Elektroanlagenmonteur/Elektroanlagenmonteurin
Auch bekannt als: Automatikmonteur/in · Elektrotechniker/in · Electronic systems fitter (m/f)
Über den Beruf
Elektroanlagenmonteure und -monteurinnen installieren und prüfen Anlagen der Stromversorgung, Steuerungs-, Sicherheits- und Beleuchtungstechnik. Vor Beginn der Montage lesen sie Schaltpläne und Stücklisten, kalkulieren Materialmengen und richten Messgeräte und Werkzeuge her. Sie fertigen Halterungen, Kabelkanäle oder Gehäuseteile durch Bohren, Biegen oder Schweißen selbst an, montieren Anschluss- und Verteilertafeln und verdrahten Baugruppen mit Crimp- oder Lötverbindungen. Anschließend nehmen sie die Systeme in Betrieb, messen Spannung, Strom und Widerstand und dokumentieren alle Prüfwerte. Treten Störungen auf, grenzen sie Fehler mithilfe von Diagnosegeräten und Schaltunterlagen ein, tauschen defekte Bauteile aus oder fertigen Ersatzteile an. Moderne Anlagen überwachen sie häufig per Software und nutzen digitale Messdaten für vorausschauende Wartung. Durch sorgfältige Prüfung stellen sie den spannungsfreien Zustand sicher, bevor sie arbeiten, und gewährleisten so die elektrische Sicherheit der installierten Anlagen.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Ausbildungsplätze
Aktuelle Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Elektroanlagenmonteur/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.627 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.863 € und 5.350 €.
Wie lange dauert die Ausbildung als Elektroanlagenmonteur/in?
Die duale Ausbildung dauert 3 Jahre. Während dieser Zeit wechseln sich Praxis im Betrieb und Unterricht in der Berufsschule ab.
Welche Schulfächer sind wichtig für Elektroanlagenmonteur/innen?
Mathematik, Physik und Werken/Technik sind besonders hilfreich. Gute Kenntnisse erleichtern dir das Berechnen elektrischer Größen, das Verstehen physikalischer Abläufe und das handwerkliche Arbeiten an Bauteilen.
Ist der Beruf als Elektroanlagenmonteur/in körperlich anstrengend?
Der Beruf ist körperlich fordernd. Du musst schwere Kabel tragen, oft über Kopf oder in engen Bereichen arbeiten, schwindelfrei sein und ein sicheres Farb- sowie räumliches Sehvermögen mitbringen.
Wie sind die Berufsaussichten als Elektroanlagenmonteur/in?
Die Berufsaussichten sind ausgeglichen. Aktuell herrscht hoher Fachkräftemangel – offene Stellen bleiben lange unbesetzt, was deine Chancen erhöht. Viele Altersabgänge werden erwartet, sodass zusätzliche Jobs frei werden. Gleichzeitig schrumpft die Beschäftigung bis 2040, weshalb eine laufende Weiterbildung wichtig bleibt.
Welche digitalen Skills braucht man als Elektroanlagenmonteur/in?
Digitale Technologien spielen eine wachsende Rolle. Du solltest 3-D-Druck, CAM-Systeme, vernetzte Gebäudetechnik, Aktorik und Echtzeitdaten für Predictive Maintenance beherrschen. Auch Augmented-Reality-Anwendungen und die Zusammenarbeit mit Cobots können Teil deines Arbeitsalltags sein.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Elektroanlagenmonteur/in?
Schutzhelm, Sicherheitsschuhe und Schweißerbrille gehören zur Pflichtausrüstung; Schicht- und Rufbereitschaft sind üblich. Der Umgang mit stromführenden Anlagen erfordert strikte Einhaltung von Sicherheitsvorschriften.
Womit arbeitet man als Elektroanlagenmonteur/in?
Zum Einsatz kommen Bohrmaschinen, Biege- und Ablängvorrichtungen, Spannungs- und Widerstandsmessgeräte, Schraubendreher sowie Lötkolben. Außerdem arbeitest du mit Verteileranlagen, Notstromaggregaten, IT-Bus-Systemen und erhältst Vorgaben aus Stücklisten, Berechnungstabellen und Sicherheitsvorschriften.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Elektroanlagenmonteur/in?
Du kannst dich in Elektrischer Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik, Energie- und Anlagentechnik oder Normen und Sicherheitsbestimmungen spezialisieren. Kurse zu Schweiß-, Füge- und Trenntechniken oder zur Informations- und Kommunikationstechnik schärfen zusätzlich dein Profil.
