Baubiologe/Baubiologin
Über den Beruf
Baubiologen und Baubiologinnen prüfen Wohn- und Arbeitsräume auf Schimmel, Schadstoffe oder elektromagnetische Felder. Dafür entnehmen sie Material- und Luftproben, messen Temperatur sowie Feuchtigkeit und werten die Daten im Labor aus. Auf dieser Grundlage verfassen sie Gutachten, entwickeln Sanierungskonzepte und beraten Bauherren zu gesunden, ressourcenschonenden Baustoffen. Bei Neubau- und Renovierungsprojekten begleiten sie die Planung, überwachen eingesetzte Materialien und schlagen baubiologische Verbesserungen vor. Fachvorträge und Beratungsveranstaltungen runden das Aufgabenspektrum ab, damit Häuser langfristig ein gesundes Raumklima bieten und gesetzliche Grenzwerte eingehalten werden.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Für den Einstieg wird häufig ein passendes Studium vorausgesetzt.
Stellenangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Baubiologe/in?
Baubiologe/innen verdienen typischerweise 5.377 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Region und Auftraggeber liegen die Einkommen zwischen 4.442 € und 6.576 €.
Wie sind die Berufsaussichten als Baubiologe/in?
Die Berufsaussichten als Baubiologe/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Aktuell herrscht hoher Fachkräftemangel – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was dir die Jobsuche erleichtert. Bis 2040 sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern, sodass Arbeitgeber länger nach passenden Kräften suchen. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Baubiologe/in?
Baubiologe/innen arbeiten unter stark wechselnden Bedingungen – mal im Labor, mal auf Baustellen oder vor dem Rechner. Dabei gilt es zahlreiche Umwelt- und Baurechtsvorschriften einzuhalten, mit Kundschaft zu kommunizieren und häufig Schutzkleidung wie Atemmasken oder Handschuhe zu tragen. Unfallgefahren durch Dämpfe oder Baustellenbetrieb gehören ebenso zum Alltag wie längere Phasen der Bildschirmarbeit.
Womit arbeitet man als Baubiologe/in?
Zum Equipment zählen Labor- und Messgeräte wie Pipetten, Zentrifugen, Spektralphotometer oder Gaschromatografen, mit denen Proben auf Schadstoffe untersucht werden. Zusätzlich kommen mobile Messinstrumente für Temperatur, Feuchte und elektromagnetische Felder, technische Regelwerke, Fachliteratur sowie Bürohardware und Videokonferenztools zum Einsatz.
Kann man sich als Baubiologe/in selbständig machen?
Ja, Baubiologe/innen können sich zum Beispiel mit baubiologischen Wohnraum- und Arbeitsplatzuntersuchungen selbständig machen. Ein eigenes Büro oder ein mobiles Messlabor ermöglicht es dir, Gutachten und Beratungsleistungen direkt für Privatkundschaft oder Unternehmen anzubieten.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Baubiologe/in?
Mögliche Spezialisierungen reichen von Bauschäden und ‑sanierung über Energieeffizienz und ökologisches Bauen bis hin zu Bauprojektmanagement oder Gutachterwesen. Auch Kurse im naturwissenschaftlichen Labor oder in Biologie erweitern dein Fachwissen und verbessern deine Chancen auf verantwortungsvollere Aufgaben.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Baubiologe/in?
Für den nächsten Karriereschritt bietet sich ein Studium im Bauingenieurwesen oder in der Bauphysik an. Damit qualifizierst du dich für leitende Funktionen, Projektverantwortung oder selbständige Gutachtertätigkeiten mit größerem Auftragsvolumen.
