Altertumswissenschaften (Bachelor)
Auch bekannt als: Altertumswissenschaftler/in · Wissenschaftliche/r Referent/in - Altertumswissenschaften
Über den Beruf
Altertumswissenschaftler/innen erforschen die Kulturen der Antike, analysieren schriftliche und materielle Quellen und ordnen sie historisch ein. Sie leiten Ausgrabungen, bergen Fundstücke, dokumentieren sie präzise und bewerten ihre Echtheit. In Museen kuratieren sie Sammlungen, entwickeln Ausstellungskonzepte und gestalten Führungen oder digitale Vermittlungsformate. Bei Restaurierungsprojekten untersuchen sie den Zustand antiker Objekte, klassifizieren Materialien und begleiten Rekonstruktionsarbeiten. In Verlagen redigieren sie Manuskripte zu alter Geschichte und betreuen Autor/innen. An Hochschulen bereiten sie Lehrveranstaltungen vor, halten Vorlesungen und veröffentlichen Forschungsergebnisse in Fachzeitschriften. Auch in der Erwachsenenbildung organisieren sie Vorträge und Seminare. Durch diese Arbeiten erschließen sie das Wissen der Antike und bringen es Forschung, Bildung und Öffentlichkeit näher.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen4
- Allgemeine oder ggf. fachgebundene Hochschulreife oder als gleichwertig anerkanntes Zeugnis
- Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
- Ggf. Kenntnisse in modernen Fremdsprachen
- Ggf. Latinum oder äquivalente Leistungen
Passende Studiengänge14
Studienangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Altertumswissenschaftler/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.691 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung und Region kannst du zwischen 4.371 € und 6.694 € verdienen.
Wie lange dauert das Studium in Altertumswissenschaften?
Das Bachelorstudium in Altertumswissenschaften ist auf 3 bis 4 Jahre angelegt. An vielen Hochschulen entspricht das sechs bis acht Semestern, in denen du alle Pflichtkurse und die Bachelorarbeit absolvierst.
Welche Schulfächer sind wichtig für Altertumswissenschaften?
Für das Studium sind vor allem Latein, Griechisch, Geschichte, Englisch und Französisch wichtig. Gute Vorkenntnisse helfen dir, Quellentexte schneller zu erschließen und wissenschaftliche Literatur zu verstehen.
Ist der Beruf als Altertumswissenschaftler/in körperlich anstrengend?
Der Beruf ist nur punktuell körperlich anstrengend. Bei Ausgrabungen oder der Bergung von Fundstücken brauchst du funktionsfähige Arme und Hände, ansonsten verbringst du viel Zeit am Schreibtisch oder in Seminarräumen.
Wie sind die Berufsaussichten als Altertumswissenschaftler/in?
Die Berufsaussichten als Altertumswissenschaftler/in sind eher schwierig. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Aktuell besteht nur ein geringer Fachkräftemangel, sodass offene Stellen schnell besetzt sind. Die Konkurrenz unter Bewerbern steigt bis 2040, Arbeitgeber finden also schneller geeignete Leute. Zudem gibt es weniger Altersabgänge als in vielen anderen Berufen.
Welche digitalen Skills braucht man als Altertumswissenschaftler/in?
Digitale Skills werden immer wichtiger für Altertumswissenschaftler/innen. Du solltest dich mit 3-D-Laserscanning und 3-D-Simulationen auskennen, um Funde virtuell zu erfassen und zu rekonstruieren. Auch digitales Sammlungsmanagement, Apps für Grabungsaufmaß und Blended-Learning-Formate in der Lehre gehören heute zum Arbeitsalltag. Erfahrung mit digitalen Tafeln, topografischen Karten und GIS-Systemen verschafft dir zusätzlich Vorteile.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Altertumswissenschaftler/in?
Die Arbeit bringt sehr unterschiedliche Rahmenbedingungen mit sich. Du wechselst zwischen Bildschirmarbeit im Büro, Lehrveranstaltungen in Hörsälen und der Verantwortung für Studierende oder Ausstellungsgäste. Qualitätsdokumentation und das Unterrichten vor Gruppen gehören ebenfalls fest zum Alltag.
Womit arbeitet man als Altertumswissenschaftler/in?
Altertumswissenschaftler/innen arbeiten mit einer breiten Palette an Arbeitsmitteln. Dazu gehören archäologische Fundstücke, Primär- und Sekundärliteratur, Fotoapparate, Digitalisierungstabletts, Vermessungsgeräte sowie GIS-Software. Am Schreibtisch nutzt du außerdem PC, Internetzugang, Telefon oder Beamer, um Funde zu dokumentieren und Ergebnisse zu präsentieren.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Altertumswissenschaftler/in?
Aufstiegsmöglichkeiten ergeben sich vor allem über ein Masterstudium in Altertumswissenschaften, Archäologie oder Klassischer Philologie. Entscheidest du dich anschließend für eine Promotion und später eventuell für eine Habilitation, kannst du eine Professur an der Hochschule oder die Leitung großer Forschungsprojekte anstreben. Mit Doktortitel und Publikationen steigen zudem die Chancen auf kuratorische Leitungsfunktionen in Museen oder Abteilungsleitungen in Kultur- und Forschungsinstitutionen.
