Geoinformatik (Bachelor) – Arbeitsumfeld
Studium

Geoinformatik (Bachelor)

Auch bekannt als: Geoinformatiker/in · Geodaten Analyst/in · Geographical information systems (GIS) officer (m/f)

BerufsfeldIT & Digitales
Arbeitsortein Büroräumen · in Rechenzentren · in Besprechungs- und Schulungsräumen · in IT-Labors · im Homeoffice bzw. mobil
Dauer3-4 Jahre
Studiengänge36

Über den Beruf

Geoinformatiker/innen sammeln geowissenschaftliche Messdaten per Satellit, Drohne oder Geländeaufnahmen, bereiten sie in Datenbanken auf und integrieren sie in Geoinformationssysteme. Sie programmieren Algorithmen, die Verkehrsflüsse, Bodenbewegungen oder Hochwasserszenarien simulieren, und stellen Ergebnisse in digitalen Karten oder interaktiven 3-D-Modellen dar. Für Verwaltungen oder Unternehmen entwerfen sie Anwendungen, die den besten Standort für Infrastrukturbauten finden oder Einsatzrouten für Rettungskräfte berechnen. Dazu bauen sie Geodateninfrastrukturen auf, pflegen Geoportale und sorgen dafür, dass Nutzer weltweit auf aktuelle Datensätze zugreifen können. Im Projektalltag testen sie Software, dokumentieren Workflows und erhöhen die IT-Sicherheit ihrer Systeme. Schulungen für Anwender oder Vorlesungen im Hochschulbereich gehören ebenfalls dazu. So werden aus reinen Positionsdaten praxisnahe Entscheidungshilfen für Stadtplanung, Umweltschutz und Katastrophenmanagement.

Ausbildung & Zugang

BerufstypGrundständiges Studium
AusbildungsartUniversität, Fachhochschule
Dauer3-4 Jahre
Zugangsvoraussetzungen4
  • Hochschulreife oder Fachhochschulreife
  • Oder als gleichwertig anerkanntes Zeugnis des Bundeslandes, z.B. vom Kultusministerium
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Bei dualem Studium i.d.R. Ausbildungs-, Praktikums- oder Arbeitsvertrag mit einem geeigneten Unternehmen (Praxispartner)

Passende Studiengänge36

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Geoinformatiker/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.043 € brutto im Monat. Mit wachsender Berufserfahrung und je nach Region kannst du zwischen 4.190 € und 6.016 € verdienen.

Wie lange dauert das Studium in Geoinformatik?

Das Bachelorstudium Geoinformatik dauert in der Regel 3 bis 4 Jahre. Je nach Hochschule kann ein Praxis- oder Auslandssemester hinzukommen, wodurch sich die Studiendauer verlängert.

Welche Schulfächer sind wichtig für Geoinformatiker/innen?

Mathematik, Informatik, Geografie, Physik und Englisch sind besonders hilfreich. Gerade die Kombination aus Mathe für Statistik, Informatik für Programmierung und Englisch für internationale Fachliteratur erleichtert dir den Einstieg ins Studium.

Wie sind die Berufsaussichten als Geoinformatiker/in?

Die Berufsaussichten als Geoinformatiker/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, das ist ein Plus für Bewerber. Gleichzeitig sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, weil Arbeitgeber länger nach Personal suchen. Einziger Wermutstropfen: Im Vergleich zu anderen Berufen gibt es weniger Altersabgänge, sodass etwas weniger Stellen durch Ruhestand frei werden.

Welche digitalen Skills braucht man als Geoinformatiker/in?

Für die Analyse und Visualisierung großer Geodatenmengen solltest du GIS-Software sicher beherrschen und 3-D-Simulationstools einsetzen können. Kenntnisse in KI-Methoden wie maschinellem Lernen, Cognitive Computing und Data Mining sind gefragt, um Muster in Daten zu erkennen. Auch der Umgang mit Drohnentechnik und Gefahren-Management-Systemen gehört zunehmend zum digitalen Werkzeugkasten.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Geoinformatiker/in?

Der Berufsalltag spielt sich überwiegend am Bildschirm in Büro- oder Rechenzentrumsräumen ab, oft mit langer Konzentrationsarbeit an Codes und Daten. Hinzu kommen Kundenkontakt und Schulungen, bei denen du Nutzer anleitest oder Studierende betreust, sodass kommunikative Fähigkeiten wichtig sind. Wer Projekte leitet, trägt Verantwortung für Mitarbeiter/innen, Sachwerte und Budgets.

Womit arbeitet man als Geoinformatiker/in?

Wichtigstes Arbeitsmittel ist ein leistungsfähiger Computer mit spezialisierter GIS- und Datenbanksoftware. Für die Vermessung kommen außerdem Geräte wie elektronische Tachymeter, Nivelliergeräte und Drohnen zum Einsatz, um Höhenunterschiede oder Oberflächen präzise zu erfassen. Karten, Geodatenbanken und technische Dokumentationen runden die Ausstattung ab.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Geoinformatiker/innen?

Nach dem Bachelor kannst du dich gezielt in Bereichen wie Geoinformationssysteme, Programmierung, Datenbankentwicklung oder IT-Projektmanagement fortbilden. Zertifikatskurse zu Software-Testmanagement oder Software-Qualitätssicherung vertiefen dein Know-how. Auch Seminare in Forschung und Entwicklung oder allgemeiner Informations- und Kommunikationstechnik halten dich fachlich auf dem neuesten Stand.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Geoinformatiker/in?

Ein Masterstudium in Geoinformatik, Informatik oder Geotechnologie eröffnet dir den Zugang zu leitenden Positionen in Unternehmen oder Behörden. Für eine wissenschaftliche Laufbahn kannst du anschließend promovieren; wer Professor/in werden will, braucht in der Regel zusätzlich eine Habilitation. Mit diesen Abschlüssen steigst du oft in Forschung, Projektleitung oder das Management größerer Entwicklungsteams auf.

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