Figurenkeramformer/Figurenkeramformerin – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Figurenkeramformer/Figurenkeramformerin

Auch bekannt als: Industriekeramiker/in (Schwerpunkt Feinkeramik) · Keramiker/in - Schwerpunkt Gebrauchskeramik

BerufsfeldHandwerk & Fertigung
Arbeitsortein Werkstätten · in Werkhallen · in Lagerräumen
Dauer3 Jahre

Über den Beruf

Figurenkeramformer/innen stellen Plastiken, Zier- und Gebrauchsgegenstände aus feinkeramischen Massen her. Sie planen den Arbeitsablauf, mischen Porzellan- oder Tonmassen und gießen, pressen oder streichen sie in Gipsformen. Kleine Garnierteile modellieren sie frei Hand. Nach dem Trocknen lösen sie die Formlinge aus der Form, entfernen Nähte und verputzen Oberflächen mit Messer, Schwamm und Pinsel. Einzelteile wie Arme, Henkel oder Sockel fügen sie mit dünnflüssigem Garnierschlicker zusammen und sichern komplizierte Gruppen mit Stützen. Häufig tragen sie Glasuren oder Engoben auf, bevor die Rohlinge in den Brennofen kommen. Während des gesamten Prozesses prüfen sie Abmessungen, Statik und Oberflächengüte, damit jede Figur die gewünschte Form und Festigkeit erreicht.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAnerkannter Ausbildungsberuf
AusbildungsartDuale Ausbildung in Industrie und Handel (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
Dauer3 Jahre
Zugangsvoraussetzungen1
  • Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Figurenkeramformer/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.436 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 2.909 € und 3.887 €. Tarifzuschläge, etwa für Schichtarbeit, können das Einkommen zusätzlich erhöhen.

Wie lange dauert die Ausbildung zum/zur Figurenkeramformer/in?

Die duale Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre. Dabei wechseln sich Praxis im Betrieb und Unterricht in der Berufsschule ab.

Welche Schulfächer sind für Figurenkeramformer/innen wichtig?

Werken/Kunst und Mathematik sind besonders relevant. Kunst stärkt dein räumliches Vorstellungsvermögen und deine Gestaltungsfähigkeit, während Mathe dir hilft, Proportionen und Maße korrekt zu berechnen.

Ist der Beruf als Figurenkeramformer/in körperlich anstrengend?

Du brauchst vor allem kräftige und feinmotorisch geschickte Arme und Hände, um Gipsformen zu bewegen und filigrane Details sauber zu modellieren. Größere Hebearbeiten oder Dauerschwerlasten stehen dagegen seltener im Vordergrund.

Wie sind die Berufsaussichten als Figurenkeramformer/in?

Die Berufsaussichten als Figurenkeramformer/in sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch, offene Stellen sind daher schwer zu besetzen – das kommt Jobsuchenden zugute. Bis 2040 sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern, weil Arbeitgeber voraussichtlich länger nach Personal suchen. Gleichzeitig werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Allerdings schrumpft die Gesamtbeschäftigung bis 2040, was das Stellenangebot etwas dämpfen kann.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Figurenkeramformer/in?

Schutzkleidung wie hitzebeständige Handschuhe, Schutzbrille und Atemmaske ist Pflicht, und durch den Einsatz von Brennöfen kann Schichtarbeit anfallen.

Womit arbeitet man als Figurenkeramformer/in?

Zum Alltag gehören Gipsformen, Pinsel, Messer und Garnierhölzer für die Feinarbeit sowie Maschinen wie Mischanlagen, Drehscheiben und Keramikbrennöfen. Verarbeitet werden dabei Werkstoffe wie Ton, Porzellanmasse und Glasuren nach Entwurfs- oder Fertigungszeichnungen.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Figurenkeramformer/innen?

Du kannst dein Know-how durch Lehrgänge in Glas- und Keramikverarbeitung, Bildhauerei oder plastischem Gestalten vertiefen. Diese Kurse erweitern dein Technikrepertoire und eröffnen dir künstlerische oder spezialisierte Einsatzfelder.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es für Figurenkeramformer/innen?

Ein Aufstieg ist über den Abschluss als Industriemeister/in Keramik oder als Techniker/in für Keramiktechnik (Bachelor Professional in Technik) möglich, womit du Produktions- oder Teamleitungen übernehmen kannst. Gestalterisch orientierte Fachkräfte wählen häufig den Weg zum/zur Gestalter/in Keramik (Bachelor Professional in Gestaltung). Darüber hinaus öffnen Bachelor- oder Masterstudiengänge in Keramik- bzw. Glastechnik oder in Produkt- und Industriedesign die Tür zu verantwortungsvollen Positionen in Entwicklung und Design.