Altenpflegehelfer/Altenpflegehelferin
Auch bekannt als: Pflegehelfer/in (Altenpflege) · Assistent/in Gesundheit und Soziales ·
Über den Beruf
Altenpflegehelfer/innen unterstützen Pflegefachkräfte bei der täglichen Versorgung älterer Menschen. Sie waschen, duschen und kleiden Seniorinnen und Senioren, bereiten Mahlzeiten vor und reichen sie an. Beim Aufstehen, Umbetten oder Gang zur Toilette geben sie Hilfestellung und setzen dabei Hilfsmittel wie Rollbetten ein. Nach ärztlicher Anordnung wechseln sie Verbände, messen Blutdruck oder reichen Medikamente. Jede Maßnahme halten sie in der elektronischen Pflegedokumentation fest. Sie begleiten Pflegebedürftige zu Arztterminen, organisieren Spiel- und Bewegungsangebote und beziehen Angehörige in Gespräche ein. Außerdem bereiten sie Zimmer für Neuaufnahmen vor, kontrollieren die Stationswäsche und übernehmen nächtliche Rundgänge. In schwierigen Situationen begleiten sie Sterbende und versorgen Verstorbene mit Einfühlungsvermögen und Respekt.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen4
- I.d.R. Hauptschulabschluss
- Ärztliches Attest über gesundheitliche Eignung
- Nachweis über Masernschutz für die praktische Ausbildung in Gemeinschaftseinrichtungen und medizinischen Einrichtungen
- Je nach Einrichtung ggf. weitere Schutzimpfungen oder Immunitätsnachweise, z.B. gegen Hepatitis A und B
Ausbildungsplätze
Aktuelle Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Altenpflegehelfer/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.098 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 2.785 € und 3.489 €. Zuschläge für Nacht-, Wochenend- oder Feiertagsdienste können das Einkommen zusätzlich erhöhen.
Wie lange dauert die Ausbildung als Altenpflegehelfer/in?
Die Ausbildung dauert je nach Bundesland und Organisationsform zwischen einem und vier Jahren. In Vollzeit erreichst du den Abschluss meist nach etwa einem Jahr, in Teilzeit oder berufsbegleitend kann sie bis zu vier Jahre beanspruchen.
Welche Schulfächer sind wichtig für Altenpflegehelfer/innen?
Besonders relevant sind Religionslehre/Ethik, Deutsch und Hauswirtschaftslehre. Diese Fächer vermitteln dir Einfühlungsvermögen, sprachliche Sicherheit und praktisches Know-how für die Pflege und Versorgung älterer Menschen.
Ist der Beruf als Altenpflegehelfer/in körperlich anstrengend?
Ja, der Beruf erfordert eine stabile Wirbelsäule, kräftige Arme und Hände sowie Ausdauer. Du hebst und lagerst Pflegebedürftige, bist oft mehrere Stunden am Stück in Bewegung und brauchst einen guten Tastsinn sowie sicheres Temperaturempfinden.
Wie sind die Berufsaussichten als Altenpflegehelfer/in?
Die Berufsaussichten als Altenpflegehelfer/in sind gut. Die Beschäftigung in diesem Berufsfeld wächst bis 2040. Zudem besteht ein hoher Fachkräftemangel – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was Jobsuchenden entgegenkommt. Die Konkurrenz unter Bewerbern sinkt bis 2040, Arbeitgeber müssen also länger nach Personal suchen. Allerdings gibt es weniger Altersabgänge als in anderen Berufen.
Welche digitalen Skills braucht man als Altenpflegehelfer/in?
Digitale Kompetenzen spielen in der Altenpflege eine zunehmende Rolle. Du solltest routiniert mit digitaler Pflegedokumentation umgehen, Telecare-Anwendungen wie Videotelefonie betreuen und ältere Menschen über Ambient-Assisted-Living-Systeme informieren. Auch Exoskelette beim Heben oder Therapie- und Pflegeroboter für Aktivierungsübungen können Teil deines Arbeitsalltags sein.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Altenpflegehelfer/in?
Die Arbeitsbedingungen sind abwechslungsreich, aber körperlich und emotional fordernd. Neben körpernaher Pflege gehören auch Situationen mit starken Gerüchen oder der Begleitung Sterbender zum Alltag.
Womit arbeitet man als Altenpflegehelfer/in?
Altenpflegehelfer/innen nutzen eine Mischung aus medizinischer Technik und Alltagsutensilien. Dazu gehören Blutdruck- und Fiebermessgeräte, höhenverstellbare Pflegebetten, Rollstühle, Körperpflegemittel, Geschirr sowie Verbandsmaterial. Für Aktivierungsangebote kommen außerdem Spiele, Bälle oder Bastelmaterialien zum Einsatz, und alle Maßnahmen werden in Patientenakten oder digitalen Formularen dokumentiert.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten habe ich als Altenpflegehelfer/in?
Aufstiegsmöglichkeiten bieten vor allem Weiterbildungen zur Fachaltenpflegerin, z.B. für Palliativ- und Hospizpflege oder klinische Geriatrie, und die Fortbildung zur Fachwirtin im Gesundheits- und Sozialwesen. Damit kannst du Leitungsaufgaben auf Wohnbereichen übernehmen oder in die Qualitätskoordination wechseln. Mit entsprechender Hochschulzugangsberechtigung steht dir außerdem ein Bachelorstudium in Gerontologie oder Pflegepraxis offen, das Positionen im Pflegemanagement oder in der Fachberatung eröffnet.
