Beamter/Beamtin im Archivdienst (mittlerer Dienst)
Auch bekannt als: Archivsekretär/in
Über den Beruf
Beamte und Beamtinnen im mittleren Archivdienst übernehmen Akten, Baupläne oder digitale Unterlagen, prüfen deren Archivwürdigkeit und verzeichnen sie in Fachsoftware. Sie ordnen die Archivalien, vergeben Signaturen und erfassen jedes Stück in elektronischen Findbüchern. Anschließend verpacken sie empfindliche Bestände, lagern sie im Magazin und kontrollieren sie regelmäßig auf Schäden. Bei Nutzeranfragen recherchieren sie in Datenbanken, geben Auskünfte, leihen Archivalien aus oder überwachen die Einsicht im Lesesaal. Daneben führen sie Aktenpläne, Zahlstellen- und Kassenbücher, erstellen Statistiken und unterstützen bei Ausstellungen oder Publikationen. Mit E-Akte, Dokumenten- und Sammlungsmanagementsystemen machen sie schriftliche wie audiovisuelle Quellen langfristig auffindbar.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Vorausgesetzt wird ein mittlerer Bildungsabschluss oder ein qualifizierender Hauptschulabschluss.
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Beamter/Beamtin im Archivdienst?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.829 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Dienstalter und Bundesland kannst du zwischen 3.389 € und 4.376 € verdienen.
Ist der Beruf körperlich anstrengend?
Der Beruf erfordert vor allem funktionstüchtige Arme und Hände sowie eine ruhige Feinmotorik. Beim Erfassen von Unterlagen am PC und dem vorsichtigen Umgang mit Originaldokumenten brauchst du gutes Seh-, Hör- und Sprachvermögen. Schweres Heben oder Dauerstehen spielen dagegen kaum eine Rolle.
Welche digitalen Skills braucht man als Beamter/Beamtin im Archivdienst?
Im Archivdienst werden Bibliotheks- und Dokumentenmanagementsysteme, E-Akte sowie Programme für digitales Sammlungsmanagement eingesetzt. Du solltest sicher mit Datenbanken umgehen können, elektronische Akten pflegen und Grundkenntnisse in Text-Mining oder VR-Anwendungen für Ausstellungen mitbringen.
Wie sind die Arbeitsbedingungen im Archivdienst?
Die Arbeit ist stark reglementiert und findet überwiegend am Bildschirm statt. Du arbeitest nach archivrechtlichen Vorgaben, führst Benutzerverzeichnisse digital und hast regelmäßigen Kontakt zu Nutzerinnen und Nutzern. Weil du mit teils wertvollen Originalen umgehst, trägst du besondere Verantwortung für deren Erhalt.
Womit arbeitet man im Archivdienst?
Im Alltag kommen sowohl analoge als auch digitale Arbeitsmittel zum Einsatz. Du gehst mit Amtsbüchern, Urkunden, Karten, Fotos oder audiovisuellen Medien um und recherchierst in Archivinformationssystemen, Online-Datenbanken und Findbüchern. PC, Telefon und spezialisierte Archivsoftware gehören ebenso zu deinem Standard-Equipment.
Wie sind die Berufsaussichten als Beamter/Beamtin im Archivdienst?
Die Berufsaussichten als Beamter/Beamtin im Archivdienst sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Aktuell ist der Fachkräftemangel gering – offene Stellen werden schnell besetzt. Bis 2040 wird es für Arbeitgeber jedoch schwieriger, Fachkräfte zu finden, die Konkurrenz unter Bewerbern sinkt. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?
Weiterbilden kannst du dich in Themen wie Archivwesen, Informations- und Dokumentationswesen oder Verwaltungsrecht. Solche Kurse vertiefen dein Fachwissen und eröffnen dir Aufgaben mit mehr Verantwortung.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es?
Mit Berufserfahrung und weiterem Studium kannst du in den gehobenen Archivdienst aufsteigen. Studiengänge wie Archivwissenschaft, Bibliotheks- und Informationswissenschaft oder Buchwissenschaft qualifizieren dich dafür.
