Wirtschaftschemiker/Wirtschaftschemikerin – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Wirtschaftschemiker/Wirtschaftschemikerin

Auch bekannt als: Industrial chemist (m/f)

BerufsfeldNaturwissenschaft & Umwelt
Arbeitsortein Büro- und Besprechungsräumen · in Fertigungshallen · in Labors · in Hörsälen und Seminarräumen · im Homeoffice bzw. mobil
Offene Stellen13

Über den Beruf

Wirtschaftschemiker/innen kalkulieren Entwicklungsbudgets, analysieren Märkte und steuern chemische Produktionsprozesse. Sie vergleichen Rohstoffpreise, erstellen Kosten-Nutzen-Rechnungen und zeigen Einsparpotenziale auf. Parallel bewerten sie die Absatzchancen neuer Wirkstoffe, erarbeiten Marktanalysen und unterstützen Vertriebsteams bei der Kundengewinnung. Im laufenden Betrieb begleiten sie den Einkauf von Werkstoffen, überwachen Produktionsabläufe sowie interne Logistik und prüfen die Qualität mittels laborbasierter Messverfahren. Bei neuen Anlagen bereiten sie Genehmigungsunterlagen vor, erstellen Umweltgutachten und achten auf Arbeitsschutz. In Forschungsprojekten entwickeln sie Versuchspläne, führen analytische oder synthetische Labortätigkeiten durch und veröffentlichen die Ergebnisse. Zusätzlich beraten sie Industriebetriebe, Importeure und Handelspartner in chemisch-technischen und betriebswirtschaftlichen Fragen. In Strategiemeetings präsentieren sie ihre Kennzahlen und empfehlen das weitere Vorgehen.

Ausbildung & Zugang

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Wirtschaftschemiker/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.627 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 4.328 € und 7.296 €. Führungsverantwortung, Unternehmensgröße und Tarifbindung können das Einkommen zusätzlich beeinflussen.

Ist der Beruf als Wirtschaftschemiker/in körperlich anstrengend?

Der Beruf ist nur in Teilen körperlich fordernd. Du solltest funktionsfähige Arme und Hände für den Aufbau von Versuchsapparaturen haben, Farbveränderungen sicher erkennen und beim Umgang mit Chemikalien über gesunde Haut sowie belastbare Atemwege verfügen.

Wie sind die Berufsaussichten als Wirtschaftschemiker/in?

Die Berufsaussichten als Wirtschaftschemiker/in sind ausgeglichen. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch Stellen frei werden. Gleichzeitig schrumpft die Beschäftigung bis 2040. Der Fachkräftemangel ist gering, sodass offene Stellen meist schnell besetzt sind und die Konkurrenz unter Bewerber/innen steigt.

Welche digitalen Skills braucht man als Wirtschaftschemiker/in?

Gefragt ist ein sicherer Umgang mit Business-Intelligence-Lösungen und Augmented-Analytics-Tools, um Daten auszuwerten und Entscheidungen vorzubereiten. Du arbeitest außerdem mit ERP-, BPM- und Dokumentenmanagementsystemen, nutzt Laborinformationssysteme für Qualitätskontrollen und analysierst Produktionsdaten über IoT-Plattformen oder numerische Simulationen.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Wirtschaftschemiker/in?

Die Tätigkeit wechselt zwischen Labor, Büro und Besprechungsräumen. Du trägst Verantwortung für Mitarbeiter/innen und Sachwerte, arbeitest präzise an Messgeräten, erstellst Auswertungen am Bildschirm und nutzt bei Laborarbeiten Schutzkleidung wie Kittel, Handschuhe oder Atemschutz.

Womit arbeitet man als Wirtschaftschemiker/in?

Im Labor kommen Zentrifugen, Spektroskope sowie verschiedene Chromatografie-Verfahren zum Einsatz. Für Kalkulationen und Marktanalysen nutzt du PC, Internetzugang und Telefon, während Fachunterlagen wie Kostenrechnungen oder Gutachten deine Arbeit ergänzen.

Kann man sich als Wirtschaftschemiker/in selbständig machen?

Ja, möglich ist etwa die Gründung oder Übernahme eines Dienstleistungs- oder Handelsbetriebs rund um Farben, Kosmetik oder andere chemische Produkte. Viele Wirtschaftschemiker/innen arbeiten auch freiberuflich als Unternehmensberater/innen für die Chemie- und Pharmabranche.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Wirtschaftschemiker/in?

Fachspezifische Kurse in Chemie, Pharmazie oder Verfahrenstechnik vertiefen dein naturwissenschaftliches Know-how. Kaufmännische Seminare in BWL, Einkauf, Controlling, Marketing oder Vertrieb helfen dir, Managementaufgaben zu übernehmen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Wirtschaftschemiker/in?

Mit einem Master in Wirtschaftschemie, Chemieingenieurwesen oder Betriebswirtschaftslehre kannst du Projekt- oder Abteilungsleitungen übernehmen. Eine Promotion öffnet dir Türen zu leitenden Positionen in Forschung, Entwicklung oder öffentlicher Verwaltung; für eine Professur ist häufig eine Habilitation erforderlich.

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