Blitzschutzmonteur/Blitzschutzmonteurin
Auch bekannt als: Lightning Protection Engineer (m/f)
Über den Beruf
Blitzschutzmonteure und Blitzschutzmonteurinnen installieren, warten und reparieren Anlagen, die Gebäude vor Blitzeinschlägen und Überspannung schützen. Anhand von Bau- und Installationsplänen verlegen sie Ableitungen, setzen Erdungsstäbe und montieren Fangeinrichtungen auf Dächern und Fassaden. Nach der Montage prüfen sie mit Widerstandsmessgeräten, ob alle Leitungen sicheren Kontakt zur Erde haben und die geltenden Normen einhalten. Sie dokumentieren jedes Detail, erstellen Aufmaße und pflegen Wartungsprotokolle, damit Betreiber den Nachweis gegenüber Versicherern behalten. Regelmäßige Inspektionen gehören ebenso dazu wie der Austausch korrodierter Klemmen oder die Beseitigung von Sturmschäden. Bei Störungen beraten sie Kundinnen und Kunden, finden die Ursache und stellen die Schutzfunktion zügig wieder her. Ihre Arbeit verhindert Brände, Geräteschäden und Personengefährdung durch Blitzströme.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Für den Zugang wird häufig eine Ausbildung im Bereich Elektrotechnik oder Elektronik vorausgesetzt.
Stellenangebote
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Blitzschutzmonteur/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.765 € brutto im Monat. Mit Erfahrung kannst du zwischen 3.188 € und 4.542 € verdienen. In Regionen mit hoher Nachfrage oder bei spezialisierten Betrieben ist die obere Spanne wahrscheinlicher.
Wie sind die Berufsaussichten als Blitzschutzmonteur/in?
Die Berufsaussichten als Blitzschutzmonteur/in sind ausgeglichen. Aktuell herrscht hoher Fachkräftemangel – offene Stellen sind schwer zu besetzen, das kommt Jobsuchenden entgegen. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Allerdings schrumpft die Beschäftigung bis 2040, sodass das Jobangebot langfristig etwas zurückgehen könnte.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Blitzschutzmonteur/in?
Die Arbeitsbedingungen wechseln zwischen Werkstatt und Baustelle. Du arbeitest oft im Freien auf Dächern oder Gerüsten, trägst Schutzkleidung und musst mit Kälte, Hitze oder Nässe zurechtkommen. Die Arbeit erfordert den sicheren Umgang mit Werkzeugen und elektrischen Anlagen sowie das Arbeiten in größerer Höhe mit Absturzgefahr.
Womit arbeitet man als Blitzschutzmonteur/in?
Blitzschutzmonteur/innen nutzen Bohrmaschinen, Zangen, Widerstandsmessgeräte und viele weitere Handwerkzeuge. Installationspläne, Normblätter und Diagnosesoftware unterstützen dich bei Planung, Dokumentation und Fehlersuche. Auf der Baustelle gehören außerdem Gerüste, Leitern, Kabel, Drähte und Klemmen zum täglichen Equipment.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Blitzschutzmonteur/in?
Es gibt zahlreiche Fachkurse, zum Beispiel in Blitzschutzanlagenbau und -prüfung oder Gebäudesystemtechnik. Seminare zu Normen, Sicherheits- und Prüfbestimmungen in elektrischen Anlagen halten dein Wissen aktuell. Wer sich breiter aufstellen will, kann Lehrgänge in Elektrotechnik, elektrischer Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik oder in Wartung und Instandhaltung besuchen.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Blitzschutzmonteur/in?
Mit mehrjähriger Praxis kannst du die Meisterprüfung ablegen und Elektrotechnikermeister/in oder Bachelor Professional im Elektrotechniker-Handwerk werden. Eine weitere Option ist der Abschluss als Industriemeister/in Elektrotechnik. Ein Studium der Gebäudetechnik, Gebäudeenergietechnik oder Elektrotechnik eröffnet dir darüber hinaus leitende Funktionen oder den Schritt in die Planung.
