Bibliotheks-, Informationswissenschaft (Bachelor) – Arbeitsumfeld
Studium

Bibliotheks-, Informationswissenschaft (Bachelor)

BerufsfeldRecht & Verwaltung
Dauer3-4 Jahre

Über den Beruf

Bibliotheks- und Informationswissenschaftler/innen recherchieren Fachliteratur, beurteilen deren Relevanz und beschaffen gedruckte wie digitale Medien. Sie erschließen Bestände mit Klassifikationen und Metadaten, pflegen Datenbanken und entwickeln Suchstrategien, die Nutzer/innen präzise Treffer liefern. Sie strukturieren Wissensbestände nach internationalen Normen und aktualisieren Schlagwörter, sobald neue Forschungsschwerpunkte entstehen. Dafür wählen sie Software, konfigurieren Repositorien und sichern die Langzeitarchivierung. Sie verhandeln Lizenzen für E-Journals, beraten Forschende bei Open-Access-Publikationen und vermitteln Informationskompetenz in Schulungen. Neue Formate wie Podcasts oder interaktive Lernmodule prüfen sie auf inhaltliche Qualität und Nutzbarkeit. Auch Analyseaufgaben wie Trendrecherchen, Zitationsanalysen oder das Aufbereiten von Forschungsdaten gehören dazu. Die aufbereiteten Bestände stehen anschließend online oder im Regal zur Nutzung bereit.

Ausbildung & Zugang

BerufstypGrundständiges Studium
AusbildungsartUniversität, Fachhochschule
Dauer3-4 Jahre
Zugangsvoraussetzungen3
  • Hochschulreife oder Fachhochschulreife
  • Oder ein als gleichwertig anerkanntes Zeugnis der zuständigen Stelle des Bundeslandes, z.B. Kultusministerium
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren

Häufige Fragen

Was verdient man als Bibliotheks- und Informationswissenschaftler/in?

Konkrete Gehaltsstatistiken für Bibliotheks- und Informationswissenschaftler/innen liegen derzeit nicht vor. Häufig orientiert sich das Einkommen im öffentlichen Sektor an den Tarifverträgen TV-L oder TVöD. In der Privatwirtschaft spielen Branche, Unternehmensgröße, Standort und Berufserfahrung eine große Rolle. Leitungsaufgaben oder spezialisierte IT-Kenntnisse können das Gehalt zusätzlich steigern.

Wie lange dauert das Studium Bibliotheks-, Informationswissenschaft?

Das Bachelorstudium Bibliotheks-, Informationswissenschaft dauert in der Regel 3 bis 4 Jahre. Die genaue Studiendauer hängt davon ab, ob deine Hochschule Praxissemester, ein Auslandsstudium oder zusätzliche Wahlmodule vorsieht.

Welche Schulfächer sind wichtig für Bibliotheks- und Informationswissenschaft?

Deutsch, Informatik, Englisch, Mathematik sowie Wirtschaft/Recht sind besonders hilfreich. Gute Deutschkenntnisse unterstützen dich beim wissenschaftlichen Schreiben, Informatik und Mathematik erleichtern den Einstieg in Datenstrukturen und Statistik. Englisch hilft beim Lesen internationaler Fachliteratur, und Wirtschaft/Recht vermittelt Grundlagen für Management- und Lizenzfragen.

Wie sind die Berufsaussichten als Bibliotheks- und Informationswissenschaftler/in?

Die Berufsaussichten als Bibliotheks- und Informationswissenschaftler/in sind gut. Aktuell ist der Fachkräftemangel gering, daher besetzen Arbeitgeber offene Stellen meist zügig. Langfristig wächst die Beschäftigung bis 2040, und es wird für Arbeitgeber schwieriger, geeignete Fachkräfte zu finden – deine Konkurrenz nimmt also ab. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es in der Bibliotheks- und Informationswissenschaft?

Nach dem Bachelor in Bibliotheks- und Informationswissenschaft kannst du ein Masterstudium anschließen, etwa in Informationsmanagement, Digital Humanities oder Archivwissenschaft. Mit einer Promotion öffnen sich dir Forschungs- und Leitungsstellen an wissenschaftlichen Bibliotheken, Informationszentren und Hochschulen. Fachlich spezialisierst du dich z.B. auf Forschungsdatenmanagement, Open Access oder digitale Langzeitarchivierung.