Bausachverständiger/Bausachverständige
Auch bekannt als: Baugutachter/in · Sachverständige/r - Bauschäden und Baumängel · Building surveyor (m/f)
Über den Beruf
Bausachverständige prüfen Bauleistungen, erfassen den Zustand von Gebäuden und untersuchen Bauschäden. Vor Ort dokumentieren sie Risse, Feuchtigkeit oder Materialfehler, klären Ursachen und beziffern die Kosten einer Sanierung. Auf Basis ihrer Analyse bestimmen sie, ob und in welchem Umfang der Wert einer Immobilie sinkt. Sie ermitteln außerdem Verkehrs-, Ertrags- und Mietwerte von Grundstücken und Bauwerken. Aus den gewonnenen Daten erstellen sie fundierte Gerichts-, Schieds- oder Privatgutachten und schätzen dabei auch Honorarforderungen von Architekt/innen und Ingenieur/innen ein. Geht es um Nachhaltigkeit, vergeben sie Zertifikate zur Energieeffizienz. Ihr Urteil liefert Entscheidungshilfen für Eigentümer/innen, Investoren und Gerichte.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Für den Zugang wird oft ein ingenieurwissenschaftliches oder technisches Studium vorausgesetzt.
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Bausachverständige/r?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.377 € brutto im Monat. Mit Erfahrung kannst du zwischen 4.442 € und 6.576 € verdienen.
Ist der Beruf körperlich anstrengend?
Der Beruf kann körperlich fordernd sein, vor allem bei Begehungen von Rohbauten oder Arbeiten im Freien. Dabei kommst du mit Staub, Lärm, Hitze, Kälte oder Nässe in Kontakt und musst teilweise Schutzkleidung tragen. Im Büro folgt dann längere Bildschirmarbeit für die Gutachtenerstellung.
Kann man sich als Bausachverständige/r selbständig machen?
Ja, eine Selbstständigkeit ist möglich. Viele Bausachverständige eröffnen ein eigenes Sachverständigenbüro und arbeiten direkt für Gerichte, Versicherungen oder private Auftraggeber.
Wie sind die Berufsaussichten als Bausachverständige/r?
Die Berufsaussichten als Bausachverständige/r sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Aktuell besteht hoher Fachkräftemangel – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was Jobsuchenden entgegenkommt. Gleichzeitig sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, Arbeitgeber suchen also zunehmend länger. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch weitere Stellen frei werden.
Womit arbeitet man als Bausachverständige/r?
Zum Arbeitsalltag gehören sowohl Mess- als auch Dokumentationsgeräte. Du nutzt Lasermessgeräte, Digitalkameras und Blower-Door-Tests, sichtest Baupläne und Rechtsvorschriften und hältst alles am PC oder Laptop fest.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es?
Mit entsprechender Erfahrung kannst du dich akademisch oder fachlich weiterqualifizieren und Führungsaufgaben übernehmen. Optionen sind etwa ein Studium in Architektur, Bauingenieurwesen, Bauphysik, Landschaftsarchitektur oder Wasser- und Bodenmanagement.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?
Es gibt zahlreiche fachspezifische Kurse. Du kannst dich zum Beispiel in Bauschadensanierung, Baurecht, Gutachtenerstellung oder allgemeinem Bausachverständigenwesen weiterbilden.
