Bildhauer/Bildhauerin
Auch bekannt als: Sculptor (m/f)
Über den Beruf
Bildhauer/innen entwerfen Skulpturen, Reliefs und Installationen und bringen sie aus Stein, Holz, Ton oder Metall in Form. Sie entwickeln eigene künstlerische Konzepte oder besprechen Kundenwünsche, fertigen Skizzen und Ton- oder Gipsmodelle und stimmen diese bis ins Detail ab. Anschließend übertragen sie Maße durch Stich- oder Punktiertechniken auf den Rohblock, meißeln, schnitzen, gießen oder schweißen, bis die endgültige Gestalt entsteht. Oberflächen werden geschliffen, poliert, bemalt oder mit Schutzschichten versiegelt. Neben klassischem Handwerk setzen sie für Entwürfe oder Präsentationsmodelle auch 3-D-Scanning und ‑Druck ein. Fertige Werke präsentieren sie in Ausstellungen, pflegen Online-Portfolios und verhandeln Preise mit Galerien und Auftraggebern. Häufig leiten sie zudem Workshops oder Kunstprojekte mit Kindern und Jugendlichen.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen7
- Keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben
- Auswahlkriterien des Bildungsanbieters
- Zum Teil Hochschulreife oder fachgebundene Hochschulreife
- Oder zum Teil Teilnahme an einem Vorbereitungslehrgang
- Bei entsprechender künstlerischer Eignung auch mittlerer Bildungsabschluss
- Erfahrung mit Techniken und Materialien der Bildhauerei
- Ggf. Mindestalter, z.B. 18 oder 20 Jahre
Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Bildhauer/in?
Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt bei 28.512 € pro Jahr. Je nach Bundesland, Arbeitgeber und Erfahrung bewegt sich der tarifliche Rahmen zwischen 28.512 € und 28.512 €.
Wie viel verdient man in der Ausbildung als Bildhauer/in?
Im ersten Ausbildungsjahr verdienst du 942 € brutto im Monat, im zweiten 1.065 € und im dritten 1.212 €. Über die gesamte Ausbildungszeit ergibt sich damit ein Durchschnitt von rund 1.079 € monatlich.
Wie lange dauert die Ausbildung als Bildhauer/in?
Die Ausbildungsdauer ist nicht einheitlich geregelt. Sie richtet sich nach dem jeweiligen Bildungsträger und danach, ob du den Unterricht in Voll- oder Teilzeit belegst.
Welche Schulfächer sind wichtig für Bildhauer/innen?
Für die Ausbildung sind vor allem Werken/Technik und Kunst wichtig. Gute Vorkenntnisse darin erleichtern dir den Umgang mit Werkzeugen, Materialien und gestalterischen Grundlagen.
Ist der Beruf als Bildhauer/in körperlich anstrengend?
Der Beruf ist körperlich anspruchsvoll. Du arbeitest häufig stehend, kniend oder gebückt, bewegst schwere Werkstücke und setzt kraftaufwändige Werkzeuge wie Hammer, Meißel oder Motorsäge ein.
Wie sind die Berufsaussichten als Bildhauer/in?
Die Berufsaussichten als Bildhauer/in sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch Stellen frei werden. Zugleich herrscht geringer Fachkräftemangel – offene Stellen sind meist schnell besetzt, sodass die Konkurrenz unter Bewerber/innen höher ist.
Welche digitalen Skills braucht man als Bildhauer/in?
Im Berufsalltag werden zunehmend digitale Verfahren eingesetzt. Du solltest 3-D-Drucker und 3-D-Laserscanner bedienen können, Dateien aus Digital-Asset-Management-Systemen nutzen und Entwürfe aus Online-Produktkonfiguratoren in reale Objekte umsetzen.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Bildhauer/in?
Die Arbeitsbedingungen sind abwechslungsreich, aber oft laut, staubig und körperlich fordernd. Du arbeitest in Werkstätten, Ateliers oder im Freien, nutzt Maschinen wie Motorsägen oder Drucklufthämmer und trägst dabei Schutzbrille, Atemmaske und Gehörschutz.
Womit arbeitet man als Bildhauer/in?
Zum Einsatz kommen Werkzeuge vom Hammer und Meißel über Motorsäge und Schweißgerät bis hin zu Hebezeugen sowie Unterlagen wie Entwurfsskizzen und Fachliteratur.
Kann man sich als Bildhauer/in selbständig machen?
Ja, viele Bildhauer/innen machen sich als freie Künstler/innen mit eigenem Atelier selbstständig. Dabei übernimmst du neben der künstlerischen Arbeit auch Vermarktung, Kundenakquise und Ausstellungsorganisation.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Bildhauer/in?
Du kannst dich in Bereichen wie Bildhauerei, plastischem Gestalten, Natur- und Kunststeinverarbeitung, Holz- oder Metallbearbeitung sowie Gießereitechnik fortbilden. Kurse zu Mal- und Zeichentechniken oder Farblehre erweitern zusätzlich dein künstlerisches Repertoire.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Bildhauer/in?
Aufstiegschancen bieten Fortbildungen zum/zur Techniker/in für Steintechnik (Bachelor Professional) oder ein Studium in Bildender Kunst, Konservierung oder Restaurierung. Mit solchen Abschlüssen kannst du Werkstattleitungen übernehmen oder verantwortungsvolle Aufgaben in Museen und Hochschulen anstreben.
