Filmgeschäftsführer/Filmgeschäftsführerin
Auch bekannt als: Production accountant (m/f)
Über den Beruf
Filmgeschäftsführer/innen steuern die Finanzen und Buchhaltung von Film- und Fernsehprojekten. Sie entwickeln gemeinsam mit Produktions- und Herstellungsleitung detaillierte Budgetpläne für Dreh, Technik und Personal. Während der Produktion vergleichen sie fortlaufend Soll- und Ist-Kosten, prüfen die Liquidität und justieren Kalkulationen, damit der Kostenrahmen hält. Für die Finanzierung verhandeln sie Fördermittel, Sponsorenverträge oder private Investoren, bereiten Verträge vor und überwachen Zahlungseingänge. Sie führen Lohn- und Gehaltsabrechnungen für Crew und Cast, melden Beschäftigte bei Sozialversicherungsträgern an und führen Steuern sowie Beiträge ab. Lizenz- und Verwertungsrechte beschaffen sie und behalten deren Fristen im Blick. Neue Produktionsmethoden wie virtuelle Echtzeit-Filmsets beziehen sie in ihre Kostenmodelle ein, um Einsparpotenziale realistisch abzubilden. Nach Drehschluss erstellen sie eine prüffähige Endabrechnung und liefern alle Unterlagen für Abschlussprüfung und Controlling.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Oft wird für den Zugang eine kaufmännische Aus- oder Weiterbildung in der Filmwirtschaft oder ein passendes Studium vorausgesetzt.
Zugangswege
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Filmgeschäftsführer/in?
Für Filmgeschäftsführer/innen liegen derzeit keine verlässlichen Durchschnittswerte vor. Das Einkommen richtet sich vor allem nach der Größe und Finanzkraft der Produktionsfirma, der Höhe des Projektbudgets sowie deiner Berufserfahrung. Region, Tarifbindung und ob du fest angestellt oder freiberuflich arbeitest spielen zusätzlich eine Rolle.
Wie sind die Berufsaussichten als Filmgeschäftsführer/in?
Die Berufsaussichten als Filmgeschäftsführer/in sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Aktuell ist der Fachkräftemangel gering – offene Stellen werden meist schnell besetzt. Bis 2040 wird es für Arbeitgeber jedoch schwieriger, qualifizierte Fachkräfte zu finden, sodass die Konkurrenz unter Bewerbern langfristig sinkt. Gleichzeitig gibt es weniger Altersabgänge als in vielen anderen Berufen, was das Stellenangebot etwas begrenzt.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Filmgeschäftsführer/in?
Der Job spielt sich überwiegend am Computer in Büro- oder Studioräumen ab, gelegentlich aber auch direkt am Set oder im Freien. Du trägst hohe Budgetverantwortung und musst zahlreiche vertrags-, versicherungs- und urheberrechtliche Vorgaben einhalten. Kunden- und Crewkontakt gehört dazu, und durch drehbedingte Termine fallen oft unregelmäßige Arbeitszeiten an.
Womit arbeitet man als Filmgeschäftsführer/in?
Zum Alltag gehören Finanz- und Budgetpläne, Produktionsverträge sowie Abschlussbilanzen, die du ständig im Blick behältst. Dafür nutzt du einen PC mit Tabellen-, Buchhaltungs- und Controlling-Software, Internetzugang, Telefon und Videokonferenz-Tools, um dich mit Produktion, Verleihern und Geldgebern abzustimmen.
Kann man sich als Filmgeschäftsführer/in selbständig machen?
Ja, viele Filmgeschäftsführer/innen arbeiten freiberuflich. Mit einem eigenen Dienstleistungsbüro kannst du die kaufmännische Betreuung einzelner Filmprojekte übernehmen und wirst projektweise von Produktionsfirmen engagiert.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Filmgeschäftsführer/in?
Beliebte Themen sind Medienrecht, Urheberrecht, Public Relations oder Controlling und Finanzplanung. Kurse zu Aufnahme- und Produktionsleitung vertiefen dein Know-how für größere Budgets, während Seminare in Medien-, Kultur- oder Musikmanagement dein Profil für übergeordnete Managementaufgaben schärfen.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Filmgeschäftsführer/in?
Mit wachsender Erfahrung und Zusatzqualifikationen kannst du zur Produktionsleitung aufsteigen oder als Producer/in die Gesamtverantwortung für Projekte übernehmen. Ein Masterstudium in Film- und Fernsehproduktion, Medienmanagement oder Unternehmensführung vertieft dein betriebswirtschaftliches Wissen und ebnet den Weg in leitende Positionen. Wer Forschung oder Lehre anstrebt, kann nach dem Master auch promovieren.
