Betriebsleiter/Betriebsleiterin - landwirtschaftlich – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Betriebsleiter/Betriebsleiterin - landwirtschaftlich

Auch bekannt als: Verwalter/in - Landwirtschaft · Farm Manager (m/f)

BerufsfeldNaturwissenschaft & Umwelt
Arbeitsorteim Freien · in Ställen · in Büroräumen · im Homeoffice bzw. mobil
Offene Stellen45

Über den Beruf

Landwirtschaftliche Betriebsleiter/innen planen und steuern alle Abläufe von der Aussaat bis zum Verkauf der Erzeugnisse. Sie entwickeln Anbau- und Tierhaltungsstrategien, kontrollieren Produktqualität und kalkulieren Kosten. Dabei behalten sie Märkte im Blick, prüfen Wirtschaftlichkeit und legen Budgets für Saatgut, Futter oder Technik fest. Moderne Methoden der Präzisionslandwirtschaft, etwa GPS-gesteuerte Traktoren, Drohnen oder Bodensensoren, führen sie in den Betrieb ein und optimieren so Arbeitsabläufe. Neben dem operativen Geschäft wählen, schulen und führen sie Mitarbeitende, erstellen Dienstpläne und kümmern sich um Buchführung sowie Finanzberichte. Sie erschließen neue Absatzwege, beispielsweise Direktvermarktung oder Erlebnisbauernhof, und achten strikt auf Rechtsvorschriften und nachhaltiges Wirtschaften. Damit sichern sie Ertrag, Qualität und langfristige Wettbewerbsfähigkeit des landwirtschaftlichen Betriebs.

Ausbildung & Zugang

Zugang zum Beruf

Oft wird ein abgeschlossenes Studium im Agrarbereich verlangt; alternativ kommt auch eine betriebswirtschaftliche oder technische Weiterbildung in der Landwirtschaft infrage.

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Betriebsleiter/in in der Landwirtschaft?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.706 € brutto im Monat. Mit Erfahrung kannst du zwischen 3.730 € und 6.122 € verdienen.

Kann man sich als Betriebsleiter/in in der Landwirtschaft selbständig machen?

Betriebsleiter/innen in der Landwirtschaft können sich selbständig machen. Viele übernehmen einen eigenen Hof oder gründen einen Betrieb. Du kannst dich auch als Sachverständige/r oder als Unternehmensberater/in für Agrarfragen selbständig machen.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Betriebsleiter/in in der Landwirtschaft?

Die Tätigkeit erfordert Verantwortung für Mitarbeitende und hohe Sachwerte. Du wechselst häufig zwischen Personalführung, Investitions- und Finanzplanung, Qualitätskontrolle und Kundenbetreuung. Neben Bildschirmarbeit gehört das Einweisen von Mitarbeitenden in Maschinen sowie der direkte Umgang mit Tieren oder Pflanzen dazu. Saisonabhängige Schwankungen sorgen für einen sehr abwechslungsreichen Arbeitsalltag.

Wie sind die Berufsaussichten als Betriebsleiter/in in der Landwirtschaft?

Die Berufsaussichten als Betriebsleiter/in in der Landwirtschaft sind eher schwierig. Die Beschäftigung schrumpft bis 2040. Zudem ist der Fachkräftemangel gering – offene Stellen werden meist schnell besetzt. Die Konkurrenz unter Bewerbern steigt bis 2040. Positiv wirkt, dass viele Altersabgänge erwartet werden, wodurch freie Stellen entstehen.

Womit arbeitet man als Betriebsleiter/in in der Landwirtschaft?

Betriebsleiter/innen nutzen eine breite Palette an Arbeitsmitteln. Dazu gehören Geräte wie Pflüge und Mähdrescher, Unterlagen wie Personaleinsatzpläne, Buchführungsbelege oder Zuchtbücher sowie Büroausstattung mit PC, Internet und Telefon. Außerdem arbeiten sie täglich mit Erzeugnissen wie Milch, Fleisch, Eiern sowie mit Nutzpflanzen und ‑tieren.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es?

Für den beruflichen Aufstieg bieten sich vor allem akademische Abschlüsse an. Ein Studium in Agrarmanagement, Agrarwissenschaft, Betriebswirtschaftslehre oder Business Administration – jeweils als Bachelor oder Master – qualifiziert dich für die Leitung größerer Betriebe oder für Positionen im Agrar-Consulting.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?

Betriebsleiter/innen können ihr Fachwissen in vielen Richtungen vertiefen. Beliebt sind Lehrgänge zu Landwirtschaft, Weinbau, Pflanzenschutz, Tierzucht und Tierhaltung sowie Kurse in Finanz- und Rechnungswesen, Controlling oder Qualitätsmanagement. Solche Weiterbildungen erhöhen deine Fachkompetenz und erleichtern die Übernahme zusätzlicher Verantwortungsbereiche.

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