Bohrgeräteführer/Bohrgeräteführerin – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Bohrgeräteführer/Bohrgeräteführerin

Auch bekannt als: Bohrmaschinist/in · Bohrmeister/in · Driller (m/f)

BerufsfeldBau & Architektur
Arbeitsorteim Freien · in Büroräumen · in Baucontainern
Offene Stellen206

Über den Beruf

Bohrgeräteführer und Bohrgeräteführerinnen steuern Bohrungen im Bauwesen, im Bergbau oder bei geologischen Erkundungen. Sie planen den Einsatz, überwachen Transport und Aufbau der Bohranlage und wählen passende Werkzeuge, Bohrgestänge sowie Druckluftkompressoren aus. Vor Ort prüfen sie die Technik, führen Probebohrungen aus und entnehmen Boden- oder Gesteinsproben. Messsysteme zur Grundwasserkontrolle installieren und kalibrieren sie eigenständig. Während des Bohrvorgangs achten sie auf Tiefe, Bohrgeschwindigkeit und Spülflüssigkeit, dokumentieren jede Schicht und erstellen Berichte. Sie veranlassen Wartungs- und Reparaturarbeiten, damit die Ausrüstung jederzeit betriebsbereit bleibt. In leitender Funktion teilen sie Aufgaben zu, schulen Mitarbeitende und überwachen die Einhaltung von Arbeits-, Umwelt- und Sicherheitsvorschriften. So liefern sie verlässliche Daten und schaffen die Basis für Brunnen, Fundamente oder Erdwärmesonden.

Ausbildung & Zugang

Zugang zum Beruf

Oft wird für den Zugang eine Ausbildung im Tiefbau, Brunnenbau oder in der Baugeräteführung vorausgesetzt.

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Bohrgeräteführer/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.973 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.305 € und 4.736 €.

Wie sind die Berufsaussichten als Bohrgeräteführer/in?

Die Berufsaussichten als Bohrgeräteführer/in sind ausgeglichen. Aktuell herrscht hoher Fachkräftemangel – offene Stellen sind schwer zu besetzen, das spricht für Jobsuchende. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Allerdings schrumpft die Beschäftigung bis 2040.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Bohrgeräteführer/in?

Der Arbeitsalltag spielt sich oft auf wechselnden Baustellen im Freien ab, bei jeder Witterung. Häufig bist du tagelang von zuhause weg und wohnst mit dem Team in Baucontainern. Die Arbeit erfolgt überwiegend im Stehen an lauten, vibrierenden Maschinen, deshalb sind Schutzhelm, Gehörschutz und Sicherheitsschuhe Pflicht. Teamarbeit gehört ebenso dazu wie das Einweisen anderer Baumaschinenführer/innen.

Womit arbeitet man als Bohrgeräteführer/in?

Zum Einsatz kommen schwere Bohrgeräte, hydraulische Verrohrungsmaschinen sowie Druckluft- und Bodenverdrängungshämmer. Je nach Auftrag nutzt du auch grabenlose Rohrverlegegeräte oder Erdraketen. Dokumentiert wird mit Schichtenverzeichnissen, Bohrberichten, Pumpprotokollen und Terminplänen.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Bohrgeräteführer/in?

Möglich sind Fachlehrgänge zur Baumaschinensachkunde, Tief- und Rohrleitungsbau oder zu Grund-, Wasser- und Felsbau. Solche Kurse bringen dich auf den neuesten Stand bei Technik, Sicherheit und Bauverfahren und können deine Chancen auf verantwortungsvollere Aufgaben deutlich erhöhen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Bohrgeräteführer/in?

Mit Erfahrung ist der Schritt zum/zur Brunnenbauermeister/in (Bachelor Professional) oder Polier/in im Tiefbau möglich. Ein Studium im Bauingenieurwesen eröffnet zusätzlich den Weg in Planung, Projektleitung und leitende Positionen.

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