Feldwebel im Geoinformationsdienst – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Feldwebel im Geoinformationsdienst

Auch bekannt als: Bundeswehrsoldat/in · Feldwebel bei der BundeswehrFeldwebel des GeoinformationsdienstesGeoInfo-FeldwebelSoldat/inSoldat/in auf Zeit (Laufbahngruppe Unteroffiziere)UnteroffizierFeldwebel des militärgeographischen DienstesHauptbootsmann (Marine)HauptfeldwebelOberbootsmann (Marine)OberfeldwebelOberstabsbootsmann (Marine)OberstabsfeldwebelStabsbootsmann (Marine)StabsfeldwebelBootsmann (Marine)Feldwebel ·

BerufsfeldSchutz & Sicherheit
Arbeitsorteim Freien · auf Flughäfen der Bundeswehr · in Büroräumen · in Besprechungszimmern · im Ausland, ggf. in Krisenregionen
Dauer3 Jahre

Über den Beruf

Feldwebel im Geoinformationsdienst der Bundeswehr erfassen, analysieren und visualisieren Gelände-, Raum- und Wetterdaten für Heer, Luftwaffe und Marine. Sie vermessen Straßen, Brücken oder Landeplätze mit GPS, 3-D-Laserscannern oder Drohnen, werten Satelliten- und Luftbilder aus und pflegen Geoinformationssysteme. Aus den Ergebnissen entstehen digitale Karten, Höhenmodelle oder holografische Darstellungen, die Kommandeuren präzise Entscheidungen zu Marschplanung, Flugrouten oder Katastrophenschutz ermöglichen. Sie beobachten meteorologische Parameter, bereiten die Messreihen auf und geben sie an Piloten und Einsatzstäbe weiter. Außerdem bilden sie Soldatinnen und Soldaten in Vermessungstechnik, Datenerfassung und Kartografie aus, koordinieren ihren Vermessungstrupp und tragen Verantwortung für Gerät und Personal – auch bei multinationalen Einsätzen.

Ausbildung & Zugang

BerufstypSoldatenlaufbahn
AusbildungsartAusbildung im Soldatenstatus bei der Bundeswehr (geregelt durch Soldatengesetz und Soldatenlaufbahnverordnung)
Dauer3 Jahre
Zugangsvoraussetzungen6
  • Hauptschulabschluss + abgeschlossene förderliche Berufsausbildung oder mittlerer Bildungsabschluss
  • Oder bei Einstellung mit höherem Dienstgrad als Unteroffizier: Hauptschulabschluss + für die Verwendung verwertbarer Berufsabschluss
  • Oder als Stabsunteroffizier: zusätzlich 2 Jahre Berufserfahrung in vergleichbarer Berufstätigkeit
  • Ohne verwertbaren Berufsabschluss ggf. Qualifizierung während der Dienstzeit in einem anerkannten Ausbildungsberuf, z.B. Geomatiker/in oder Vermessungstechniker/in
  • Bei Einstellung im niedrigsten Mannschaftsdienstgrad Mindestalter 17 Jahre
  • Verpflichtung für eine bestimmte Dienstzeit

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Feldwebel/in im Geoinformationsdienst?

Die Bruttobesoldung liegt typischerweise bei 36.612 € pro Jahr. Sie richtet sich nach deinem Dienstgrad und kann durch Zulagen für Auslandseinsätze oder besondere Aufgaben steigen.

Wie lange dauert die Ausbildung zum/zur Feldwebel/in im Geoinformationsdienst?

Die Soldatenlaufbahn dauert 3 Jahre. Neben der militärischen Grundausbildung stehen fachspezifische Lehrgänge und Praxisphasen in Vermessung, Meteorologie und Geoinformationssystemen auf dem Plan.

Ist der Beruf als Feldwebel/in im Geoinformationsdienst körperlich anstrengend?

Ja, die Tätigkeit stellt hohe körperliche Anforderungen. Du brauchst Ausdauer für lange Märsche im Gelände, Kraft zum Tragen schwerer Ausrüstung und eine robuste Gesundheit, um auch unter schwierigen Witterungsbedingungen vermessen oder klettern zu können.

Welche digitalen Skills braucht man als Feldwebel/in im Geoinformationsdienst?

Wichtig sind sichere Kenntnisse in Geoinformationssystemen (GIS) und der Verarbeitung digitaler topografischer Karten. Zusätzlich solltest du 3-D-Laserscans auswerten, Drohnentechnik bedienen, automatisierte Bilderkennung nutzen und Geodaten für Gefahren-Management-Systeme aufbereiten können.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Feldwebel/in im Geoinformationsdienst?

Du arbeitest im Wechsel zwischen Büro, Flugplatz, Außendienst und gelegentlich Krisenregionen. Häufige Abwesenheit vom Wohnort, Verantwortung für ein Team, Umgang mit High-Tech-Geräten sowie das Tragen von Schutzkleidung gehören zum Alltag.

Womit arbeitet man als Feldwebel/in im Geoinformationsdienst?

Zum Equipment zählen Vermessungs- und meteorologische Messgeräte, Radar- und Funkanlagen sowie leistungsstarke Computer mit GIS-Software. Außerdem nutzt du Luft- und Satellitenbilder, Bohrprofile, Dienstvorschriften und Ausbildungsunterlagen, um dein Team zu führen und Daten auszuwerten.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Feldwebel/in im Geoinformationsdienst?

Mit entsprechender Eignung kannst du in den Offizierdienstgrad aufsteigen und Führungsverantwortung im Geoinformationsdienst übernehmen. Ein Bachelor- oder Masterstudium in Vermessungstechnik, Geoinformatik oder Geotechnologie eröffnet dir zusätzlich Fach- und Leitungsposten innerhalb der Bundeswehr.