Betreuungslehrer/Betreuungslehrerin an allgemeinbildenden Schulen
Über den Beruf
Betreuungslehrer/innen an allgemeinbildenden Schulen begleiten Studienreferendare durch den Vorbereitungsdienst. Sie beantworten fachliche und organisatorische Fragen, ermöglichen Hospitationen und besprechen anschließend die Unterrichtsstunden. Dabei weisen sie auf didaktische Methoden, Schulrecht und Aufsichtspflichten hin und beraten bei Klassenführung oder Fehlverhalten von Schüler/innen. Außerdem zeigen sie, wie Fachräume gepflegt und Unterrichtsmaterialien erstellt werden. Die Leistungen der angehenden Lehrkräfte beurteilen sie schriftlich und führen diese Einschätzungen in die Gesamtbeurteilung ein. Neben der Mentorentätigkeit unterrichten Betreuungslehrer/innen weiterhin eigene Klassen und halten so engen Kontakt zum Schulalltag.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Für die Ausübung dieses reglementierten Berufs und das Führen der Berufsbezeichnung muss eine bestimmte Qualifikation nachgewiesen werden; ausländische Qualifikationen müssen anerkannt sein. Für eine Tätigkeit im Lehramt ist die erfolgreich bestandene Zweite Staatsprüfung erforderlich, die nach dem Vorbereitungsdienst abgelegt wird. In den Vorbereitungsdienst gelangt man i.d.R. mit einem Lehramtsstudium und Masterabschluss oder mit dem Abschluss Staatsexamen; ggf. kommen auch Fachlehrer und -lehrerinnen infrage.
Zugangswege
Stellenangebote
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Häufige Fragen
Was verdient man als Betreuungslehrer/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.386 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Bundesland und Schulträger kannst du zwischen 3.393 € und 5.736 € verdienen.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Betreuungslehrer/in?
Betreuungslehrer/innen tragen Verantwortung für ganze Lerngruppen und angehende Kolleg/innen. In der Praxis arbeitest du häufig in Teams, bereitest Unterricht am Computer vor und führst Besprechungen in Büro- oder Klassenräumen. Vor dem Bildschirm erstellst du Gutachten und Lehrmaterialien, während im Unterricht direkte Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ansteht.
Womit arbeitet man als Betreuungslehrer/in?
Betreuungslehrer/innen nutzen klassische Unterlagen wie Lehrpläne, Schulbücher und Beurteilungsbögen ebenso wie digitale Technik. Du greifst auf PC, Internet, Telefon und Videokonferenztools zurück und präsentierst Inhalte per Beamer, Whiteboard oder interaktiver Tafel.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?
Für Betreuungslehrer/innen stehen verschiedene pädagogische Weiterbildungen offen. Du kannst dich etwa in Schulpädagogik, Fachdidaktik, Lernpädagogik, Lernberatung oder in Methoden der Erwachsenenbildung spezialisieren und so deine Beratungs- und Unterrichtskompetenz ausbauen.
Wie sind die Berufsaussichten als Betreuungslehrer/in?
Die Berufsaussichten als Betreuungslehrer/in sind eher schwierig. Die Beschäftigung wächst bis 2040, sodass zusätzliche Stellen entstehen können. Aktuell gibt es jedoch nur einen geringen Fachkräftemangel – offene Stellen werden schnell besetzt und die Konkurrenz ist entsprechend größer. Bis 2040 steigt die Konkurrenz unter Bewerbern weiter, weil Arbeitgeber schneller geeignete Personen finden. Zudem werden in diesem Beruf weniger Altersabgänge erwartet als in anderen Feldern, wodurch weniger Posten durch Ruhestände frei werden.
