Fachaltenpfleger/Fachaltenpflegerin für Palliativ- und Hospizpflege
Auch bekannt als: Elderly care nurse (m/f) (palliative care) · Geriatric nurse (m/f) (palliative/hospice care) ·
Über den Beruf
Fachaltenpfleger/innen für Palliativ- und Hospizpflege begleiten unheilbar kranke Senior/innen und gestalten deren letzte Lebensphase möglichst schmerz- und angstfrei. Sie waschen, lagern und mobilisieren die Patient/innen, versorgen Wunden und messen regelmäßig Blutdruck, Puls oder Temperatur. In Absprache mit Ärztinnen und Ärzten verabreichen sie Schmerzmittel, legen Infusionen und bereiten Betroffene auf palliativ-medizinische Eingriffe vor. Gleichzeitig sprechen sie mit den Menschen über Ängste und Wünsche und beraten Angehörige zu Pflege, Ernährung oder Abschied. Auftretende Symptome und Nebenwirkungen dokumentieren sie elektronisch, werten die Daten aus und passen den Pflegeplan an. Sie koordinieren Überweisungen ins Hospiz oder die häusliche Versorgung, nehmen an Visiten teil und sorgen für eine ruhige Atmosphäre am Sterbebett.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen2
- I.d.R. Abschlussprüfung in einem einschlägigen Gesundheitsfachberuf
- Zusätzlich Berufspraxis
Stellenangebote
Aktuelle Stellenangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Fachaltenpfleger/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.260 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Arbeitgeber und Region pendelt es zwischen 3.766 € und 4.862 €.
Wie lange dauert die Weiterbildung zur Fachaltenpfleger/in für Palliativ- und Hospizpflege?
Die Dauer ist nicht einheitlich geregelt und hängt vom Bildungsträger ab. Vollzeitlehrgänge sind deutlich kürzer als berufsbegleitende Teilzeitkurse, sodass du dich direkt bei der jeweiligen Fachschule oder Akademie informieren solltest.
Ist der Beruf als Fachaltenpfleger/in körperlich anstrengend?
Ja, die Tätigkeit erfordert viel körperliche Belastbarkeit. Du hebst und lagerst Patient/innen, arbeitest häufig im Stehen oder in gebückter Haltung und brauchst Kraft in Rücken, Armen und Händen sowie eine robuste Gesundheit, um Infektionsrisiken standzuhalten.
Wie sind die Berufsaussichten als Fachaltenpfleger/in?
Die Berufsaussichten als Fachaltenpfleger/in für Palliativ- und Hospizpflege sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Ein hoher Fachkräftemangel macht es Arbeitgebern schwer, Stellen zu besetzen – das spielt Bewerber/innen in die Karten. Zugleich sinkt die Konkurrenz unter Bewerber/innen bis 2040, weil Unternehmen länger nach Personal suchen. Etwas dämpfend wirkt, dass es weniger Altersabgänge gibt als in anderen Berufen.
Welche digitalen Skills braucht man als Fachaltenpfleger/in?
Digitale Kompetenz wird immer wichtiger: Du solltest elektronische Pflegedokumentation und Krankenhausinformationssysteme sicher beherrschen. Auch Telecare-Anwendungen, Assistenzsysteme wie Exoskelette, Therapie- und Pflegeroboter sowie vernetzte Tourenplanung gehören zunehmend zum Arbeitsalltag.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Fachaltenpfleger/in?
Der Job bringt hohe Verantwortung und oft emotional belastende Situationen mit sich. Du wechselst ständig zwischen Pflege, Dokumentation und Teamabsprachen und musst dabei schwer heben, lange stehen und manchmal in Zwangshaltungen arbeiten.
Kann man sich als Fachaltenpfleger/in selbständig machen?
Ja, das ist möglich. Viele Fachaltenpfleger/innen gründen einen eigenen ambulanten Pflege- oder Sozialdienst oder werden Franchise-Partner/in in einem bestehenden Pflegenetzwerk.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Fachaltenpfleger/in?
Beliebte Aufbauseminare sind zum Beispiel Pflegeberater/in, Schmerztherapie in der Pflege, Wundmanagement, Hygiene im Gesundheitsbereich oder medizinische Dokumentation. Solche Kurse vertiefen dein Fachwissen und können dir neue Aufgabenfelder eröffnen.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Fachaltenpfleger/in?
Aufstiegsmöglichkeiten ergeben sich vor allem über ein Bachelor- oder Masterstudium in Gerontologie oder Pflegemanagement/-wissenschaft. Mit diesen Abschlüssen kannst du Leitungsaufgaben übernehmen, etwa einen Wohnbereich oder den gesamten Pflegedienst führen.
