Arbeitsvermittler/Arbeitsvermittlerin – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Arbeitsvermittler/Arbeitsvermittlerin

Auch bekannt als: Vermittlungsfachkraft · Employment advisor (m/f)

BerufsfeldWirtschaft & Finanzen
Arbeitsortein Büro- und Besprechungsräumen · bei Kunden/Kundinnen, z.B. bei Firmenbesuchen
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Über den Beruf

Arbeitsvermittler/innen unterstützen Arbeitsuchende bei der Stellensuche und beraten Unternehmen bei der Personalauswahl. Sie analysieren mit Kundinnen und Kunden deren Fähigkeiten, erstellen Qualifikationsprofile und gleichen diese mit offenen Positionen in Jobbörsen oder internen Datenbanken ab. Dafür recherchieren sie Stellen, nehmen Kontakt zu Betrieben auf und werben passende Kandidat/innen aktiv an. Auch Bewerbungsunterlagen optimieren sie, trainieren Vorstellungsgespräche und empfehlen Fort- oder Weiterbildungen. Für Arbeitgeber sichten sie Bewerbungen, schlagen geeignete Personen vor und geben Hinweise zur Personalentwicklung. In Agenturen für Arbeit bearbeiten sie zudem Anträge auf Förderleistungen und begleiten Eingliederungsmaßnahmen. Private Vermittlungen bieten darüber hinaus Services wie Bewerbermanagement, Outplacement oder die Begleitung der Probezeit an.

Ausbildung & Zugang

Zugang zum Beruf

Für Tätigkeiten in Agenturen für Arbeit oder Jobcentern wird in der Regel ein Studium Arbeitsmarktmanagement an der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit verlangt. Bei privaten Arbeitsvermittlungen werden oft eine kaufmännische Weiterbildung im Personalwesen oder ein passendes Studium, z.B. im Personalmanagement, erwartet.

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Arbeitsvermittler/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.276 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.467 € und 5.509 €. Mit wachsender Verantwortung, etwa in leitenden Positionen, kann dein Einkommen über diese Spanne hinausgehen.

Wie sind die Berufsaussichten als Arbeitsvermittler/in?

Die Berufsaussichten als Arbeitsvermittler/in sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040, was zusätzliche Einsatzmöglichkeiten schafft. Allerdings steigt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, weshalb du dich mit überzeugenden Qualifikationen abheben solltest. Außerdem werden weniger Altersabgänge erwartet als in anderen Berufen, sodass vergleichsweise wenige Stellen altersbedingt frei werden.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Arbeitsvermittler/in?

Arbeitsvermittler/innen tragen viel Verantwortung für Personen und stehen in ständigem Kundenkontakt. Du musst zahlreiche gesetzliche Vorgaben berücksichtigen, während du überwiegend am Bildschirm in Büro- und Besprechungsräumen arbeitest. Die Arbeit ist wenig körperlich, erfordert aber Konzentration und Organisationsgeschick.

Womit arbeitet man als Arbeitsvermittler/in?

Zu den wichtigsten Arbeitsmitteln gehören Kundenprofile, Stellenangebote und andere Unterlagen. In deinem Alltag nutzt du Jobbörsen, Datenbanken und Datenverwaltungssysteme am PC, telefonierst mit Betrieben und greifst auf Informationsmaterial sowie Rechtsvorschriften zurück.

Kann man sich als Arbeitsvermittler/in selbständig machen?

Ja, eine Selbständigkeit ist möglich. Du kannst etwa eine eigene Zeitarbeitsfirma gründen oder freiberuflich als private/r Arbeitsvermittler/in tätig sein.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Arbeitsvermittler/in?

Weiterbildungen reichen von Personalberatung und -vermittlung über Arbeitsrecht bis hin zu Sozialrecht. Du kannst dich außerdem in Themen wie betrieblicher Aus- und Fortbildung oder Personalbedarfsermittlung, -beschaffung und -auswahl spezialisieren, um deine Beratungskompetenz auszubauen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Arbeitsvermittler/in?

Mit Berufserfahrung eröffnen sich Aufstiegsmöglichkeiten durch ein Studium, zum Beispiel in Arbeitsmarktmanagement, Verwaltungs- oder Public Management oder Personalmanagement. Auch Studiengänge in denselben Bereichen oder in Staats- und Verwaltungswissenschaft können dich für Leitungspositionen qualifizieren.

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