Meteorologie (Master) – Arbeitsumfeld
Studium

Meteorologie (Master)

Auch bekannt als: Meteorologe/Meteorologin · Meteorologist (m/f)

BerufsfeldNaturwissenschaft & Umwelt
Arbeitsortein Büro- und Besprechungsräumen · in Wetterstationen · an Messstationen (z.T. im Freien) · bei Kunden (z.B. als Gutachter/innen) · in Hörsälen und Unterrichtsräumen · im Homeoffice bzw. mobil
Studiengänge29

Über den Beruf

Meteorolog/innen erstellen Wettervorhersagen, untersuchen Klimaprozesse und entwickeln Messinstrumente. Sie sammeln Daten mit Satelliten, Wetterradar oder Radiosonden, bereiten sie auf Großrechenanlagen auf und speisen sie in Klimamodelle ein. Auf dieser Grundlage analysieren sie Sturm-, Niederschlags- oder Hitzewellen und beraten Verkehrsunternehmen, Landwirte, Rückversicherer oder Katastrophenschutz. Für Behörden verfassen sie Gutachten zur Luftqualität oder zu langfristigen Klimaentwicklungen. In Forschungseinrichtungen entwickeln sie neue Modellierungsverfahren, nutzen Big-Data- und KI-Tools und veröffentlichen ihre Ergebnisse in Fachzeitschriften oder auf Konferenzen. Arbeiten sie an Hochschulen, konzipieren sie Lehrveranstaltungen, betreuen Abschlussarbeiten und werben Drittmittel für Projekte ein. Manche Meteorolog/innen konzipieren Sensoren oder automatisierte Messstationen und begleiten die Technik bis zur Serienreife. Jede Prognose stützt sich auf präzise Messungen und statistische Methoden, damit Entscheidungen in Verkehr, Energieversorgung oder Katastrophenmanagement rechtzeitig getroffen werden können.

Ausbildung & Zugang

Zugangsvoraussetzungen4
  • Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist in Meteorologie
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Je nach Hochschule zählen z.B. Leistungen im ersten Hochschulstudium
  • Ggf. Englischkenntnisse

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Karriere & Weiterbildung

Meteorologie (Master)Aktueller Beruf

Häufige Fragen

Was verdient man als Meteorologe/Meteorologin?

Meteorolog/innen verdienen typischerweise 6.060 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Arbeitgeber und Region liegen die Monatsgehälter zwischen 4.894 € und 7.158 €.

Ist der Beruf als Meteorologe/Meteorologin körperlich anstrengend?

Der Beruf ist überwiegend geistig geprägt, kann aber körperlich fordernd werden, wenn Messstationen bei Sturm, Kälte oder Hitze betreut werden. Eine robuste Gesundheit und gutes räumliches Sehvermögen sind daher wichtig, um Daten im Gelände sicher zu erheben.

Wie sind die Berufsaussichten als Meteorologe/Meteorologin?

Die Berufsaussichten als Meteorologe/Meteorologin sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, das spricht für Jobsuchende. Außerdem sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, Arbeitgeber suchen länger nach geeigneten Fachkräften.

Welche digitalen Skills braucht man als Meteorologe/Meteorologin?

Im Job kommen digitale Werkzeuge wie 3-D-Simulationen, Geoinformationssysteme (GIS) und Gefahren-Management-Systeme zum Einsatz. Du solltest außerdem Cognitive-Computing-Ansätze beherrschen, um riesige Wetterdatenmengen mit KI auszuwerten, und Dokumentenmanagementsysteme für Gutachten sicher nutzen. In der Lehre erleichtern dir Blended-Learning-Konzepte und digitale Tafeln die Wissensvermittlung.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Meteorologe/Meteorologin?

Der Arbeitsplatz wechselt zwischen Büro, Labor, Hörsaal und Messstation im Freien. Du arbeitest viel am Bildschirm mit hochpräzisen Daten und trägst Verantwortung für Studierende, Messgeräte und – bei Warnmeldungen – auch für Menschenleben. Je nach Einsatzort können Hitze, Kälte oder Nässe, aber auch intensiver Kundenkontakt und Präzisionsarbeit hinzukommen.

Womit arbeitet man als Meteorologe/Meteorologin?

Zum Equipment gehören Großrechenanlagen, Niederschlagsmesser, Spektroskope und weitere Präzisionsmessinstrumente. Hinzu kommen umfangreiche Wetterdatenbanken, Satellitenaufnahmen, Kartenmaterial und Statistiken, die du laufend auswertest. Im Büro nutzt du Standard-IT mit PC, Telefon und Internetzugang, um Berichte und Gutachten zu erstellen.

Kann man sich als Meteorologe/Meteorologin selbständig machen?

Ja, eine Selbständigkeit ist möglich, etwa als meteorologische/r Gutachter/in, Berater/in oder Projektleiter/in. Unternehmen, Behörden oder wissenschaftliche Einrichtungen beauftragen dich dann mit Prognosen, Risikoanalysen oder Studien.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Meteorologe/Meteorologin?

Beliebte Weiterbildungen reichen von Kursen in Geoinformationssystemen über physikalische Messtechnik bis hin zu Statistikprogrammen und Wahrscheinlichkeitsrechnung. Mit solchen Zusatzqualifikationen kannst du dich in Forschung und Entwicklung vertiefen oder in neue Anwendungsfelder wie Big-Data-Analysen einsteigen. Auch Seminare zu Geowissenschaften oder wissenschaftlicher Projektleitung stehen offen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Meteorologe/Meteorologin?

Nach dem Master eröffnet dir vor allem eine Promotion in Meteorologie oder Geophysik den Weg zu Leitungsfunktionen in Forschung, Industrie oder öffentlicher Verwaltung. Wer in der Hochschullehre weiterkommen will, kann anschließend habilitieren und sich so für eine Professur qualifizieren.

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