Game Artist
Auch bekannt als: Digital Artist · Game Artist (m/f)
Über den Beruf
Game Artists gestalten die visuelle Welt von Videospielen. Zunächst fertigen sie Konzeptzeichnungen und Storyboards an, um Stil und Atmosphäre festzulegen. Danach modellieren sie mit 3-D-Software Spielfiguren, Gebäude oder Requisiten, versehen die Oberflächen mit Texturen und richten Licht und Schatten ein. Bewegungsdaten aus Motion Capturing übertragen sie auf ihre Modelle, um flüssige Animationen zu erzeugen. Sie fügen Spezialeffekte wie Explosionen, Wetter oder Partikel ein, entwerfen Menüs und Benutzeroberflächen und implementieren sämtliche Assets in die Game-Engine. Viele konzentrieren sich auf Teilaufgaben wie Charakter- oder Landschaftsgestaltung oder die grafische Ausarbeitung der Benutzeroberfläche, arbeiten aber eng mit Gamedesign und Programmierung zusammen, damit Bild und Gameplay nahtlos ineinandergreifen. KI-gestützte Tools helfen dabei, Varianten von Entwürfen schneller zu erzeugen und Spielfiguren individueller wirken zu lassen.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Für den Einstieg wird oft ein grundständiges Studium verlangt, z.B. in Gamedesign oder Interactiondesign. Je nach Stelle kommt auch eine Ausbildung als Gamedesigner oder Gamedesignerin infrage; ggf. wird zusätzlich eine Weiterbildung, etwa im Bereich Webdesign, vorausgesetzt.
Zugangswege
Stellenangebote
Aktuelle Stellenangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Game Artist?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.993 € brutto im Monat. Mit Erfahrung, Standort und Unternehmensgröße kannst du zwischen 3.178 € und 5.139 € verdienen.
Wie sind die Berufsaussichten als Game Artist?
Die Berufsaussichten als Game Artist/in sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist gering – offene Stellen werden daher meist schnell besetzt. Außerdem gibt es weniger Altersabgänge als in vielen anderen Berufen, sodass insgesamt weniger Stellen frei werden.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Game Artist?
Game Artists arbeiten überwiegend im Team an Bildschirmarbeitsplätzen in Büro- oder Studioräumen. Projektspitzen und feste Abgabetermine können unregelmäßige oder längere Arbeitszeiten mit sich bringen.
Womit arbeitet man als Game Artist?
Zum Werkzeugkasten gehören leistungsstarke PCs, Grafiktablets und 3-D-Visualisierungsprogramme. Für die Erfassung realistischer Bewegungen kommen häufig optische Tracking-Systeme mit Markern zum Einsatz. Ergänzend nutzt du Bildbearbeitungssoftware, Scanner und Digital-Asset-Management-Tools, um deine Dateien zu organisieren.
Kann man sich als Game Artist selbständig machen?
Eine Selbstständigkeit als Game Artist/in ist gut möglich, etwa indem man ein eigenes Gamestudio gründet oder freiberuflich Projekte übernimmt. Dabei bestimmst du dein Honorar selbst, musst aber auch Kundenakquise, Marketing und Projektmanagement übernehmen.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Game Artist?
Zur fachlichen Vertiefung bieten sich Kurse in Computergrafik, Animation, Web- oder App-Entwicklung sowie Multimedia-Produktion an. Auch Schulungen in Programmierung, digitaler Bildbearbeitung oder klassischen Mal- und Zeichentechniken helfen dir, dein Portfolio zu erweitern.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Game Artist?
Aufstiegschancen bietet zum Beispiel eine Aufstiegsweiterbildung zur/zum Webdesigner/in, mit der du komplexe Online-Projekte eigenverantwortlich leitest. Wer bereits einen Bachelor hat, kann mit einem Master in Gamedesign oder Interactiondesign den Sprung in Führungspositionen schaffen. Mit einer anschließenden Promotion in Kommunikationsdesign oder Bildender Kunst öffnet sich zudem der Weg in Forschung und Lehre.
