Offizier im Geoinformationsdienst – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Offizier im Geoinformationsdienst

Auch bekannt als: Bundeswehroffizier · GeoInfo-OffizierOffizier bei der BundeswehrOffizier des GeoinformationsdienstesSoldat/inSoldat/in auf Zeit (Laufbahngruppe Offiziere)Militärgeografischer OffizierOffizier des militärgeografischen DienstesOffizier im militärgeografischen DienstHauptmannMajorOberst ·

BerufsfeldSchutz & Sicherheit
Arbeitsortein Büroräumen · in Rechenzentren · im Freien · im Ausland, ggf. in Krisenregionen
DauerMindestens 4 Jahre

Über den Beruf

Offiziere im Geoinformationsdienst leiten Vermessungsteams, werten Satellitenbilder aus und entwickeln Geoinformationssysteme. Sie organisieren Geländeerkundungen, planen 3-D-Laserscans oder Drohnenflüge und prüfen die gewonnenen Messreihen auf Genauigkeit. Mithilfe von Big-Data-Analysen und KI-gestützter Bilderkennung spüren sie Veränderungen in Gelände, Vegetation oder Infrastruktur auf. Am Rechner modellieren sie Höhenprofile, simulieren Überschwemmungen und erstellen Seegang- sowie Wetterprognosen für Heer, Luftwaffe und Marine. Im Geodatenmanagement pflegen sie weltweite Datenbanken, kontrollieren Zugriffe und bereiten Karten in verschiedenen Maßstäben auf. Die aufbereiteten Informationen fließen direkt in Operationsplanung, Katastrophenschutz und Materiallogistik der Bundeswehr ein. Neben der fachlichen Arbeit übernehmen die Offiziere Führungsverantwortung: Sie bilden Soldat/innen aus, strukturieren Arbeitsabläufe und beraten militärische Entscheidungsträger mit aktuellen Lagebildern.

Ausbildung & Zugang

BerufstypSoldatenlaufbahn
AusbildungsartAusbildung im Soldatenstatus bei der Bundeswehr (geregelt durch Soldatengesetz und Soldatenlaufbahnverordnung)
DauerMindestens 4 Jahre
Zugangsvoraussetzungen3
  • Allgemeine Hochschulreife, fachgebundene Hochschulreife oder Fachhochschulreife
  • Mindestalter 17 Jahre
  • Verpflichtung für eine bestimmte Dienstzeit

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Offizier/in im Geoinformationsdienst?

Die Bruttobesoldung als Offizier/in im Geoinformationsdienst liegt typischerweise bei 47.196 € pro Jahr. Mit zunehmendem Dienstalter und jeder Beförderung – etwa vom Leutnant zum Hauptmann oder Major – steigt deine Besoldungsgruppe und damit auch das Einkommen.

Wie lange dauert die Ausbildung zum/zur Offizier/in im Geoinformationsdienst?

Die Offizierausbildung im Geoinformationsdienst dauert mindestens 4 Jahre. Sie kombiniert ein akademisches Studium mit militärischer Führungsschulung und praktischen Einsätzen.

Welche Schulfächer sind wichtig für Offiziere im Geoinformationsdienst?

Wichtige Schulfächer sind Geowissenschaften und Sport. Gute Geowissenschaftskenntnisse erleichtern dir das Arbeiten mit Geodaten, während Sport dir hilft, den körperlichen Eignungstest der Bundeswehr zu bestehen.

Welche digitalen Skills braucht man als Offizier/in im Geoinformationsdienst?

Gefragt sind sichere Fähigkeiten im Umgang mit digitalen Vermessungs- und Analysesystemen. Dazu zählen 3-D-Laserscanning, Drohnentechnik, GIS-Software, Data-Mining-Tools und KI-gestützte Bilderkennung, um große Geodatensätze schnell auszuwerten.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Offizier/in im Geoinformationsdienst?

Die Arbeitsbedingungen gelten als anspruchsvoll. Du wechselst zwischen Büro, Gelände und möglichen Auslandseinsätzen, trägst je nach Auftrag Schutzkleidung, führst Waffen und bist wegen Übungen oder Missionen häufig von deinem Wohnort abwesend. Gleichzeitig trägst du Verantwortung für unterstellte Soldaten/innen und musst zahlreiche Dienstvorschriften einhalten.

Womit arbeitet man als Offizier/in im Geoinformationsdienst?

Im Einsatz nutzt du fernmeldetechnische Anlagen, Radar- und Funkgeräte, leistungsstarke Computer, GIS-Software und Datenbanksysteme. Ergänzend arbeitest du mit Bodenproben, Dienstvorschriften, Berichten und verschiedenem Schulungs- und Kartenmaterial.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Offizier/in im Geoinformationsdienst?

Du kannst innerhalb der Laufbahn über Hauptmann und Major bis zum Oberst aufsteigen und größere Führungsstäbe übernehmen. Zusätzlich eröffnen ein Master oder eine Promotion in Fächern wie Geoinformatik, Vermessungstechnik oder Geophysik Chancen für spezialisierte Stabs­verwendungen oder Forschungsaufgaben.