Beteiligungsmanager/Beteiligungsmanagerin
Auch bekannt als: Beteiligungscontroller/in
Über den Beruf
Beteiligungsmanager/innen steuern Beteiligungen von Unternehmen im In- und Ausland. Sie analysieren Geschäftsberichte, bewerten Unternehmenswerte und recherchieren neue Investitionsmöglichkeiten. Vor Gesellschafterversammlungen erstellen sie Beschlussvorlagen, protokollieren Ergebnisse und dokumentieren jede Kapitalmaßnahme lückenlos. Ob Kapitalerhöhung, Exit oder neues Joint Venture – sie prüfen, dass alle Schritte den rechtlichen Vorgaben und internen Leitlinien entsprechen und leiten die relevanten Daten fristgerecht an Finanzbehörden weiter. Treten Risiken auf, sammeln sie Kennzahlen, erarbeiten Gegenstrategien und informieren das Management. In M&A-Projekten beraten sie zu Strukturen, begleiten Due-Diligence-Prüfungen und unterstützen beim Unternehmenskauf. Durch fundierte Analysen und enges Controlling sichern sie den langfristigen Erfolg des Beteiligungsportfolios.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Für diese Tätigkeit wird oft ein wirtschaftswissenschaftliches Studium vorausgesetzt, ergänzt durch mehrere Jahre einschlägige Berufspraxis.
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Beteiligungsmanager/in?
Das Gehalt liegt im Mittel bei 6.566 € brutto im Monat.
Wie sind die Berufsaussichten als Beteiligungsmanager/in?
Die Berufsaussichten als Beteiligungsmanager/in sind ausgeglichen. Aktuell ist der Fachkräftemangel hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, und viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Positionen frei werden. Allerdings schrumpft die Beschäftigung voraussichtlich bis 2040. Bis 2040 finden Arbeitgeber zudem schneller passende Kandidaten, sodass die Konkurrenz unter Bewerbern langfristig steigt.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Beteiligungsmanager/in?
Die Tätigkeit bringt eine hohe Verantwortung für Kapitalanlagen und oft auch für Mitarbeitende mit sich. Neben intensiver Bildschirmarbeit gehören Dienstreisen zu nationalen und internationalen Partnern samt Übernachtungen dazu. Gespräche und Verhandlungen finden nicht selten außerhalb klassischer Bürozeiten statt, wodurch flexible und unregelmäßige Arbeitszeiten üblich sind.
Womit arbeitet man als Beteiligungsmanager/in?
Beteiligungsmanager/innen nutzen vielfältige Unterlagen wie Gesellschafterbeschlüsse, Statistiken oder Abschlussdokumente sowie spezielle Beteiligungsmanagement-Software. Im Arbeitsalltag kommen außerdem PC, Internetzugang, Telefon und Videokonferenz-Tools zum Einsatz, um Analysen durchzuführen und mit Geschäftspartnern zu kommunizieren.
Kann man sich als Beteiligungsmanager/in selbständig machen?
Ja, Beteiligungsmanager/innen können sich selbständig machen, indem sie eine eigene Beteiligungsgesellschaft (z. B. Private-Equity-Holding) gründen oder übernehmen. Sammelst du Fremdkapital und bietest Finanzdienstleistungen an, brauchst du davor eine BaFin-Erlaubnis nach KWG; rein vermögensverwaltende Holdings sind genehmigungsfrei.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Beteiligungsmanager/in?
Für Beteiligungsmanager/innen bieten sich Weiterbildungen in Finanz- und Rechnungswesen, Controlling oder Prozessmanagement an. Kurse zu Wirtschaftsrecht, Steuerrecht oder Wirtschaftsprüfung halten dein Fachwissen aktuell und vertiefen juristische Kenntnisse. Auch Programme zu Banken- und Finanzdienstleistungen können deine Expertise erweitern.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Beteiligungsmanager/in?
Mit wachsender Erfahrung kannst du in leitende Positionen des Finanz- und Rechnungswesens oder des Controllings aufsteigen. Ein Studium in Wirtschaftswissenschaften oder Wirtschaftsrecht eröffnet zudem Perspektiven für strategische Führungsaufgaben, beispielsweise bei Banken oder Finanzdienstleistern.
