Brennschneider/Brennschneiderin – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Brennschneider/Brennschneiderin

Auch bekannt als: Maschinenbrenner/in

BerufsfeldTechnik & Elektro
Arbeitsortein Werk- und Fabrikhallen · auf Baustellen (z.B. bei der Demontage von Industrieanlagen) · im Freien (z.B. auf Recyclinghöfen)
Offene Stellen80

Über den Beruf

Brennschneider/innen trennen Metallplatten, Rohre und Profile mithilfe von Autogen-, Plasma- oder Laserbrennschneidanlagen. Vor jedem Schnitt prüfen sie Materialgüte, Dicke und Abmessungen, lesen Fertigungsdaten und wählen das geeignete Verfahren. Sie rüsten konventionelle und CNC-gesteuerte Maschinen, spannen Werkstücke ein, fahren Probeläufe und justieren Schneidparameter oder Programme. Während des Prozesses überwachen sie Temperatur, Schnittgeschwindigkeit und Sensorwerte, greifen bei Abweichungen sofort ein und beheben kleinere Störungen selbst. Auch manuelles Brennschneiden kommt zum Einsatz, etwa bei komplexen Konturen. Nach dem Trennvorgang kontrollieren sie Schnittkanten, Maßhaltigkeit und Oberflächen, entfernen Grate und dokumentieren Ergebnisse. Regelmäßige Reinigung, Wartung und der Wechsel von Düsen, Kühl- und Schmierstoffen sichern dauerhaft präzise Schnittergebnisse.

Ausbildung & Zugang

Zugang zum Beruf

Oft wird für den Zugang eine Ausbildung im Metallbereich oder in der Schweißtechnik vorausgesetzt.

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Brennschneider/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.697 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.079 € und 4.430 €. Zusatzzahlungen für Schichtarbeit oder spezielle Qualifikationen wie Schweißprüfungen können das Einkommen weiter erhöhen.

Wie sind die Berufsaussichten als Brennschneider/in?

Die Berufsaussichten als Brennschneider/in sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen bleiben oft lange unbesetzt, was deine Chancen verbessert. Langfristig sinkt auch die Konkurrenz unter Bewerbern, weil Betriebe stetig länger nach geeignetem Personal suchen. Viele Altersabgänge werden erwartet, sodass zusätzliche Jobs frei werden. Gleichzeitig schrumpft die Gesamtbeschäftigung auf Sicht, was das Stellenangebot etwas dämpfen kann.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Brennschneider/in?

Die Arbeit findet überwiegend in Produktionshallen, auf Montagebaustellen oder im Freien statt, je nach Auftrag. Hohe Temperaturen durch den Schneidprozess, Funkenflug, Rauchgase und Maschinenlärm gehören zum Alltag; daher trägst du ständig Schutzhelm, Brille, Handschuhe und Gehörschutz. Kälte, Nässe oder Zugluft können bei Außenarbeiten hinzukommen. Wer mit Hitze, Lärm oder körperlicher Handarbeit Probleme hat, sollte sich der Belastungen bewusst sein.

Womit arbeitet man als Brennschneider/in?

Wichtigstes Werkzeug ist der Schneidbrenner in verschiedenen Ausführungen sowie CNC-gesteuerte Brenn- und Plasmaschneidmaschinen. Du spannst Platten, Rohre oder Profile aus Stahl, Edelstahl oder Aluminium mit speziellen Vorrichtungen ein und setzt Kühl- und Schmierstoffe ein, um Material und Maschine zu schonen. Technische Zeichnungen, Stücklisten und digitale Fertigungsdaten dienen als Orientierung bei der Programmierung. Auch Unterlagen zu Sicherheits- und Arbeitsschutzvorschriften liegen immer griffbereit.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Brennschneider/in?

Mögliche Weiterbildungen reichen von Kursen in modernen Schweiß-, Füge- und Trenntechniken bis hin zu Lehrgängen zur Metallbe- und ‑verarbeitung im Allgemeinen. Besonders gefragt sind Trainings in NC-/CNC-Technik – sowohl für die Programmierung als auch für Bedienung und Wartung der Anlagen. Auch Themen wie Automatisierungstechnik oder komplette Fertigungssysteme können dich für anspruchsvollere Aufgaben qualifizieren.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Brennschneider/in?

Sobald du Berufserfahrung gesammelt hast, kannst du dich etwa zum/zur Schweißwerkmeister/in oder Industriemeister/in Metall weiterqualifizieren und damit Führungsaufgaben übernehmen. Alternative Wege führen über Abschlüsse als Schweißfachmann/-frau oder Schweißlehrer/in, um Personal anzuleiten und Ausbildungen durchzuführen. Wer ein Studium dranhängt – etwa Maschinenbau oder Versorgungstechnik – öffnet sich Türen zu Konstruktion, Planung oder technischen Leitungsfunktionen.

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