit arbeitet man als Geoinformatiker/in?

Zum Alltag gehören leistungsstarke GIS- und Datenbanksoftwares sowie Server und Cloud-Plattformen. Im Gelände nutzt du Drohnen, Totalstationen oder Nivelliergeräte, um präzise Geodaten zu erfassen. Kartenmaterial, Programm- und Systemdokumentationen sowie Standard-Büroausstattung runden die Werkzeugpalette ab.

Kann man sich als Geoinformatiker/in selbständig machen?

Ja, eine Selbständigkeit ist möglich. Viele Geoinformatiker/innen treten als Dienstleister/innen für Computerdienstleistungen auf, beraten Unternehmen zu Geodateninfrastrukturen oder gründen ein eigenes Consultingbüro für GIS-Lösungen.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Geoinformatiker/in?

Fachspezifische Kurse zu Geoinformationssystemen, Web- und Softwareentwicklung oder Datenbankprogrammierung halten dein Wissen aktuell. Auch Schulungen in Software-Qualitätssicherung, IT-Projektmanagement oder Forschung & Entwicklung können deine Karrierechancen spürbar erweitern.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Geoinformatiker/in?

Mit einem Masterabschluss in Geoinformatik, Informatik oder Geotechnologie kannst du Projekt- oder Teamleitungen übernehmen. Für Forschung, leitende Funktionen in Verwaltung oder Industrie und eine Professur folgt häufig eine Promotion; an Hochschulen wird danach meist noch eine Habilitation verlangt.

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