Claim-Manager/Claim-Managerin
Auch bekannt als: Nachtragsmanager/in
Über den Beruf
Claim-Manager/innen klären die wirtschaftlichen Folgen von Projektstörungen und verhandeln darüber mit Auftraggebenden und Zulieferern. Schon in der Angebotsphase analysieren sie Terminpläne, Leistungsverzeichnisse und Verträge, um Risiken wie Lieferengpässe oder Materialfehler zu erkennen. Sie wirken an der Vertragsgestaltung mit, legen Nachforderungsregeln fest und dokumentieren alle Absprachen. Während der Umsetzung überwachen sie Fristen, halten Abweichungen schriftlich fest und bewerten deren Kosten. Treten Änderungen auf, erstellen sie Eigenclaims, führen Wirtschaftlichkeitsberechnungen durch, prüfen gegnerische Forderungen juristisch und stimmen sich mit Projektleitung, Controlling oder Rechtsabteilung ab. In Nachtragsverhandlungen argumentieren sie anhand von Kalkulationen und Belegen. Zusätzlich unterstützen sie Teams bei sauberer Projektdokumentation und verfassen Entscheidungsunterlagen fürs Management. So sorgen sie dafür, dass nur berechtigte Ansprüche wirksam werden.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Für den Zugang wird häufig ein abgeschlossenes Studium verlangt, z.B. in Rechtswissenschaft oder Wirtschaftsingenieurwesen.
Zugangswege
Stellenangebote
Aktuelle Stellenangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Claim-Manager/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 6.639 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 5.175 € und {{entgeltQ75}} €.
Wie sind die Berufsaussichten als Claim-Manager/in?
Die Berufsaussichten als Claim-Manager/in sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040, sodass zusätzliche Stellen entstehen können. Allerdings gibt es weniger Altersabgänge als in anderen Berufen, wodurch seltener Positionen frei werden.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Claim-Manager/in?
Der Job spielt sich überwiegend in Büro- und Besprechungsräumen oder im Homeoffice ab. Du arbeitest viel am Bildschirm, hast engen Kundenkontakt und trägst Verantwortung für hohe Sachwerte, wenn du Nachforderungen verhandelst.
Womit arbeitet man als Claim-Manager/in?
Du nutzt vor allem Verträge, Angebotsunterlagen, Leistungsverzeichnisse und Projektdokumentationen. Digitale Claim-Plattformen, Terminplansoftware, Videokonferenztools sowie klassische Büroausstattung wie PC, Telefon und Internetzugang gehören ebenfalls zum Alltag.
Kann man sich als Claim-Manager/in selbständig machen?
Eine Selbständigkeit ist möglich, etwa mit einem eigenen Dienstleistungsbetrieb für Nachforderungs- bzw. Claim-Management. Mit Branchenkenntnis und einem guten Netzwerk kannst du Unternehmen projektbezogen beraten und ihre Claims abwickeln.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Claim-Manager/in?
Gefragte Themen sind Projektmanagement, Verhandlungsführung, Vertragsrecht oder Argumentations- und Überzeugungstechniken. Ergänzend kannst du dich in Customer Relationship Management, Finanz- und Rechnungswesen oder Unternehmensführung spezialisieren.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Claim-Manager/in?
Mit Erfahrung kannst du ins übergeordnete Projektmanagement wechseln oder Führungsaufgaben im Unternehmen übernehmen. Auch ein Schritt in die Unternehmensberatung oder eine Vertiefung in Wirtschaftsrecht eröffnet zusätzliche Karrierewege.
