Geprüfter Berufsspezialist für Informationssicherheit/Geprüfte Berufsspezialistin für Informationssicherheit – Arbeitsumfeld
Weiterbildung

Geprüfter Berufsspezialist für Informationssicherheit/Geprüfte Berufsspezialistin für Informationssicherheit

Auch bekannt als: Informationssicherheitsspezialist/in

BerufsfeldIT & Digitales
Arbeitsortein Büro- und Besprechungsräumen · beim Kunden · im Homeoffice bzw. mobil
Dauerca. 8-12 Monate (Teilzeit)
Offene Stellen817

Über den Beruf

Informationssicherheitsspezialist/innen spüren Schwachstellen in IT-Landschaften auf, entwickeln Schutzkonzepte und begleiten deren Umsetzung. Sie analysieren Bedrohungs- und Risikoszenarien, führen Penetrationstests durch und leiten daraus Maßnahmen für Netzwerke, Server und Cloud-Dienste ab. Auf Basis anerkannter Standards wie ISO 27001 erarbeiten sie Richtlinien, definieren Rechte- und Rollenkonzepte und erstellen Notfallpläne, etwa für kritische Infrastrukturen. Wirtschaftliche Aspekte behalten sie im Blick: Sie kalkulieren Kosten, dokumentieren Fortschritte und bewerten die Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen in Audits. Im Projektteam konfigurieren sie Systeme, planen Testläufe und prüfen fortlaufend die Einhaltung von Compliance-Vorgaben. Außerdem bereiten sie Schulungsunterlagen vor und vermitteln Anwender/innen den sicheren Umgang mit sensiblen Daten.

Ausbildung & Zugang

BerufstypWeiterbildungsberuf: Berufsspezialist/in
AusbildungsartWeiterbildungsprüfung nach bundesweit einheitlicher Regelung.
Dauerca. 8-12 Monate (Teilzeit)
Zugangsvoraussetzungen4
  • I.d.R. Abschluss- oder Gesellenprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf der Informations- und Kommunikationstechnologie
  • Oder Abschluss in einem anderen anerkannten Ausbildungsberuf + mind. 1 Jahr einschlägige Berufspraxis
  • Oder mind. 60 Leistungspunkte im Studium + mind. 2 Jahre Berufspraxis
  • Alternativ mind. 4 Jahre Berufspraxis mit wesentlichen Bezügen zur Informationssicherheit

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Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Informationssicherheitsspezialist/in?

Das Gehalt liegt im Mittel bei 6.214 € brutto im Monat.

Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Informationssicherheitsspezialist/in?

Die berufsbegleitende Weiterbildung dauert in der Regel 8 bis 12 Monate. Abhängig von Anbieter, zeitlichem Umfang und deiner Lernorganisation kann sie etwas kürzer oder länger ausfallen.

Ist der Beruf körperlich anstrengend?

Der Beruf ist überwiegend sitzend und körperlich wenig belastend. Du solltest jedoch über gutes Nahsehvermögen, Feinmotorik an Tastatur und Maus sowie klares Sprechvermögen für Schulungen verfügen.

Welche digitalen Skills braucht man als Informationssicherheitsspezialist/in?

Informationssicherheitsspezialist/innen benötigen fundierte Kenntnisse in Cloud Computing, Edge Computing und Firewall-as-a-Service-Lösungen. Außerdem arbeitest du mit Compliance- und Consent-Management-Systemen, prüfst KI-gestützte Fraud-Detection-Tools und bewertest Dokumentenmanagementsysteme unter Sicherheitsaspekten.

Wie sind die Arbeitsbedingungen?

Die Arbeit ist stark verantwortungsbezogen, weil Systeme und Daten vor Angriffen geschützt werden müssen. Du verbringst viel Zeit am Bildschirm, hältst Präsentationen bei Kund/innen und bist bei Außendiensten gelegentlich länger vom Wohnort weg. Unregelmäßige Arbeitszeiten können auftreten, wenn akute Sicherheitslücken geschlossen werden müssen.

Kann man sich als Informationssicherheitsspezialist/in selbständig machen?

Eine Selbständigkeit ist möglich, etwa mit einem eigenen Beratungsunternehmen für IT-Sicherheit. Du könntest Unternehmen zu Sicherheitskonzepten beraten, Audits anbieten und Schulungen durchführen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es?

Mit zusätzlicher Berufserfahrung und passenden Fortbildungen sind Aufstiege bis zum Bachelor Professional oder zur Technikerin für IT-Sicherheit möglich. Alternativ kannst du dich in Richtung Netzwerktechnologie, Wirtschaftsinformatik oder Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Informationsverarbeitung qualifizieren.

Wie sind die Berufsaussichten als Informationssicherheitsspezialist/in?

Die Berufsaussichten gelten als sehr gut. Die Zahl der Erwerbstätigen in dieser Berufsgruppe steigt laut BA-Prognose bis 2040, während das Nachwuchsangebot aus dem In- und Ausland kleiner ausfällt als die altersbedingten Abgänge. Dadurch verschärft sich der Fachkräftemangel und Arbeitgeber benötigen immer länger, um offene Stellen zu besetzen. Bewerberinnen und Bewerber finden deshalb voraussichtlich schnell eine Anstellung und können mit stabiler Nachfrage rechnen.

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