Altertumswissenschaftler/Altertumswissenschaftlerin – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Altertumswissenschaftler/Altertumswissenschaftlerin

Auch bekannt als: Wissenschaftliche/r Referent/in - Altertumswissenschaften

BerufsfeldSprachen, Kultur & Gesellschaft
Arbeitsortein Büroräumen · in Besprechungs- und Unterrichtsräumen · in Ausstellungsräumen von Museen · in Bibliotheks- und Archivräumen · in Seminarräumen sowie Hörsälen · im Freien (bei Exkursionen, Ausgrabungen, Ortsbegehungen in der Denkmalpflege) · im Homeoffice bzw. mobil
Offene Stellen1

Über den Beruf

Altertumswissenschaftler/innen erforschen die Kulturen der Antike, analysieren schriftliche und materielle Quellen und ordnen sie historisch ein. Sie leiten Ausgrabungen, bergen Fundstücke, dokumentieren sie präzise und bewerten ihre Echtheit. In Museen kuratieren sie Sammlungen, entwickeln Ausstellungskonzepte und gestalten Führungen oder digitale Vermittlungsformate. Bei Restaurierungsprojekten untersuchen sie den Zustand antiker Objekte, klassifizieren Materialien und begleiten Rekonstruktionsarbeiten. In Verlagen redigieren sie Manuskripte zu alter Geschichte und betreuen Autor/innen. An Hochschulen bereiten sie Lehrveranstaltungen vor, halten Vorlesungen und veröffentlichen Forschungsergebnisse in Fachzeitschriften. Auch in der Erwachsenenbildung organisieren sie Vorträge und Seminare. Durch diese Arbeiten erschließen sie das Wissen der Antike und bringen es Forschung, Bildung und Öffentlichkeit näher.

Ausbildung & Zugang

Zugang zum Beruf

Für den Einstieg wird i.d.R. ein abgeschlossenes Studium der Altertumswissenschaften verlangt. Für Leitungsfunktionen oder besonders spezialisierte Aufgaben ist meist ein Masterstudium erforderlich. In Wissenschaft und Forschung werden häufig eine Promotion, z.B. zum Dr. phil., oder eine Habilitation vorausgesetzt.

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Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Altertumswissenschaftler/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.263 € brutto im Monat. Mit wachsender Erfahrung oder einer Führungsposition kannst du zwischen 3.069 € und 5.784 € verdienen.

Ist der Beruf als Altertumswissenschaftler/in körperlich anstrengend?

Der Beruf ist überwiegend geistig, verlangt aber funktionstüchtige Arme und Hände. Bei Grabungen oder beim Bergen von Fundstücken brauchst du Kraft und Geschick, um Objekte sicher zu heben und zu transportieren.

Wie sind die Berufsaussichten als Altertumswissenschaftler/in?

Die Berufsaussichten als Altertumswissenschaftler/in sind eher schwierig. Die Beschäftigung wächst zwar bis 2040, sodass zusätzliche Stellen entstehen. Aktuell besteht jedoch nur ein geringer Fachkräftemangel – offene Stellen werden meist schnell besetzt. Zudem steigt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, weil Arbeitgeber voraussichtlich schneller geeignete Fachkräfte finden. Außerdem gibt es weniger Altersabgänge als in vielen anderen Berufen, sodass nur wenige Positionen durch Ruhestand frei werden.

Welche digitalen Skills braucht man als Altertumswissenschaftler/in?

Altertumswissenschaftler/innen arbeiten heute mit einer ganzen Reihe digitaler Werkzeuge. Du solltest dich u. a. mit 3-D-Laserscanning und 3-D-Simulationen auskennen, um Fundstätten virtuell aufzunehmen und antike Siedlungen zu rekonstruieren. Ebenso gefragt sind Kenntnisse im digitalen Sammlungsmanagement, in Aufmaß-Apps für das Feld sowie in Tools für digitale Kulturvermittlung oder Blended Learning.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Altertumswissenschaftler/in?

Die Arbeitsbedingungen sind abwechslungsreich und reichen von intensiver Bildschirmarbeit bis zur Lehrtätigkeit vor Gruppen. Du verbringst viel Zeit am PC, dokumentierst Projekte und übernimmst Verantwortung für Studierende, wenn du Unterricht in Seminar- oder Hörsälen gibst.

Womit arbeitet man als Altertumswissenschaftler/in?

Altertumswissenschaftler/innen nutzen sehr unterschiedliche Arbeitsmittel. Im Feld kommen GIS-Geräte, Messinstrumente und Fototechnik zum Einsatz, während im Archiv Originaldokumente, Urkunden und digitale Datenbanken bearbeitet werden. Im Büro gehören PC, Internetzugang und Beamer zur Grundausstattung.

Kann man sich als Altertumswissenschaftler/in selbständig machen?

Selbständigkeit ist in diesem Beruf möglich. Viele Altertumswissenschaftler/innen arbeiten freiberuflich im Wissenschaftsjournalismus, im Lektorat oder in der Erwachsenenbildung und bieten ihre Expertise projektbezogen an.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Altertumswissenschaftler/in?

Es gibt zahlreiche fachliche und branchenbezogene Weiterbildungen. Du kannst dich z. B. in Kultur- oder Medienmanagement, Museologie, Restaurierung oder Journalistik spezialisieren. Weitere Angebote reichen von Historischer Materialkunde über Erwachsenenbildung bis hin zu Reiseleitung und Fremdenführung.

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